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Daytrading Strategie - schnell reich werden

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 15.01.24

Finanzen Börse/Aktien · 12 Min. Lesedauer

Daytrading Strategie - schnell reich werden - Titelbild

Daytrading Strategie

 

Wer an Börsenhandel mit Aktien oder anderen Wertpapieren denkt, der hat eine langfristige Anlageform vor Augen. Einmal investiert, dann wird eine Aktie oder ETF in vielen Jahren zum goldenen Kalb. Es geht um eine langfristige Kapitalanlage, die oft der Altersvorsorge dient. Aber Daytrading ist ein Kurzstreckenläufer, Daytrading will das schnelle Geld und zwar an einem Tag.

 

Daytrading, die Bedeutung steckt im Wortstamm. Tag + Handel, was bedeutet, dass etwas an einem Tag gekauft und gleich wieder verkauft wird. Beim Daytrading wettet man auf die Kursentwicklung eines Finanzproduktes innerhalb einer (sehr) kurzen Periode. Der Handel wird innerhalb eines Tages ausgeführt, manchmal auch in nur wenigen Minuten oder Sekunden. Die Differenz zwischen Einkauf und Verkauf ist dann der Gewinn vor Steuern. 


Für das Daytraden benötigt man vier Dinge:

 

  • Daytrading Broker 
  • Daytradingsoftware (idealerweise als Bloomberg-Terminal)
  • Startkapital 
  • Computer, Tablett oder Smartphone

 

Sehr wichtig ist eine schnelle Internetverbindung. Bei manchen Orderarten können Bruchteile von Sekunden über Gewinn oder Verlust entscheiden. Auch bei der Auswahl des Brokers sollte man sich vorher gut informieren und testen, ob die Orderausführung schnell genug erfolgt.

 

Der klassische Daytrader arbeitet an 5 Tagen in der Woche, gewöhnlich zu den Börsen-Öffnungszeiten, da in dieser Zeit die meiste Bewegung auf dem Markt ist. Das Handelsvolumen ist in dieser Zeit auch sehr hoch. Mit Daytrading kann man gutes Geld verdienen, ist aber als Nebenjob nicht gut geeignet. Wer mit Daytrading als Beruf Erfolg haben möchte, muss eine 40 Stunden Woche einplanen.

 

Für einen finanziellen Erfolg beim Daytrading ist eine Volatilität (Bewegung) am Markt erforderlich. In welche Richtung diese Bewegung läuft ist nicht vorhersehbar. Es liegt auch viel an der Erfahrung und an dem richtigen Timing des Traders, ob er die Marktbewegungen zu seinen Gunsten ausnutzen kann. 

 

Auch die Tageszeit ist für den Handel an der Börse ein wichtiges Kriterium. Zu Börsenbeginn und kurz vor Börsenschluss gibt es die höchsten Handelsvolumen. Zur Mittagszeit gibt es deutlich weniger Bewegung an den Börsen.

 

Nicht jedes Wertpapier ist für das Daytrading geeignet. Finanzprodukte, die wenige Kursbewegungen zu verzeichnen haben sind nicht geeignet. Somit ist die Auswahl an geeigneten Papieren eher eingeschränkt. Ideal sind für Anfänger die Forex Majors (Haupwährungspaare). Im Devisenhandel ist immer ausreichend Liquidität im Markt. Die Gefahr, dass die gesetzte Order nicht zum gewünschten Kurs ausgeführt wird, besteht hier nicht.

 

 

Grundsätzlich kann man beim Daytraden in beide Richtungen der Kursentwicklung wetten:

 

Dem Trend folgen:

Wenn ein Trader dem Trend folgt hat das Papier meist eine erkennbare Kursrichtung, der man folgen kann. Als Daytrader sollte man immer gut mit Informationen über das Produkt ausgestattet sein, um die Trends zu deuten. Eine Wette mit dem Trend ist kein Roulette, sondern sollte auf Indikatoren basieren.

 

Gegen den Trend setzen:

Beim sogenannten Pullback wettet man gegen den Trend. Auch beim Pullback sollte man sich zunächst immer seriöse Informationen beschaffen. Die sogenannten heißen Tipps können nützlich sein, man sollte sie vor einem Handel jedoch auf den Wahrheitsgehalt prüfen. Wenn "Insider Informationen" für eine Trendumkehr sprechen sollte man schnell handeln, bevor sich die Information verbreitet.

 

Einige Daytrading Strategien sind: 

 

 

 

Risikomanagement 


Jeder Trader muss selbst einschätzen welchen Risiken er sich aussetzt. Je höher das Risiko beim Daytrading, desto höher ist der (mögliche) Gewinn. Erfahrene Händler wetten mit 1 – 2% ihres Gesamtkapitals pro Position. Gerade als Anfänger sollte man beim Einsatz noch vorsichtiger rangehen. Man kann das Risiko mit einer Stop Loss Order begrenzen, sollten die Kurse doch mal in den Keller rutschen.

Was ist Daytrading?

Daytrading (Day-Trading) steht für kurzfristiges Handeln mit börsennotierten Papieren innerhalb eines Börsentages. Bei diesem kurzfristigen Trades spekuliert man auf die Kursschwankungen innerhalb eines Handeltages. Daytrader handeln mit Aktien, Devisen, Futures, Derivaten und Kryptowährungen. Daytrading ist eine sehr riskante Anlageform und erfordert viel Erfahrung und Insiderwissen an der Börse.

Handel mit Daytrading Aktien und ETF's

 

Daytrading mit Aktien


Der Handel mit physischen Aktien in einzelnen Unternehmen im Daytrading ist reizvoll, manchmal gewinnbringend, aber auch hochriskant. Deshalb sollten Einsteiger diese Form der Anlage besser nicht nicht bedienen.

 

Mit der Spekulation auf Aktienkurse über CFDs oder Spread-Wetten können Trader von steigenden oder auch von fallenden Kursen profitieren. Informationen von der Presse oder anderen Kanälen beeinflusst die Kauf- oder Verkaufsentscheidung des Daytraders. So können z.B. Jahresberichte, Pressemitteilungen, Produktankündigungen oder auch Gesetzesänderungen den Kurs einer Aktie deutlich beeinflussen.

 

 

Daytrading mit ETF's

 

Reguläre und gehebelte ETF's können beim Daytrading gehandelt werden. Im  ETF (Exchange Traded Fund) sind mehrere Aktien oder Rohstoffe nach dem jeweiligen Index gesammelt. Ein ETF wird aber wie eine einzige Aktie gehandelt.

 

ETF's haben im allgemeinen eine geringe Volatilität. Daytrader benötigen aber hohe Volatilität, um einen Gewinn über Kosten/Gebühren zu erzielen. Man müsste also sehr viel Kapital investieren, um aus den geringen Bewegungen der ETF's Gewinn zu generieren. Einige Ausnahmen gibt es aber. Interessant für Daytrader sind die marktbreiten Indizes, besonders SPY (S&P 500) sowie QQQ (Nasdaq). Auch Swap-basierte Rohstoff-ETFs sind für den Tageshandel gut geeignet, da sie von ihrer Natur auf kurze Haltezeiten ausgerichtet sind.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass ETF's ein gutes Instrument für eine Buy and Hold Strategie für mittel- und langfristige Anlagen sind. Für das Daytrading sind sie nicht ausreichend volatil und deshalb nicht geeignet.

 

 

Daytrading mit Forex (Währungshandel)


Das hohe Volumen des Devisenmarktes macht ihn besonders für Daytrader attraktiv. Mit etwas Erfahrung kann man mit dem richtigen Währungspaar schnelle und gute Geschäfte machen. Die hohe Liquidität des Devisenmarktes sichert einen reibungslosen Ablauf beim Handel. Der Devisenhandel ist an 6 Tagen in der Woche 24 Stunden am Tag möglich. Besonders für Einsteiger ist der Devisenmarkt sehr gut geeignet. Daytrader aus Deutschland bevorzugen meist das Euro-Dollar-Paar.

Daytrading mit Krypto
Daytrading mit Krypto

Daytrading mit Krypto


Durch die hohe Liquidität und Volatilität des Kryptowährungsmarkts hat auch der Daytrading Markt in letzter Zeit Aufschwung bekommen. Der Krypto-Daytrader handelt täglich mit den führenden Krypto-Assets. Die beliebtesten Kryptowährungen sind in Moment Bitcoin und Ethereum. Die extreme Wertsteigerung hat viele neue Investoren angelockt.

 

Der Zugang für Privatkunden zu den Kryptomärkten ist deutlich einfacher geworden. Einige Banken bieten schon kostenlose Handelstools im Rahmen eines Girokontos an. Das hat nicht selten die Folge, dass unbedarfte Privatpersonen ihr Glück mal versuchen und in der Regel hohe Verluste erleiden. Gute Daytrader stellen vor der Session eine fundamentale Analyse des Krypto-Asset an, um positive oder negative Entwicklungen zu erkennen.

 

Kryptomärkte haben eine Volatilität zwischen 5 und 10% in beide Richtungen. Daraus ist erkennbar, dass zum einen die Chance auf eine Rendite hoch sein kann. Im Umkehrschluss besteht prozentual aber auch das hohe Risiko des Verlustes, gerade bei kurzen Haltezeiten.

 

Der Kryptowährungsmarkt ist aus unserer Sicht nur etwas für erfahrene Trader, die den Markt kennen und situationsbedingt passende Handelsschritte anwenden können. Für Einsteiger birgt dieser Markt zu hohe Risiken, wie man im vergangenen Jahr gesehen hat.

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Daytrading lernen - Wie fange ich mit Daytrading an?

 

In der Coronazeit ab 2021 wuchs die Zahl der Personen, die sich im Daytrading engagierten. Um Daytrading zu lernen braucht man nicht viele Voraussetzungen. Schnelles Internet, einen Computer oder Smartphone, ein Konto bei einem Broker sowie die zugehörige Software reichen aus. Außerdem braucht man ein Startkapital. Das Geld sollten Sie übrig haben, da man beim Handel mit Wertpapieren immer mit einem Totalverlust rechnen muss. Investieren Sie niemals Ihr letzes Geld oder nehmen für den Handel einen Kredit in Anspruch.

 

Um beim Daytrading Erfahrungen zu sammeln, sollte man zuerst ein kostenloses Daytrading Demokonto eröffnen, einen Daytrading Simulator. Suchen Sie sich dazu einen renomierten Anbieter. In der Vergangenheit gab es einige Anbieter von Demokonten, die die Software der Konten manipuliert haben, um den Neulingen die Hoffnung auf riesige Erträge zu machen. Nachdem die Kunden dann Echtgeldkonten eröffneten, haben sie mit der gleichen Handelstrategie nur Verluste gemacht.

 

Beobachten Sie regelmäßig die Performance Ihrer Anlagen und machen SIe sich Aufzeichnungen dazu. Das Wichtigste beim Handel an der Börse ist Wissen um das Produkt, Spezialwissen ist gefragt. Desto besser Sie sich in einer Branche auskennen, um so wahrscheinlicher ist es, dass Sie die Zeichen des Marktes richtig deuten können und Ihr Kapital im richtigen Moment einsetzen. Um den Markt zu schlagen müssen Sie sich verdammt gut in der Materie auskennen. Sie spielen auf dem gleichen Spielfeld mit erfahrenen Investmentbankern und Hedgefonds, die deutlich umfangreicheres Datenmaterial und bessere Technik zur Verfügung haben.

 

Um sich Spezialwissen anzueignen nutzen Sie alle verfügbaren Daytrading Tipps, die Sie bekommen können. Versuchen Sie sich mit der Analyse des Marktes. Steigen Sie tief in das Thema ein, versuchen Sie die Zusammenhänge zu verstehen. Einige Broker tägliche bieten dazu Videos und Live-Webinare an. Der Markt unterliegt einem ständigen Wandel. Auch die Informationen von gestern können heute wertlos sein, weil sich die Situation der Unternehmen ändert. Bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

 

Achten Sie bei der Wahl des Brokers natürlich auch auf die Kosten. Man kann davon ausgehen, dass ein Broker, der viel Geld in Werbung investiert auch höhere Gebühren verlangt, als seine zurückhaltenden Mitbewerber. 

 

Erst wenn Sie sich Ihrer Sache sicher sind eröffnen Sie ein Daytrading Live-Konto. Man kann schon mit 50€ die ersten Positionen setzen. Wichtig ist, dass die Ausgabe im Rahmen bleiben und man sich für das Daytraden ein Limit setzt, welches nicht überschritten werden sollte.


Auf welchen Märkten sollte man im Daytrading handeln?

 

Als Daytrader sollte man auf liquide Märkte setzen. Einige Märkte sind nicht ausreichend liquide, da zu wenig Handelsvolumen vorhanden ist. 

 

Die meistgehandelsten Märkte für Daytrader finden Sie im Folgenden. Diese Märkte sind liquide, Angebot und Nachfrage sind hier sehr hoch:

 

  • Aktienindizes (S&P500, DowJones, Dax40)
  • Hauptwährungspaare (Alle Paarungen mit dem US$)
  • Bekannte Rohstoffe (Kaffee, Gold, Öl, Kupfer, Weizen)

 

Auf welchen Broker Daytrading?
Auf welchen Broker Daytrading?

Welchem Broker vertraue ich mein Geld an?

 

Den Broker für Ihr Konto sollten Sie nach folgenden Kriterien auswählen:

 

  • Regulierung und offizielle Lizenz
  • niedrige Handelsgebühren
  • erreichbarer Support auf Deutsch
  • gibt es versteckte Kosten?
  • kostenloses Daytrading Demokonto
  • Schnelle Ausführung der Trades (mit einem Trade testen)
  • verschieden Einzahlungsmethoden
  • wie lange dauert die Auszahlung? 

 

 

Regulierung und offizielle Lizenz

 

Ein seriöser Daytrading Broker hat eine offizielle Regulierung von der Finanzaufsichtsbehörde, in Deutschland ist das die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

 

Für die Regulierung muss der Anbieter bestimmte Kriterien erfüllen. Mit der Regulierung werden die höchsten Sicherheitsstandards verlangt. Getrennte Kontenführung ist verpflichtend. Die Kundengelder unterliegen einer Einlagensicherung. In Deutschland sind die Einlagen mit mindestens 100.000 Euro besichert. In Großbritanien gelten 50.000 Pfund, in den USA sind die Einlagen mit 100.000 US$ abgesichert. Viele Broker sind außerdem Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds, wo Kundengelder umfangreicher abgesichert werden. Alternativ kann man seine Investments auf mehrere Broker aufteilen, denn die Einlagensicherung ist endlich.

 

Wichtig in diesem Zusammenhang ist noch das Thema Daytrading Steuern. Deutsche Broker führen die Kapitalertragssteuer (plus Soli und Kirchensteuer) auf Börsengewinne sofort ab. Hat man der Bank einen Freistellungsauftrag erteilt werden 801€ steuerfrei belassen. Sitzt der Broker im Ausland muss der Steuerschuldner die Einnahmen durch Börsengewinn bei der Steuererklärung in der Anlage "Einkünfte aus Kapitalanlagen" angeben. Daytrading Verluste können gegengerechnet werden.

 

 


Niedrige Handelsgebühren beim Daytrading

 

Hohe Transaktionskosten beeinflussen Ihre Rendite empfindlich, da man beim Daytrading viele kleinere Trades machen muss, um Geld zu verdienen. Zahlt man bei jedem Trade eine hohe Gebühr, kann es schnell teuer werden. Nicht selten werden an einem Tag 20 - 30 Trades getätigt, da lohnt sich schon ein Vergleich der Kosten.

 

 

Folgende Gebühren können beim Daytrading anfallen:

 

  • Ordergebühren: Ca. 1 % der Ordersumme oder Mindestpreis bzw. Höchstpreis pro Trade. Auch Flatrates sind möglich.
  • Fremdgebühren: Fallen beim Kauf von Aktien an einer Börse an. Z.B. beim Börsenhandel in Frankfurt sind das 0,04 % für DAX-Titel und bei 0,08 % für alle anderen Aktien.
  • Depotgebühren: Kosten der Bank für die Bereitstellung eines Wertpapier-Depots. Die meisten Online-Broker bieten jedoch kostenfreie Depotführung an.

 


Support 

 

Gerade für Anfänger ist der Anruf beim Support vorprogrammiert. Achten Sie bei der Auswahl des Brokers darauf, dass der Support deutschsprachig ist und auch eine Telefonhotline hat. Viele Anbieter beantworten Fragen nur im Chat. Auch die Servicezeiten sollten SIe im Blick haben. Einige Broker habe nur kurze Servicezeiten, die z.B. nicht in die Börsenzeiten des Devisenmarktes passen.

 

 

Versteckte Kosten?

 

Es ist nicht die Regel, aber einige Anbieter verlangen trotz der großen Konkurrenz weitere Gebühren:

 

  • Softwaregebühren
  • Gebühren für Auszahlungen
  • Gebühren für Demokonto
  • Gebühr bei Inaktivität des Kontos

 

Es lohnt sich also immer die Bedingungen in den AGB's vorher zu studieren, denn ein Umzug des Depots ist immer aufwendig und ärgerlich.

 

 

Kostenloses Demokonto

 

Gerade für Neueinsteiger ist es wichtig die ersten Erfahrungen im Daytrading zu sammeln ohne dem finanziellen Risko ausgesetzt zu sein. Diese Konto sollte in jedem Fall gebührenneutral sein und mit allen Funktionen einem Echtgeldkonto gleichen. Manipulierte Demokonten erkennt man auf den ersten Blick nicht, da hilft es Erfahrungsberichte anderer Trader zu lesen. Auch gibt es zahlreiche Portale, die hilfreiche Informationen geben.


Ausführung der Trades 

 

Entscheidend ist es auch für Neulinge im Daytrading wie schnell der Broker die Trades ausführt. Gerade beim Handel mit Futures oder Derivaten sollte nur ein geringer Zeitraum zwischen Order und Einbuchung der Position liegen. Es entscheiden dann Teile von Sekunden, ob der Trade erfolgreich war. Gute Broker haben Zugang zu Hochleistungsservern mit geringster Verzögerung, bei denen eine Position in Millisekunden geprüft und eingebucht ist.

 

 

Ein- und Auszahlung

 

Wichtig ist die Geschwindigkeit beim Transfer von Geldern. Die meisten Daytrading Broker bieten folgende Einzahlungsmethoden an:

 

  • Banküberweisung
  • PayPal
  • Kredikarten
  • E-Wallets (Neteller, Skrill)
  • Klarna

 

Die Einzahlungen (außer Banküberweisung) sollten in Echtzeit möglich sein. Die Auszahlungen sollten kostenfrei sein. Regulierte Broker bearbeiten innerhalb von 24 Stunden die Auszahlungen. Bei nicht regulierten Brokern sollte man die AGB's vorher genauer lesen. Gebühren für Kontoeröffnung bzw. Kontoführung sind heutzutage nicht mehr üblich. Sollte das der Fall sein, lohnt sich der Vergleich mit anderen Anbietern.

Daytrading Beispiel
Daytrading Beispiel

Daytrading vs. Long Term

 

An der Börse gibt es eine eigene Sprache. Zum Sprachgebrauch an der Börse gehört auch "Short gehen" und "long gehen". Diese Begriffe bezeichnen die Haltedauer der Wertpapiere. Zwischen Daytrading und Long Term gibt es Unterschiede, aber auch einige Gemeinsamkeiten.

 

Gemeinsamkeiten:

Beide Strategien spekulieren auf die Zukunft des Marktes, genauer gesagt auch einen kleinen Teil des Marktes. Durch Erfahrung, professionelle Informationen und gute technische Ausstattung reagieren beide Anlagestrategien schnell auf die Signale des Marktes. Positive Kurssignale sind ein Zeichen für den Kauf einer Position.

 

Die Ausgangslage ist die gleiche, nur in der Haltezeit unterscheiden sich diese beiden Formen des Investments:

 

Unterschiede:

 

Long Term

Der Investor eines Long Term verfolgt bezüglich der Haltezeit einen deutlich längeren Zeitraum, als der Daytrader. Er befasst sich damit, ob die Branche und das einzelne Unternehmen in den nächsten Monaten und Jahren eine positive Entwicklung haben könnte. Er verfolgt Trends und kann aufgrund seiner Erfahrungen prophezeihen, ob sich eine bestimmte Aktie oder ein Index künftig gut entwickelt.

 

Durch diese langfristige Betrachtung einzelner Wertpapiere macht sich der Long Term Trader ein Überblick über die Zukunft, welche in diesem Fall auch 10 oder mehr Jahre sein kann.

 

Eventuelle Kursschwankungen sind eingeplant, ändern aber nichts an der gesamten Anlagestratgie. Diese langfristigen Trades werden oft von Privatpersonen bevorzugt und dienen meist der Absicherung im Alter.

 

Daytrading

Auch Daytrader sammeln Informationen zu den einzelnen Papieren. Ein Daytrader investiert aber nicht soviel Zeit in die Informationsbeschaffung und deren Auswertung, sondern entscheidet anhand einiger aktueller Informationen und verschiedenen Markern, ob eine Kursveränderung zu erwarten ist. Mit diesen, recht spärlichen Informationen entscheidet der Short-Trader, ob und wann er kauft oder verkauft.

 

Er kauft und verkauft an einem Handelstag. Ausnahmen bestätigen die Regel. Einige Daytrader halten manche Positionen auch über Nacht, wenn am Folgetag eine Kursverbesserung zu erwarten ist. Ein durchschnittlicher Daytrader wickelt 20-30 Geschäfte an einem Arbeitstag ab.

Wie hoch ist der Gewinn beim Daytrading?
Wie hoch ist der Gewinn beim Daytrading?

Daytrading Rechner - Wie hoch ist der Gewinn pro Tag

 

 

Mit welchem Startkapital lohnt sich Daytrading?

 

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Das Geld, welches Sie in Spekulationsgeschäfte investieren wollen müssen Sie vorher zunächst abschreiben, zumindest gedanklich. Es sollte kein Zweifel daran bleiben, dass Sie das investierte Geld durch negative Kursentwicklungen, eingesetzte Hebel, Bankenkrisen oder andere Umstände komplett verlieren können. Dafür unterschreiben Sie auch auf dem Formular bei der Depoteröffnung (kleingedruckt in den AGB). 

 

Als Startkapital sollte man mindestens 10.000€ haben, da sonst der Aufwand höher als der Nutzen ist. DIe Ordergebühren wären bei kleinen Beträgen so hoch, dass unterm Strich nichts oder weniger als nicht übrigbleibt. Gerade Neulinge mit geringem Kapital versuchen sich dann mit sehr riskanten Produkten und setzen Hebel ein, nur um den potentiellen Gewinn zu maximieren. Je höher das Risko, desto höher ist auch ein möglicher Gewinn. Und mit Daytrading Verdienst zu erzielen, der einer normalen Angestellten-Tätigkeit gleich kommt, ist für einen Einsteiger schwer realisierbar. Um den Traum mit Daytrading 100€ am Tag zu erfüllen muss man sich sehr gut auf das Vorhaben vorbereiten und das Risiko in Kauf nehmen wollen. Als Single kann man das vielleicht riskieren, aber ein Familienvater denkt wahrscheinlich anders...

 

Eröffnen Sie Ihre Positionen - gerade am Anfang Ihrer Trader-Karriere -  immer mit Stops. Ein gesundes Risikomanagement kann Sie meist vor finanziellen Totalverlusten schützen. Man sollte die Risiken, gerade beim Daytrading, nicht unterschätzen und zugunsten der Sicherheit lieber auf ein Prozent Gewinn verzichten. Alles andere ist wilde Zockerei.

 

Es gibt dazu verschiedene Money-Management-Modelle. Diese Modelle steuern folgende Faktoren:

 

  • Zeitpunkt Kauf (entre)
  • Zeitpunkt Verkauf (exit)
  • Prozentualer Einsatz des Kapitals
  • Größe des Volumens (der einzelnen Trades)
  • Welches Finanzinstrument kommt zum Einsatz?

 

Beispielrechnung Daytrading

 

Kapitalzuwachsrate (% am Tag) 1%  2%
Anfangskapital 10.000,00 € 10.000,00 €
Laufzeit (Arbeitstage) 20 20
Gewinn (vor Steuern) 12.146,27 € 4.612,23 €
Endkapital (vor Steuern) 2.146,27 € 14.612,23 €
Steuern 566,08 € 1.216,48 €
Endkapital (nach Steuerabzug) 11.580,19€ 13.995,76
Daytrading Gewinn pro Tag (nach Steuern) 79,00 € 199,79 €

 

 

Die obenstehende Grafik zeigt das Ergebnis eines Traders, der an 20 Arbeitstagen Daytrading betreibt. Dabei öffnet und schließt er täglich im Durchschnitt 20 Positionen. Um Verluste auszugleichen sind die realistischen Kapitalzuwachsraten mit 1% und 2% angegeben. Erfahrene Daytrader der Wallstreet haben Kapitalzuwachsraten zwischen 1% und 10% am Tag.

 

Vergleicht man dann noch die Arbeitszeit am Tag, wird deutlich, dass zusätzlich zu hohem Risiko nur ein recht kläglicher Stundenlohn übrig bleibt. 

 

 

Daytrading Steuern 
Börsengewinne sind Kapitalerträge und unterliegen somit der Kapitalertragssteuer mit einem pauschalen Steuersatz von 25% vor. Die deutschen Broker führen diese Steuer von jedem Kapitalertrag ab, ebenso die Kirchensteuer und den Soli. Die Kapitalsteuer wirkt nicht progressiv, nicht wie bei anderen Einkommensarten in Deutschland. Es ist ratsam sich trotzdem Gewinne und Verluste  über das Jahr zu dokumentieren und bei der Steuererklärung mit anzugeben. 

Was sind Hebel und Margin?

Hebel

Hebelprodukte bezeichnen Instrumente an der Börse, mit denen man den Kurs eines Optionsscheins um das vielfache verändern kann, ohne direkt Kapital zu binden. Die Hebel wirken allerdings in beide Richtungen. Mit einem Hebel kann man die Gewinne um das Vielfache erhöhen, aber die möglichen Verluste werden gleichermaßen potenziert. Die Anwendung von Hebeln im Handel mit Optionspapieren ist hochriskant.

 

Margin

Die Margin bezeichnet eine Sicherheitsleistung bei seinem Broker, um gehebelte Handelspositionen abzusichern. Erleidet beim Daytrading eine gehebelte Aktie einen Kursrückgang, so ist die Differenz zwischen Eröffnungswert und geringerem Verkaufswert der Betrag, den der Anleger dem Broker am Tagesende schuldet. Dieses Risiko sichert der Broker mit der Margin ab. Die negative Differenz multiliziert sich mit dem Hebel, was also schnell zum Totalverlust kommen kann.

 

Merkt der Broker im Laufe des Tages, dass die Sicherheitsleistung den Verlust nicht mehr decken kann, wird Margin Call fällig. Wenn die gehebelte Akte weiter an Wert verliert, kann er eine "Margin Call" (zusätzliche Sicherheitsleistung) verlangen.

 

Besonders Anfänger sollten auf Hebel beim Trading verzichten. Der Handel mit Hebeln ist sehr riskant und ist nicht für Einsteiger geeignet.

Daytrading Kritik

 

Wer sinnvoll mit Daytrading Geld verdienen will muss mindestens ein Kapital von 30.000€ aufwärts investieren. Die minimalen Positionsgrößen an der Börse sind oft sehr groß. Es muss immer jedem (Neu)Trader klar sein, dass das Geld morgen komplett weg sein kann. Beim professionellen Daytrading müssen Hebel angewendet werden, um eine vernünftige Rendite zu erzielen. Dies birgt erhebliche Risiken.

 

Daytrading hat aber auch einige Vorteile, man spart z.B. Swap-Kosten (Finanzierungskosten, Zinsen) bei gehebelten Derivaten, die sonst bei längerer Haltedauer über Nacht anfallen. Theoretisch kann man mit Daytrading reich werden.

 

ABER: Nicht umsonst üben Börsenhändler diesen Beruf schon Jahrzehnte aus, um irgendwann erfolgreich zu sein. Es sind detaillierte Kenntnisse des jeweiligen Marktes erforderlich. Richtiges Spezialwissen, was man nicht in 1-2 Jahren erwerben kann. Als Privatperson kommt man auch nicht an die Datensätze mit Marktinformationen, die großen Finanzhäusern zur Verfügung stehen. Um gegen den Markt zu gewinnen muss man wirklich Profi sein. Ähnlich wie beim Glücksspiel haben manche Trader am Anfang einfach nur Glück. Die angeborene Gier des Menschen treibt dann die ahnungslosen Anfänger ins Verderben. Schon so manches "Finanzgenie" ist vom Hochhaus gesprungen.

 

Daytrading als Hobby mit übersichtlichen Einzahlungen birgt kein großes Risko. Dem Totalverlust darf man dann aber auch keine Träne nachweinen. Aber vom Daytrading als Beruf können wir Neulingen auf dem Parkett nur abraten!! Das Risiko ist für Anfänger einfach nicht kalkulierbar.

 

Vielleicht informieren Sie sich über das Thema Frugalismus. Mit dieser Strategie kann man in einigen Jahren auch relativ viel Geld verdienen.

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Heino Zießnitz

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