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Alpian wird erste digitale Privatbank in der Schweiz

Autor: Thomas Breithaupt · Zuletzt aktualisiert: 29.03.24

Wirtschaft Finanzen Börse/Aktien · 5 Min. Lesedauer

Alpian wird erste digitale Privatbank in der Schweiz - Titelbild

Das Schweizer Fintech Alpian hat eine neue digitale Banking Plattform für wohlhabende Kunden eingeführt, wenn diese sich eine Mindesteinzahlung von 10.000 Franken leisten können.

Die erste Schweizer Digitalbank: Alpian

 

Alpian SA ist stolz darauf, die Eröffnung der ersten digitalen Privatbank der Schweiz bekannt zu geben, die speziell auf die Bedürfnisse von Kunden mit einem Vermögen zwischen 100.000 CHF und 1.000.000 CHF zugeschnitten ist. Die Bankgeschäfte werden auf der Temenos Banking Cloud betrieben, die auf Microsoft Azure gehostet wird.

 

Als digitale Privatbank möchte Alpian die Vorteile einer Privatbank an seine Kunden weitergeben. Das Fintech Unternehmen kombiniert maschinelle und menschliche Intelligenz, um vermögenden Schweizer Kunden Private-Banking-Dienstleistungen und Anlageexpertise anzubieten. Dabei wird das alltägliche Bankgeschäft in die digitale Plattform eingebettet und bietet auch die Möglichkeit, mit einer Debitkarte Zahlungen auszuführen, Bargeld abzuheben und Einkäufe zu tätigen.

 

Alpian verlangt eine Verwaltungsgebühr von 0,75 % und bietet Konten in vier Währungen (CHF, EUR, GBP, USD) an, die alle unter einer IBAN mit Temenos Multicurrency-Funktionalität verbunden sind. Als wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Neo-Banken haben Alpian-Kunden die Möglichkeit, einen In-App-Videoanruf mit einem in der Schweiz ansässigen Vermögensberater zu vereinbaren, um Fragen oder Anliegen zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl zu besprechen.

Schweizer Banken weltweit bekannt

 

Das Schweizer Bankengeheimnis ist vielen Menschen auf Anhieb ein Begriff. In den Weltkriegen hat die Schweiz immer versucht eine neutrale Position zu behalten und bediente Kunden aus aller Welt. Wer sein Geld in der Schweiz hat, fühlt sich sicher, wie z.B. die Recherchen von NDR,WDR und weiteren zeigen. Waffenhändler, Geldwäscher, Politiker aus Unrechtsstaaten, aber auch Manager, Sportler, Musiker, Hollywood-Schauspieler und Adelsfamilien - sie alle haben Geld bei Schweizer Banken. Und offenbar helfen die Banken Geld vor den Finanzbehörden zu verheimlichen oder zumindest den Ursprung des Geldes zu verschleiern.

 

Die Aktiengesellschaft Alpian SA muss sich dieses Vertrauen erst noch verdienen, aber hat einen guten Vertrauensbonus als Schweizer Bank in dem neutralen Land. Der Chef der digitalen Privatbank, Schuyler Weiss, möchte sein Unternehmen weiterentwickeln und bis zum Ende des Jahres 5.000 Kunden erreichen, die wiederum eine Mindesteinlage von 10.000 Franken bereitstellen müssen. Sollte das Ziel erreicht werden, hätte die Bank also mindestens 50.000.000 Franken als Rücklagen zur Verfügung.

 

Schuyler Weiss, CEO von Alpian, kommentierte: "Die Lancierung von Alpian, der ersten digitalen Privatbank der Schweiz, markiert einen Schritt nach vorne für die Branche. Dies ist unser erster wichtiger Meilenstein auf einer Reise, die noch viele weitere haben wird. Wir sind sehr stolz darauf, dieses Produkt auf den Schweizer Markt zu bringen und freuen uns bereits auf die zukünftigen Angebote, die wir unseren Kunden unterbreiten wollen."

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Alpian erhält Banklizenz von der FINMA

 

REYL Intesa Sanpaolo hat Alpian initiiert und erhielt im März 2022 eine Banklizenz von der Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA). Temenos setzt als technischer Partner die Kernbank- und Zahlungsverkehrsfunktionen um und nutzt die Sicherheit und Effizienz von Microsoft Azure, während alle Daten in lokalen Schweizer Rechenzentren gespeichert werden. Catrin Hinkel, CEO Microsoft Schweiz, fügte hinzu:

 

Wir freuen uns, Alpian bei der Lancierung dieser neuen digitalen Privatbank zu unterstützen. Mit Microsoft Azure und unseren vier lokalen Rechenzentren in der Schweiz verfügen Finanzunternehmen über die Infrastruktur und Sicherheit, um das Kundenerlebnis wirklich zu verbessern. Alpian hat genau das getan, und wir freuen uns darauf, zu sehen, wie es sich entwickelt, wenn es skaliert und seine Dienstleistungen auf dem Markt ausweitet.

 

Temenos ist die weltweit führende offene Plattform für Composable Banking und schafft täglich Möglichkeiten für über 1,2 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt, durch die Betreuung von über 3000 Banken in über 150 Ländern. Für die Eröffnung eines Kontos ist eine Überweisung von mindestens 10.000 CHF von einem auf Ihren Namen lautenden Schweizer oder FATF-Bankkonto erforderlich. Mit der FINMA Lizenz geht auch eine Aufsicht durch diese Behörde einher, wodurch Alpian das Konto bis zu 100.000 CHF versichert. Es fallen keine weiteren Gebühren zu den vorher genannten 0,75 % für das Verwaltungsmandat an. "Unser eigenes Team erhält Anreize durch Kundenzufriedenheitskennzahlen - nicht durch Produktverkäufe." lautet die Eigenwerbung von Alpian.


Thomas Breithaupt

Thomas Breithaupt

Redakteur

Mit einer Leidenschaft für Technik- und Finanzthemen war der Schritt vom Physikstudium zum Wirtschaftsjournalismus vorprogrammiert. Das analytische Denkvermögen hilft, sachlich zu berichten und neben der Entwicklung von Software eine fundierte Berichterstattung zu erstellen. Zwischen den Recherchen hilft Sport dabei, einen klaren Kopf zu bewahren und hält fit für den Surfurlaub.

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