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Namensschuldverschreibung bietet sicheres Wachstum und Rendite

Autor: Thomas Breithaupt · Zuletzt aktualisiert: 29.03.24

Wirtschaft Finanzen Börse/Aktien Recht · 9 Min. Lesedauer

Namensschuldverschreibung bietet sicheres Wachstum und Rendite - Titelbild

Unternehmen und staatliche Einrichtungen können Anleihen in vielen Formen ausgeben, z. B. als Namensschuldverschreibungen oder Inhaberschuldverschreibungen, wobei man als Anleger von einer vergleichsweise sicheren Rendite profitiert. Unternehmen verwenden häufig Anleihen, um Expansionen und Geschäftswachstum zu finanzieren, während staatliche Einrichtungen die Gelder für öffentliche Projekte verwenden. Viele Unternehmen bevorzugen sogar die Finanzierung mit Anleihen im Vergleich zur Finanzierung mit Aktien oder Eigenkapital, da die Eigentumsanteile nicht verwässert werden.

Was ist eine Namensschuldverschreibung?

Namensschuldverschreibungen umfassen Schuldverschreibungen, Namenspfandbriefe, Kommunalobligationen und Namens-Landesbodenbriefe und werden in der Regel für größere Beträge ab eine Million Euro von Unternehmen und Banken ausgestellt. Namensschuldverschreibungen werden nicht an der Börse gehandelt, müssen erst nach Ablauf der Frist beglichen werden und eignen sich daher nicht zur kurzfristigen Liquidierung.

Erklärung und Überblick

 

Überblick von Namensschuldverschreibungen:

  • Zu Namensschuldverschreibungen zählen: Schuldverschreibungen, Namenspfandbriefe, Sparbriefe, Kommunalobligationen, Landesbodenbriefe, Bundesschuldverschreibungen
  • Namensschuldverschreibungen werden als Anleihe eingeordnet, vergüten aber einen festen Zinssatz.
  • Namensschuldverschreibungen gehören zu den Anleihen, sind aber nicht an der Börse handelbar und können nicht ohne Weiteres zu Geld umgewandelt werden, da der Eigentümer mit Name und Adresse erwähnt ist.
  • Eine Weitergabe von Namensschuldverschreibungen ist nur mittels Zession (Abtretung) möglich, wobei ein Vertrag zwischen dem alten und neuen Gläubiger zustande kommt. Eine Legitimationsprüfung durch den Schuldner ist möglich, da eine Übertragung nicht vorgesehen ist.
  • Erwirbt ein Unternehmen eine Namensschuldverschreibung, erfolgt die Bilanzierung unter der Position „Forderungen“.

 

Definition von Namensschuldverschreibungen


Die Namensschuldverschreibung, auf Englisch registered bond, ist eine Schuldverschreibung, die in einer Urkunde den Namen und Adresse des Gläubigers und Schuldners, sowie die Summe und vereinbarte Fälligkeit für Rückzahlung und Zinszahlungen umfasst. Im Vergleich zu anderen Schuldverschreibungen sind Namensschuldverschreibungen am schwierigsten an eine andere Person zu übertragen.

Was ist eine Kommunalobligation?

In Kürze: Refinanzierung von Krediten an den Staat durch Banken.

Kommunalobligationen (Kommunalschuldverschreibungen oder öffentliche Pfandbriefe) sind Schuldverschreibungen, die nur von Kreditinstituten und Banken (Banklizenz) ausgegeben werden dürfen und zur Refinanzierung von Kommunalkrediten dienen. Kommunalobligationen zählen damit zu den sichersten Geldanlagen, da Gebietskörperschaften (Kommune, Bund, Länder etc.) als Kreditnehmer die höchste Bonität genießen.

Namensschuldverschreibung Beispiel

 

Beispiele für Namensschuldverschreibung sind staatliche Verwaltungen, Kommunen, Bundesstaaten oder Städte, die Anleihen aufnehmen, um eine Vielzahl von öffentlichen Projekten zu finanzieren, von Brücken bis hin zu Schulen, aber auch für allgemeine Zwecke. Der Markt für Kommunalanleihen ist in Deutschland in den letzten Jahren zurückgegangen. Auch in andere europäische und amerikanische Länder werden Anleihen von Provinzen und Kommunen in Form von Namensschuldverschreibung ausgegeben.

 

Agenturen und "quasi-staatliche" Anleihen: Zentralregierungen verfolgen verschiedene Ziele - z. B. die Förderung von erschwinglichem Wohnraum oder die Entwicklung von Kleinunternehmen - über Agenturen, von denen einige zur Unterstützung ihrer Tätigkeit Anleihen ausgeben. Einige Anleihen von Agenturen werden von der Zentralregierung garantiert, andere nicht. Supranationale Organisationen wie die Weltbank und die Europäische Investitionsbank nehmen ebenfalls Anleihen und Namensschuldverschreibung auf dem Anleihemarkt auf, um öffentliche Projekte und/oder Entwicklungen zu finanzieren.

 

Unternehmen greifen in der Regel auf andere Schuldverschreibungen zurück, um sich neues Kapital zu beschaffen. Dazu gehört zum Beispiel die Wandelschuldverschreibung und andere Formen einer Firmenbeteiligung, wobei die Anleger meistens an den Erfolg und Gewinnen des Unternehmens beteiligt werden.

Unterschiede Schuldverschreibung und Schuldscheindarlehen

 


Wenn Sie ein beständiges, festgelegtes Einkommen und ein geringes Risiko für Ihre Investitionen wünschen, sind Anleihen eine solide Option. Als Unternehmens- oder Staatsanleihen geben Anleihen ihren Inhabern Vorrang vor den Inhabern von Aktienanlagen (Aktien), wenn der Emittent ernsthafte finanzielle Probleme bekommt. Anleger müssen den Unterschied zwischen Inhaberschuldverschreibungen, die eher mit Bargeld vergleichbar sind, und Namensschuldverschreibungen kennen, die den Inhabern einen besseren Schutz bieten und eher mit Schecks als mit Bargeld vergleichbar sind.

 

Inhaberschuldverschreibungen


Wer Inhaberschuldverschreibungen besitzt, wird als Eigentümer behandelt und erhält die Zinszahlungen bei Fälligkeit. Der Unterschied gegenüber Namensschuldverschreibung ist, dass Inhaberschuldverschreibungen leicht gehandelt werden können, sogar täglich, müssen aber auch sorgfältig aufbewahrt werden, denn der Besitz der Anleihen ist alles. Derjenige, der das physische Dokument besitzt, das die Anleihe und ihre Bedingungen belegt, gilt als rechtmäßiger Eigentümer. Inhaberschuldverschreibungen müssen sicher vor Verlust oder Diebstahl aufbewahrt werden.

 

Namensschuldverschreibung


Namensschuldverschreibungen werden auf den Namen des rechtlichen Eigentümers eingetragen. Nur der zum Zeitpunkt der Zinszahlung eingetragene Eigentümer erhält die vereinbarte Ertragszahlung. Obwohl die meisten Namensschuldverschreibungen heute elektronisch verwaltet werden, ohne dass Papierzertifikate als physischer Nachweis ausgestellt werden, hat niemand außer dem eingetragenen Eigentümer einen Rechtsanspruch auf die Zinsen, unabhängig davon, welche Person oder Einrichtung im Besitz des physischen Anleihezertifikats ist.

 

Schuldscheindarlehen


Ein Schuldscheindarlehen ist ein Kredit, über welchen ein Schuldschein als Beweismittel ausgestellt wird. Der Schuldschein wird ähnlich wie eine Anleihe behandelt, wird aber im Gegensatz zu einer Anleihe nicht weiterverkauft. Eine Weiterveräußerung ist einzig durch Abtretung der Forderung oder Vertragsübernahme möglich. Emittenten eines Schuldscheindarlehens benötigen keine Börsenzulassung, da ein Schuldscheindarlehen nur außerbörslich gehandelt wird. Der Schuldschein selbst dient als Beweisurkunde für das Bestehen der Forderung des Gläubigers gegenüber einem Schuldner. Insofern ist ein Schuldscheindarlehen genauso wie eine Namensschuldverschreibung, der rechtliche Unterschied besteht nun darin, dass ein Schuldscheindarlehen als Darlehensvertrag behandelt wird und eine Namensschuldverschreibung als Wertpapier.

Namensschuldverschreibungen müssen nicht im Bankschließfach aufbewahrt werden
Namensschuldverschreibungen müssen nicht im Bankschließfach aufbewahrt werden

Namensschuldverschreibung Risiko


Ein Risiko für Namensschuldverschreibung, Inhaberschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen ist der Verlust der physischen Urkunde. Namensschuldverschreibungen haben den Vorteil, dass der Besitzer namentlich erwähnt ist und so vor Diebstahl oder böswilligen Absichten besser geschützt ist.

 

Verlust der Namensschuldverschreibung


Ist die Urkunde der Namensschuldverschreibung verloren gegangen, geht das hierin verbriefte Recht jedoch nicht verloren. Erforderlich zur Umsetzung von Rechten aus verloren gegangenen Namensschuldverschreibungen ist dann eine Kraftloserklärung nach abgeschlossenem Aufgebotsverfahren. Durch ein Gericht wird die verloren gegangene Urkunde gegen ein Ausschließungsbeschluss der Kraftloserklärung ersetzt und verschafft dem Inhaber die ursprüngliche Rechtsstellung. Das Aufgebotsverfahren ist allgemein für Namenspapiere gesetzlich vorgesehen. Zur Sicherstellung der korrekten Vertragspartner wird bei Ausstellung und bei Ablauf der Frist ein Legitimationsverfahren durchgeführt. Durch den zusätzlichen bürokratischen Aufwand werden Namensschuldverschreibung erst ab größeren Beträgen abgeschlossen.

 

Insolvenz des Emittenten


Die Namensschuldverschreibungen sind nachrangig, daher entfallen Zinsen und Rückzahlungen an den Gläubiger bei einer Insolvenz des Schuldners. Nachrangig bedeutet, dass zuerst andere Forderungen bedient. Daher sind Namensschuldverschreibungen von Unternehmen mit einem deutlich höheren Risiko zu betrachten, als Namensschuldverschreibungen von staatlichen Einrichtungen. Dazu sollte das zuständige Kreditinstitut seriös sein und über ausreichende Mittel mit entsprechender Bonität verfügen. Namensschuldverschreibungen können auch mit variablem Zinssatz ausgestellt werden. Das trägt man das Zinsrisiko der Namensschuldverschreibungen, wenn sich die Geldanlage z.B. an den Leitzinsen orientiert. In diesem Fall kann es zu einem Zinsausfall kommen und der Anleger erhält lediglich seine Einlage am Ende der Laufzeit wieder zurück.

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Für wen sind Namensschuldverschreibung sinnvoll?


Namensschuldverschreibungen eignen sich weniger für private Anleger. Die Finanzprodukte werden hauptsächlich von institutionellen Anlegern genutzt. Insbesondere Versicherungen wie die Debeka zählen zu dieser Gruppe. Besonders Lebensversicherungen erwerben bevorzugt Namensschuldverschreibung, da Wertschwankungen vermieden werden, aber dennoch eine Rendite erzielt werden kann. Für kleinere Anleger mit geringem Risiko eigenen sich z.B. Bundesschatzbriefe oder langfristige Investitionen in ETFs. Für eine individuelle Beratung sollten Sie sich einen seriösen Ansprechpartner wie die JDC Group AG suchen. Mit smarter Finanzvertriebstechnologie beobachtet das Advisortech den gesamten Markt, um die besten Produkte zu finden.

 

Staatliche Institute wie Kommunen und Länder nutzen ebenfalls Gelder von Versicherungen und weiteren institutionellen Anlegern, um öffentliche Projekte mit Namensschuldverschreibungen zu finanzieren. Die AXA Versicherung hat festgestellt, dass „im Nachgang der zurückliegenden Finanzkrise sowohl die ausstehenden Volumina öffentlicher Pfandbriefe als auch die Nettoneuemissionen von Anleihen der öffentlichen Hand in Deutschland signifikant reduziert“ hat. „Insbesondere der Trend bei den öffentlichen Pfandbriefen seit 2005 hat dazu geführt, dass dieser Sektor als aussterbendes Format von den Finanzinvestoren wahrgenommen wird; dies ist im besonderen Maße umfangreichen Bilanzverkürzungen bei den Landes- und Investitionsbanken“

Namensschuldverschreibung Muster

 

Ein Muster für eine Namensschuldverschreibung mit den wichtigsten Punkten vom Land Niedersachsen Sie hier. Die Namensschuldverschreibungen muss folgende Informationen festhalten:

  • Name des Emittenten
  • Name des Gläubigers
  • Betrag der Summe in Zahlen und Buchstaben
  • Laufzeit und Datum der Rückzahlung
  • Zinssatz mit Auszahlungszeitraum
  • Vertragsbedingungen zur Zinsberechnung, Kündigungsgründe, Verpflichtungen und gerichtliche Zuständigkeit
  • Unterschriften der berechtigten Personen
 

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Thomas Breithaupt

Thomas Breithaupt

Redakteur

Mit einer Leidenschaft für Technik- und Finanzthemen war der Schritt vom Physikstudium zum Wirtschaftsjournalismus vorprogrammiert. Das analytische Denkvermögen hilft, sachlich zu berichten und neben der Entwicklung von Software eine fundierte Berichterstattung zu erstellen. Zwischen den Recherchen hilft Sport dabei, einen klaren Kopf zu bewahren und hält fit für den Surfurlaub.

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