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Rente Prognose 2030: Wie hoch fällt die gesetzliche Rente tatsächlich aus?

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 18.02.26

Finanzen · 10 Min. Lesedauer

Rente Prognose 2030: Wie hoch fällt die gesetzliche Rente tatsächlich aus? - Titelbild

Rente 2030 Prognose: Konkrete Zahlen, Szenarien und reale Kaufkraft im Überblick

Die Rentenentwicklung bis 2030 ist mehr als eine politische Debatte – sie betrifft Millionen heutiger und künftiger Rentner. Bis zum Ende des Jahrzehnts entscheiden Demografie, Lohnentwicklung und Reformpolitik über Stabilität und Kaufkraft. 

 
Das Wichtigste in Kürze

 

  • Nominal steigen die Renten voraussichtlich weiter. Bei moderatem Wachstum sind jährliche Anpassungen zwischen 2 und 3,5 Prozent plausibel.

 

  • Das Rentenniveau bleibt bis 2031 gesetzlich bei 48 Prozent stabilisiert. Für die Jahre danach hängt die Entwicklung von politischen Entscheidungen ab.

 

  • Der Beitragssatz dürfte steigen. Prognosen rechnen bis 2030 mit Werten um 20 Prozent, vielleicht auch leicht darüber.

 

  • Die Babyboomer belasten das System massiv. Zwischen 2026 und 2030 erreicht der Renteneintritt dieser Jahrgänge seinen Höhepunkt.

 

  • Reale Kaufkraft bleibt der Unsicherheitsfaktor. Bei einer dauerhaft hoher Inflation verlieren Rentenerhöhungen an Wirkung.

Konkrete Rentenentwicklung bis 2030

 

Nominal ist bis 2030 ein kumulierter Anstieg der gesetzlichen Rente von rund 17 bis 18 Prozent realistisch.

 

Die Rentenprognose bis 2030 orientiert sich maßgeblich an der Lohnentwicklung. Da die Rentenanpassung an die durchschnittlichen Bruttolöhne gekoppelt ist, wirken sich stabile Tarifsteigerungen direkt auf die Rentenhöhe aus – allerdings zeitverzögert und unter Berücksichtigung gesetzlicher Dämpfungsfaktoren, wie z.B. des Nachhaltigkeitsfaktors.

 

Geht man von einem durchschnittlichen jährlichen Lohnwachstum zwischen 2,5 und 3 Prozent aus, ergibt sich folgende Modellrechnung mit einem Index von 100 (Stand 2024).

 

Jahr Durchschnittliche Anpassung Rentenindex (2024 = 100)
2025 +3 % 103
2026 +2,5 % 105,6
2027 +3 % 108,8
2028 +2,5 % 111,5
2029 +3 % 114,9
2030 +2,5 % 117,8


Bis 2030 läge die gesetzliche Rente damit voraussichtlich rund 17,8 Prozent über dem Niveau von 2024 – zumindest nominal.

 

Wichtig ist jedoch diese Einordnung:

 

Diese Entwicklung setzt stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen voraus. Höhere Inflation, schwächeres Lohnwachstum oder politische Eingriffe können die Dynamik verändern. In der Praxis zeigt sich daher, dass nominale Steigerungen allein wenig über die tatsächliche Kaufkraft aussagen – entscheidend bleibt das Verhältnis zwischen Rentenanpassung und Preisentwicklung.

Rentenniveau bis 2030 im Detail

 

Was ist das Rentenniveau?

 

Das Rentenniveau beschreibt das Verhältnis der Standardrente (Eckrente) zur Durchschnittsvergütung aller Beschäftigten. Es bildet ab, welchen Anteil des durchschnittlichen Bruttolohns ein Standardrentner (mit 45 Entgeltpunkten) als gesetzliche Rente erhält – vor Steuern und ohne Kranken-/Pflegeversicherungsbeiträge.

Ohne weitere Reformen dürfte das Rentenniveau leicht sinken.

 

Beispielrechnung für 2030

 

Verdienst eines Standardarbeitnehmers: 3.500 € brutto/Monat = Standardrente: 1.680 € pro Monat (48 % von 3.500 € = 1.680 €)

 

Das ist eine grobe Näherung ohne Abzüge, individuelle Rentenfallgestaltungen oder steuerliche Belastungen. Tatsächlich beeinflussen Beitragsdauer, Kindererziehungszeiten, Teilzeitphasen oder vorzeitige Rentenbeginn-Zuschläge/Kürzungen die Rente stark.

 
Prognose des Rentenniveaus bis 2030

 

Ohne politische Gegensteuerung

 

Projektionen, die vor der aktuellen Gesetzgebung erstellt wurden, gingen davon aus, dass das gesetzliche Rentenniveau bis 2030 unter den bisherigen Mindestwert von 48 % sinken könnte – bis auf etwa 44%.

 

Im Einzelnen wäre das stark von demografischer Entwicklung, Lohnwachstum und dem Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern abhängig gewesen.

 

Mit aktueller Rentenreform („Rentenpaket 2025“)

 

Die große Koalition im Deutschen Bundestag hat Ende 2025 ein Rentenpaket beschlossen, das eine „Haltelinie“ beim Rentenniveau von 48% bis einschließlich 2031 garantiert. Dieses Mindestniveau soll durch Bundeszuschüsse gestützt werden, sodass das gesetzliche Rentenniveau bis 2031 nicht unter 48 % fällt.

 
Wichtige Grenzen und Unsicherheiten

 

Nach 2031

 

Die gesetzliche Haltelinie auf 48 % gilt nur bis 2031. Danach könnte das Rentenniveau wieder sinken, wenn keine weitere politische Entscheidung folgt.

 

Realwirtschaftliche Entwicklung

 

Das tatsächliche Rentenniveau hängt von mehreren Faktoren ab:

 

Lohnentwicklung

  • demografische Entwicklung (Beitragszahler vs. Rentner)
  • Beitragssatzentwicklung (derzeit ca.18,6 % und leicht steigend)
    gesetzlicher Rentenanpassungsformel inklusive Nachhaltigkeitsfaktor

 

Unterschied brutto vs. netto

  • Die 48 % beziehen sich vor Steuern und Sozialbeiträgen auf die Durchschnittsvergütung.
  • Nach Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen (insgesamt 13-14 %) sowie Steuern fällt die verfügbare Rente niedriger aus.

Beitragssatz: Was Arbeitnehmer erwartet

 

Beitragssatz zur Rentenversicherung – kompakte Zusammenfassung 

 

Stand 2026:

 

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt aktuell bei 18,6 % des Bruttolohns.

  • Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen jeweils 9,3 %.

 

Erwartete Entwicklung:

 

Mittelfristig gilt ein Anstieg auf etwa 20-21% bis 2030 als realistisch, wenn das Rentenniveau stabil bleibt und keine größeren Reformen erfolgen.

 

Konkrete Auswirkung für Arbeitnehmer:

 

Bei 3.500 € Monatsbrutto:

 

  • Heute (18,6 %): ca. 325 € Arbeitnehmeranteil
  • Bei 21 %: ca. 368 € Arbeitnehmeranteil
  • ca.42 € mehr pro Monat

 

Bedeutung in der Praxis:

 

Höhere Rentenbeiträge

 

  • senken das Nettoeinkommen von Beschäftigten
  • erhöhen die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber
  • verteuern damit Beschäftigung insgesamt

 

Wichtig:

 

Der Anstieg auf 20-21 % ist noch keine beschlossene Maßnahme, sondern basiert auf langfristigen Finanzprojektionen. Der aktuelle gesetzliche Satz bleibt zunächst bei 18,6 %.

Demografie: Der Kipppunkt 2026-2030

 

  • Geburtenstarke Jahrgänge gehen in Rente: Ein starker Anstieg der Rentnerzahlen ist in diesen Jahren besonders spürbar.
  • Altenquotient steigt weiter: Es werden mehr Rentner je 100 Erwerbstätige erwartet als heute.
  • Finanzielle Belastung wächst: Da immer weniger Beitragszahler für mehr Rentner zahlen, wird der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung voraussichtlich weiter steigen, um das System zu stabilisiert

 

Demografischer Wandel: Alternde Gesellschaft

 

Steigende Zahl der älteren Menschen

 

Deutschland altert weiter deutlich: Die Zahl der Menschen im Rentenalter (ab 65 oder 67 Jahren) wächst in den kommenden Jahren deutlich – unter anderem, weil die geburtenstarken Jahrgänge der späten 1950er und 1960er Jahre („Babyboomer“) sukzessive in den Ruhestand gehen.

 

Destatis-Prognosen zeigen, dass die Zahl der Personen im Rentenalter (67 +) bis Ende der 2030er Jahre um mehrere Millionen steigen wird.
 
Altenquotient (Rentner pro 100 Erwerbstätige)

 

Der Altenquotient gibt an, wie viele Menschen im Rentenalter auf jeweils 100 Personen im erwerbsfähigen Alter kommen:

 

  • 2024 lag der Altenquotient bei etwa 33-39, je nach Definition, das heißt etwa 33-39 ältere Personen pro 100 Erwerbstätige bzw. Personen im Erwerbsalter (20-66 Jahre).

 

  • Langfristige Projektionen gehen davon aus, dass dieser Quotient in den nächsten Jahrzehnten weiter steigt, da die Babyboomer-Jahrgänge in Rente gehen und zugleich die Zahl der Erwerbsfähigen sinkt.

 

  • Eine typische Modellvorhersage (ältere Quellen) legte nahe, dass der Altenquotient bis 2030 deutlich über dem heutigen Wert liegen wird, etwa im mittleren Bereich zwischen 40 und 50 Rentnern pro 100 Erwerbstätige – abhängig von der Berechnungsdefinition.

 

Das bedeutet konkret: auf 100 Erwerbstätige kommen zukünftig immer mehr Rentner – der finanzielle Druck auf Umlagefinanzierung und Sozialkassen wächst.

 
Konsequenz für die Rentenfinanzierung – Bundeszuschüsse steigen

 

Die Rentenversicherung wird zunehmend auf Steuermittel angewiesen sein, um Leistungen und Rentenniveau zu stabilisieren, weil immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen müssen.

 

Schon heute fließen jährliche Bundeszuschüsse in hoher dreistelliger Milliardenhöhe in die Rentenkasse, um Lücken im System auszugleichen – insbesondere zur Finanzierung von Leistungen, die nicht allein über Beiträge gedeckt werden können. 

 

Praxis: Der Anteil der Bundeszuschüsse an den Ausgaben der Rentenversicherung lag über längere Zeit bei etwa 23 % der Gesamtaufwendungen.

Konkretes Beispiel zur Rente 2030 Prognose:

50 Jahre, 60.000 € Jahresbrutto

 

Beispiel:

 

Nehmen wir einen 50-jährigen Mann mit einem Bruttojahreseinkommen von 60.000 Euro, der bis zum regulären Renteneintritt mit 67 Jahren durchgehend sozialversicherungspflichtig beschäftigt bleibt.

 

Frage: Wie hoch fällt seine gesetzliche Rente im Jahr 2030 realistisch aus?

 

  • In der gesetzlichen Rentenversicherung wird das Einkommen in sogenannte Entgeltpunkte umgerechnet. Ein Entgeltpunkt entspricht dem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen aller Versicherten. Liegt dieses bei rund 45.000 Euro, ergeben 60.000 Euro Einkommen etwa 1,33 bis 1,35 Entgeltpunkte pro Jahr. Wer also überdurchschnittlich verdient, sammelt auch überdurchschnittlich viele Rentenansprüche.

 

  • Unterstellen wir, dass der Arbeitnehmer mit 25 Jahren ins Berufsleben eingestiegen ist und bislang 25 Beitragsjahre mit durchschnittlich 1,2 Entgeltpunkten pro Jahr erworben hat. Das entspricht rund 30 Entgeltpunkten. Bis zum 67. Lebensjahr verbleiben weitere 17 Jahre. Bei gleichbleibendem Einkommen kämen nochmals rund 23 Entgeltpunkte hinzu. Insgesamt läge er damit bei etwa 53 Entgeltpunkten.

 

  • Der aktuelle Rentenwert – also der Betrag pro Entgeltpunkt – liegt bei 37,60 Euro monatlich. Multipliziert mit 53 Entgeltpunkten ergibt das eine monatliche Bruttorente von 1.990 Euro nach heutigem Stand. Im Rahmen einer realistischen Rentenprognose für 2030, die von einem nominalen Rentenanstieg von etwa 15 bis 20 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts ausgeht, könnte der Rentenwert auf ca. 44 Euro steigen. Damit würde die prognostizierte Bruttorente bei etwa 2.300 bis 2.350 Euro pro Monat liegen.

 

  • Entscheidend ist jedoch die Nettobetrachtung. Von der Bruttorente gehen rund 13 Prozent für Kranken- und Pflegeversicherung ab. Zusätzlich fällt – abhängig vom Gesamteinkommen – Einkommensteuer an. Realistisch verbleiben in diesem Szenario ca. 1.900 bis 2.000 Euro Nettorente pro Monat.

 

Für die Bewertung der Rente 2030 ist jedoch die reale Kaufkraft ausschlaggebend. Bei einer moderaten Inflation von zwei Prozent jährlich bliebe die Kaufkraft weitgehend stabil. Bei dauerhaft vier Prozent Inflation hingegen würde die reale Kaufkraft deutlich sinken. In heutiger Rechnung entspräche die Rente dann eher 1.700 bis 1.800 Euro.

 

Das Beispiel zeigt deutlich: Selbst bei einem Jahresbrutto von 60.000 Euro erreicht die gesetzliche Rente voraussichtlich nur rund 45 bis 50 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Die Prognose verdeutlicht damit, dass nominale Rentensteigerungen wahrscheinlich sind, die Sicherung des bisherigen Lebensstandards jedoch zunehmend von Inflation und zusätzlicher Vorsorge abhängt.

Inflation: Szenarioanalyse bis 2030

 

Bei 2 % Inflation bleibt Kaufkraft weitgehend stabil, bei 4 % sinkt sie deutlich.

 

Szenario 1 – Moderate Inflation (2 % jährlich)

 

Nominal +17 %, real etwa +5-7 %
= Leichter Kaufkraftgewinn

 

Szenario 2 – Hohe Inflation (4 % jährlich)

 

Nominal +17 %, real etwa −5 %.
= Kaufkraftverlust trotz Rentenerhöhung

 

Die reale Wirkung der Rente 2030 hängt primär von der Preisentwicklung ab.

Steuerliche Belastung bis 2030

 

  • Der steuerpflichtige Anteil der Rente steigt weiter an.
  • Wer 2030 neu in Rente geht, muss voraussichtlich rund 86 % seiner gesetzlichen Rente versteuern, nicht 90 %.
  • Die tatsächliche Steuerbelastung hängt immer vom individuellen Gesamteinkommen ab.

 

Steuerpflichtiger Anteil steigt weiter

 

Seit Einführung der nachgelagerten Besteuerung (Alterseinkünftegesetz) steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente für jeden neuen Rentnerjahrgang schrittweise an.

 

  • 2026: 84 % der Rente steuerpflichtig
  • Der Anteil steigt jährlich um 0,5 Prozentpunkte
  • 2030: voraussichtlich 86 % steuerpflichtig

 

Damit wären für Neurentner 2030 noch 14 % der Rente steuerfrei (dauerhaft festgeschriebener Rentenfreibetrag).

 

Hinweis: Die oft genannten „90 % im Jahr 2030“ entsprechen nicht der aktuellen gesetzlichen Stufenregelung. 90 % würden erst einige Jahre später erreicht.

 
Was bedeutet das konkret?

 

Beispiel 2030:

  • Jahresbruttorente = 24.000 €
  • 86 % steuerpflichtig = 20.640 €
  • 14 % steuerfrei = 3.360 € (bleibt lebenslang fix)

 

Steuer hängt vom Gesamteinkommen ab

 

Ob tatsächlich Einkommensteuer gezahlt wird, hängt ab von:

 

  • Höhe der Rente
  • weiteren Einkünften (z.B. Betriebsrente, Mieteinnahmen, Nebenjob)
  • Grundfreibetrag
  • abziehbaren Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen

 

Nur wenn das zu versteuernde Einkommen über dem jeweiligen Grundfreibetrag liegt, fällt Einkommensteuer an.

Interview: Warum ist private Altersvorsorge heute so besonders wichtig?

 

mit Matthias May, Finanzberater und Geschäftsführer von May-Finanz

 

Herr May, warum sollte jeder heute über private Altersvorsorge nachdenken?

 

Matthias May:

„In Deutschland kann man sich nicht mehr darauf verlassen, dass die gesetzliche Rente allein im Alter den Lebensstandard sichert. Die demografische Entwicklung und finanzielle Belastungen unserer Sozialsysteme machen klar, dass die gesetzliche Rente in vielen Fällen nur eine Grundversorgung darstellt. Das bedeutet: Wer seinen gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand halten will, muss frühzeitig privat vorsorgen.“

 
Wie ergänzt private Vorsorge die gesetzliche Rente konkret?

 

Matthias May:

„Private Altersvorsorge schafft zusätzliche Einkommensquellen im Alter, die unabhängig vom aktuellen Beitragssystem der gesetzlichen Rentenversicherung sind. Durch frühzeitiges, langfristiges Sparen und Investieren – zum Beispiel über ETF-basierte Strategien oder andere Anlageformen – kann man Vorsorgelücken schließen und finanzielle Sicherheit schaffen.“

 
Viele Menschen zögern mit dem Sparen für das Alter – was würden Sie ihnen sagen?

 

Matthias May:

„Ein großer Vorteil der privaten Vorsorge ist der Zinseszinseffekt: Je früher man beginnt, desto stärker wächst das Kapital über die Jahre. Selbst kleine regelmäßige Beiträge können über Jahrzehnte ein erhebliches Vermögen aufbauen. Das macht den Unterschied zwischen einer Grundversorgung und einem komfortablen Ruhestand aus.“

 
Welche Rolle spielt eine individuelle Finanzberatung dabei?

 

Matthias May:

„Jeder hat unterschiedliche Lebensziele, Risikoneigungen und finanzielle Möglichkeiten. Darum ist eine maßgeschneiderte Altersvorsorgeplanung wichtig. Wir analysieren die Situation jedes Kunden individuell, erstellen Konzepte, die steuerliche Optimierung, langfristigen Vermögensaufbau und Risikoaspekte berücksichtigen. Nur so kann man eine wirklich tragfähige Vorsorge sichern.“

 
Welche Vorsorgestrategien empfehlen Sie grundsätzlich?

 

Matthias May:

„Ich setze auf breit gestreute, risikooptimierte Strategien – etwa über ETF-Portfolios – kombiniert mit langfristiger Planung. Dazu gehört auch, steuerliche Vorteile zu nutzen und nicht nur auf kurzfristige Renditen zu schauen. Private Vorsorge ist kein kurzfristiges Projekt, sondern eine lebenslange Strategie.“

 
Abschließend: Was ist Ihre Kernbotschaft zur privaten Altersvorsorge?

 

Matthias May:

„Private Altersvorsorge ist heute kein Luxus mehr, sondern eine notwendige Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Je früher man sich damit beschäftigt und je besser die Strategie auf die persönlichen Ziele abgestimmt ist, desto höher sind die Chancen auf einen finanziell unabhängigen und sorgenfreien Ruhestand.“

 

Kontaktdaten:
Matthias May Finanz

Marienstraße 2a, 92353 Postbauer-Heng

Telefon: +49 9180 6242110
E-Mail: may@may-finanz.de
Homepage: www.may-finanz.de

Reformoptionen und ihre Wirkung

 

Ohne strukturelle Reformen geraten die Finanzen der gesetzlichen Rente weiter unter Druck.

 

Konsequenz wäre mittelfristig:

 

  • Steigende Beitragssätze für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
  • Höhere Bundeszuschüsse aus Steuermitteln
  • oder ein sinkendes Rentenniveau

 

Diskutierte Reformmaßnahmen

 

Kapitalgedeckte Zusatzsäule

 

Idee:

Aufbau einer staatlich organisierten oder verpflichtenden kapitalgedeckten Ergänzung zur Umlagerente (z.B. staatliche Fonds).

 

Wirkung:

 

  • Entlastet langfristig das Umlagesystem
  • Schafft zusätzliche Renditequellen
  • Benötigt jedoch Übergangsfinanzierung („Doppelbelastung“ der heutigen Generation)

 

Lastenverteilung:
Kurzfristig höhere Belastung der Erwerbstätigen, langfristig Entlastung künftiger Beitragszahler.

 

 

Späterer Renteneintritt

 

Idee: 

Anhebung des gesetzlichen Rentenalters über 67 hinaus oder Kopplung an die Lebenserwartung.

 

Wirkung:

 

  • Mehr Beitragsjahre
  • Kürzere Rentenbezugsdauer
  • Starke finanzielle Entlastung des Systems

 

Risiko:
Belastung für körperlich stark beanspruchte Berufsgruppen.

 

Lastenverteilung:
Hauptsächlich auf künftige Rentner (längere Erwerbsphase).

 

 

Erwerbstätigkeit über 67 hinaus fördern

 

Idee: Steuerliche Anreize, flexible Übergänge, Hinzuverdienstmodelle.

 

Wirkung:

 

  • Mehr Beitragszahlungen
  • Entlastung der Rentenkasse
  • Erhalt von Fachkräften

 

Lastenverteilung:
Freiwillige Verschiebung von Lasten – wirkt weniger stark als eine gesetzliche Altersanhebung.

 

 

Stärkere Zuwanderung

 

Idee: Mehr qualifizierte Erwerbsmigration zur Stabilisierung der Beitragsbasis.

 

Wirkung:

 

  • Kurz- bis mittelfristige Entlastung
  • Höhere Beitragszahlerzahl
  • Integrationserfolg entscheidend

 

Grenze:
Auch Zuwanderer werden langfristig selbst rentenberechtigt. Auch der Nachzug älterer Familienangehöriger muss ebachtet werden.

 

Lastenverteilung:
Breitere Finanzierungsbasis, aber keine dauerhafte Lösung allein.

Wer ist besonders betroffen?

 

Niedrigverdiener und Teilzeitbeschäftigte tragen das größte Risiko.

 

Unterbrochene Erwerbsbiografien führen zu niedrigeren Entgeltpunkten – der zentralen Berechnungsgröße der gesetzlichen Rente. Ein Entgeltpunkt entspricht dem Durchschnittseinkommen eines Jahres.

 

Mini-Case:

 

  • Problem: 30 Beitragsjahre statt 45.
  • Folge: Rund ein Drittel der Rentner erhalten eine geringere Rente als die Standardrente.

Fazit

 

Die Rente bis 2030 zeigt ein System unter strukturellem Druck, aber ohne akute Instabilität. Nominale Steigerungen sind wahrscheinlich, reale Zugewinne jedoch nicht garantiert. Entscheidend bleiben Inflation, Reformbereitschaft und wirtschaftliche Entwicklung – nicht allein die Rentenanpassungsformel.

Quellenverzeichnis

 

Deutsche Rentenversicherung – Rentenanpassung und Statistik
https://www.deutsche-rentenversicherung.de

 

Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Rentenversicherungsbericht
https://www.bmas.de

 

Statistisches Bundesamt – Bevölkerungsvorausberechnung
https://www.destatis.de

 

Deutsche Bundesbank – Monatsberichte
https://www.bundesbank.de

 

Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de

Weiterführende Links

 

OECD – Pensions at a Glance
https://www.oecd.org

 

DIW Berlin – Rentenstudien
https://www.diw.de

 

ifo Institut – Sozialpolitik
https://www.ifo.de

 

IW Köln – Demografieanalysen
https://www.iwkoeln.de

 

Bundeszentrale für politische Bildung – Altersvorsorge
https://www.bpb.de

 

Europäische Kommission – Ageing Report
https://economy-finance.ec.europa.eu

 

Sozialverband VdK – Rentenpolitik
https://www.vdk.de

 

Deutsche Rentenversicherung – Rentenrechner
https://www.deutsche-rentenversicherung.de

 

Bundesbank – Demografischer Wandel
https://www.bundesbank.de

 

Institut für Weltwirtschaft – Sozialstaatsanalysen
https://www.ifw-kiel.de


Heino Zießnitz

Heino Zießnitz

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