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TOP ETFs 2025: Favoriten im Überblick

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 27.05.25

Börse/Aktien · 8 Min. Lesedauer

TOP ETFs 2025: Favoriten im Überblick - Titelbild

ETFs sind 2025 für Anleger beliebter denn je: ETFs bieten eine kostengünstige, transparente und flexible Möglichkeit, breit gestreut in globale Märkte zu investieren.

 

Ob für Einsteiger oder erfahrene Investoren: Mit nur wenigen Produkten lässt sich ein effizientes Portfolio für nahezu jedes Anlageziel zusammenstellen.

 

Das Wichtigste in Kürze - Beste ETFs 2025:

 

Welt-ETFs als Basisinvestment

Globale ETFs wie der iShares Core MSCI World bieten mit über 1.500 Aktien aus Industrieländern eine breite Streuung. Sie sind kostengünstig, liquide und eignen sich ideal als Grundbaustein für jedes Depot.

 

USA- und Tech-ETFs mit hoher Dynamik

S&P-500-ETFs und Nasdaq-100-ETFs ermöglichen gezielte Investments in wachstumsstarke US-Technologieunternehmen wie Apple, Microsoft und NVIDIA. Diese ETFs profitieren von der Innovationskraft der US-Wirtschaft, bergen aber Klumpenrisiken.

 

Nachhaltige ESG-ETFs im Trend

Immer mehr Anleger achten 2025 auf ökologische und soziale Standards – ESG-ETFs filtern kontroverse Branchen aus. Beliebte Varianten sind etwa der MSCI World SRI oder Clean-Energy-ETFs.

 

Emerging Markets als Rendite-Booster

Schwellenländer-ETFs wie der Xtrackers MSCI Emerging Markets bieten Zugang zu wachstumsstarken Regionen wie China, Indien und Brasilien. Sie sind volatiler, aber langfristig renditestark und ergänzen Welt-ETFs sinnvoll.

 

Passende ETFs für jedes Risikoprofil

Vom konservativen Anleihefokus bis zum wachstumsorientierten Aktienportfolio – 2025 gibt es für jeden Anlegertyp passende ETF-Kombinationen. Multi-Asset-ETFs oder eigene Strategien ermöglichen eine optimale Ausrichtung je nach Zeithorizont und Risiko.

Die  Top 10 ETFs 2025 - Unsere Empfehlungen für Anleger

 

 

ETF-Name

 

ISIN / WKN Kategorie Warum empfehlenswert?
iShares Core MSCI World UCITS ETF  IE00B4L5Y983  A0RPWH  Welt (Industrieländer)
  • Sehr breit gestreut
  • kostengünstig (TER 0,20 %)
  • ideal für Einsteiger und Sparpläne
iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF  IE00BKM4GZ66 A111X9 Schwellenländer
  • Gute Ergänzung zu Welt-ETFs
  • enthält auch Mid- und Small-Caps
  • physisch repliziert
iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc)  IE00B5BMR087 A0YEDG Standardwerte
  • Extrem kostengünstig (TER 0,07 %)
  • marktführend
  • Top-Performance bei US-Tech
Amundi MSCI World UCITS ETF  LU1681043599 A2H59Q Welt (günstig)
  • Günstige TER (~0,18 %)
  • gute Alternative zu iShares
  • thesaurierend – ideal für langfristigen Vermögensaufbau
iShares MSCI World SRI UCITS ETF  E00BYX2JD69  A2DPF0 Nachhaltigkeit 
  • Nachhaltiger Welt-ETF
  • 25 % bestbewertete Unternehmen nach ESG
  • geeignet für bewusste Investoren
Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF 1C  IE00BTJRMP35 A1W56P Schwellenländer
  • Größter EM-ETF
  • TER 0,18 %
  • sehr liquide und stark diversifiziert
iShares Nasdaq-100 UCITS ETF (Acc) IE00B53SZB19 A0YEDL Technologie
  • Zugang zu den 100 größten Tech-Aktien der Nasdaq
  • hohes Wachstumspotenzial
SPDR MSCI World Health Care UCITS ETF  IE00BMW3QX54 A2PX9R Gesundheit
  • Solider Sektor-ETF
  • defensive Branche mit langfristigem Wachstumspotenzial
iShares Global Clean Energy UCITS ETF IE00B1XNHC34 A0MW0M Erneuerbare Energien 
  • Themen-ETF auf saubere Energie
  • beliebt bei ESG-Investoren – aber volatil
Vanguard FTSE All-World UCITS ETF  IE00B3RBWM25 A1JX52 Welt + EM
  • deckt Industrie- und Schwellenländer in einem ETF ab
  • ideal für einfache All-in-One-Lösung

 

Wichtige Auswahlkriterien für ETFs 2025


Bei der ETF-Auswahl sollten Anleger auf diese Kriterien achten, um fundierte Entscheidungen bei ihrer Anlage zu treffen.

 

Hier die wichtigsten Faktoren im Überblick:

 

Gesamtkostenquote (TER)

Niedrige laufende Kosten sind ein entscheidendes Argument, da hohe Gebühren die Rendite schmälern. Die Total Expense Ratio (TER) ermöglicht einen groben Kostenvergleich zwischen ETF. Viele Top-ETFs bieten TERs unter 0,2 % p.a. – einige globale ETFs sogar ab ~0,07 % p.a.. Neben der TER sollte man auch auf zusätzliche Handelskosten, Tracking-Differenzen und das Verhältnis von Kosten zu erzielter Rendite achten.


Fondsvolumen und Liquidität

Ein hohes Fondsvolumen spricht für einen etablierten ETF. Ab etwa 100 Mio. € Fondsvolumen gilt ein ETF als wirtschaftlich gesichert und das Risiko einer Schließung ist gering. Große ETFs (oft mehrere Milliarden Euro schwer) bieten meist auch höhere Liquidität, was engere Spreads und einfacheren Handel bedeutet.


Replikationsmethode

ETFs bilden Indizes physisch oder synthetisch nach. Physische ETFs kaufen die Indexwerte direkt, während synthetische ETFs die Performance über Tauschgeschäfte (Swaps) erzielen.

 

Beide Methoden liefern in der Regel eine zuverlässige Abbildung des Index (die Qualität wird durch die Methode nicht beeinträchtigt). Viele Anleger bevorzugen physische ETFs wegen der Transparenz, während synthetische ETFs manchmal geringere Tracking Error aufweisen können.


Ertragsverwendung (thesaurierend vs. ausschüttend)

Thesaurierende ETFs (auch akkumulierend genannt) reinvestieren Dividenden und Zinsen automatisch im Fonds, was den Wert des ETF-Anteils steigert und den Zinseszinseffekt fördert. Ausschüttende ETFs kehren Erträge regelmäßig an die Anleger aus.

 

Die Wahl hängt von der Strategie ab: Langfristig Vermögensaufbauende bevorzugen oft thesaurierende Fonds, während Einkommensorientierte ausschüttende ETFs schätzen.


Nachhaltigkeit (ESG-Kriterien): Auch 2025 legen viele Anleger Wert auf ESG-konforme ETFs. Solche Fonds berücksichtigen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung und schließen z.B. kontroverse Branchen (Waffen, Kohle, Tabak etc.) aus.

 

Indizes wie MSCI ESG Leaders enthalten nur Unternehmen mit Top-ESG-Rating je Sektor und meiden schwere Verstöße gegen UN Global Compact Prinzipien. Ein Blick auf ESG-Rating oder -Label eines ETFs kann sinnvoll sein, wenn Nachhaltigkeit Priorität hat.


Weitere Kriterien sind Alter des ETFs (etablierte Fonds mit langer Historie bieten mehr Daten) und Tracking-Qualität (wie genau folgt der ETF seinem Index). Letztlich sollten die gewählten ETFs zur persönlichen Anlagestrategie passen, also zu Risikoprofil, Anlagehorizont und individuellen Präferenzen.

Top-ETFs nach Regionen

 

(USA, Europa, Schwellenländer, global)


Eine regionale Diversifikation ist für viele Anleger wichtig. Im Folgenden stellen wir die aktuell besten und meistempfohlenen ETFs für wichtige Regionen vor:

 

Globale Aktienmärkte (Welt-ETFs) – Weltweit diversifiziert


Welt-ETFs bieten eine breiteste Streuung über alle wichtigen Aktienmärkte. Für die meisten Anleger sind globale Indexfonds der ideale Grundbaustein, da sie mit nur einem ETF an der Weltwirtschaft partizipieren. Ein gängiger Index ist der MSCI World, der ca. 1.600 Aktien aus 23 entwickelten Ländern umfasst. Alternativ deckt ein FTSE All-World bzw. MSCI ACWI auch Schwellenländer mit ab.

 

iShares Core MSCI World UCITS ETF (ISIN: IE00B4L5Y983, ausschüttend)

Dieser ETF ist einer der größten Welt-ETFs und sehr beliebt. Die TER beträgt ca. 0,20 % p.a., das Fondsvolumen liegt bei über 20 Mrd. €. Er bildet den MSCI World physisch nach und bietet eine kostengünstige globale Aktienanlage.


Amundi MSCI World UCITS ETF (ISIN: LU1681043599, thesaurierend)

Kostengünstiger Welt-ETF mit TER ~0,18 % und ebenfalls hohem Volumen. Wird physisch repliziert und eignet sich gut für Sparpläne. Amundi (inkl. ehemals Lyxor) bietet oft die günstigsten TER am Markt.

 

Diese Welt-ETFs decken Nordamerika ~60 %, Europa ~20 %, Pazifik (Japan etc.) ~15 % und weitere Regionen ab. Mit Welt-ETFs erzielen Anleger bereits eine sehr breite Diversifikation über Länder und Branchen und können langfristig vom globalen Wachstum profitieren.

 

USA – Breiter US-Aktienmarkt (S&P 500)


Die USA stellen den größten Aktienmarkt der Welt, daher sind USA-ETFs ein Kernbestandteil vieler Portfolios. Der meistgewählte Index ist der S&P 500, der die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen umfasst (ca. 70 % der Marktkapitalisierung des US-Marktes).

 

iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B5BMR087)

Einer der besten S&P-500-ETFs mit extrem großer Fondsgröße (~98 Mrd. €) und sehr niedriger TER von 0,07 % p.a.. Er repliziert den Index vollständig physisch (alle 500 Aktien) und thesauriert Dividenden. Die enorme Größe sorgt für hohe Liquidität und enge Spreads.

 

Vanguard S&P 500 UCITS ETF (ISIN: IE00B3XXRP09)

Ebenfalls stark empfohlen, TER ca. 0,07 %. Vanguard ist für kostengünstige Indexfonds bekannt. Dieser ETF ist ausschüttend und bildet den S&P 500 physisch ab. Fondsvolumen und Performance sind mit iShares vergleichbar.

 

Diese ETFs erlauben mit minimalen Kosten ein Investment in US-Marktführer wie Apple, Microsoft, Amazon etc. Zu beachten ist das Währungsrisiko. Der Wert hängt auch vom Dollar/Euro-Kurs ab. Insgesamt sind S&P-500-ETFs 2025 aufgrund der starken US-Börsenentwicklung und ihrer Stabilität sehr gefragt.

 

Europa – Aktien Europa (MSCI Europe, STOXX Europe 600)

 

Für Fokus auf Europa bieten sich ETFs auf breite europäische Indizes an. Beliebt sind der MSCI Europe (Large/Mid Caps aus 15 europäischen Ländern) oder der STOXX Europe 600 (600 der größten Unternehmen aus 17 europäischen Ländern). Diese Indizes schließen auch UK und Schweiz mit ein, was wichtig für Diversifikation ist.

 

iShares Core MSCI Europe UCITS ETF

Verfügbar als ausschüttende oder thesaurierende Variante. TER liegt bei 0,12 % p.a. Die ausschüttende Version ist mit ca. 9 Mrd. € Fondsvolumen sehr groß und liquide. Der ETF verwendet physische (optimierte) Replikation. Er deckt rund 430 Aktien aus ganz Europa ab (inkl. UK, Deutschland, Frankreich, Schweiz etc.).

 

Xtrackers STOXX Europe 600 UCITS ETF

Ebenfalls weit verbreitet, TER ca. 0,20 % oder darunter in Core-Versionen. Dieser ETF folgt dem STOXX 600 Index und umfasst Large/Mid/Small Caps aus Europa. Teilweise sind sehr günstige TER von ~0,07 % bei gewissen Anbietern (z.B. HSBC EURO STOXX 50) zu finden, jedoch meist mit kleinerem Fondsvolumen.

 

Beide Varianten bieten Zugang zu europäischen Branchenführern (z.B. Nestlé, SAP, LVMH, Shell) in einem Produkt. Europa-ETFs sind 2025 attraktiv bewertet und ermöglichen eine regionale Diversifikation neben USA. Achten sollte man auf das Fondsdomizil (steuerliche Aspekte) und ggf. GBP/CHF-Währungsanteile, da viele europäische Firmen außerhalb der Eurozone notieren.

 

Schwellenländer – Emerging Markets ETFs

 

Schwellenländer-ETFs ermöglichen die Beteiligung an den Wachstumsmärkten in Asien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa. Der wichtigste Index hier ist der MSCI Emerging Markets, der 24 Länder (China, Indien, Brasilien etc.) mit über 1.200 Aktien abbildet.

 

Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF 1C (ISIN: IE00BTJRMP35)

2025 der größte EM-ETF mit ca. 5,9 Mrd. € Fondsvolumen. TER liegt bei 0,18 % p.a.. Der ETF ist thesaurierend und nutzt optimiertes Sampling. Trotz Sampling zeigt er eine sehr effiziente Abbildung des Index. China (~30 % Indexanteil) und Indien sind die Top-Länder.

 

iShares Core MSCI Emerging Markets IMI (ISIN: IE00BKM4GZ66)

Ebenfalls häufig empfohlen. TER ~0,18 %, Fondsgröße rund 4-5 Mrd. €. Bietet vollständige physische Replikation und beinhaltet auch Schwellenland-Small Caps. iShares EM-ETFs gibt es als ausschüttende (IE00B0M63177) und thesaurierende (IE00B4L5YC18) Version.

 

Günstigere Alternativen (~0,14 % TER) bietet z.B. Amundi MSCI Emerging, jedoch teils synthetisch repliziert. EM-ETFs schwanken stärker und enthalten politische/ Wechselkurs-Risiken, bieten dafür langfristig höheres Wachstumspotenzial. Sie sind eine sinnvolle Ergänzung zu Welt- oder USA/EU-ETFs, um die Portfoliodiversifikation zu erhöhen.

 

Tipp: Viele MSCI World-ETFs schließen Emerging Markets aus. Anleger können daher ~10-20 % Emerging Markets ETF beimischen, um ein ACWI-ähnliches globales Portfolio zu erhalten.)

Wo liegt die „höchste“ ETF-Rendite?

Historisch wurden mit spezialisierten Tech-ETFs oder Boom-Branchen (KI, Halbleiter) Renditen über +200 % in 5 Jahren erzielt.

Top-ETFs nach Branchen

 

Technologie, Gesundheit, Energie


Neben Regionen können Anleger auch gezielt in Branchen investieren. Sektor-ETFs bzw. Branchen-ETFs ermöglichen eine Übergewichtung von Zukunftsbranchen oder Diversifikation in spezifische Industrien.

 

Populäre Sektor-Kategorien und empfehlenswerte ETFs:

 

Technologie - Tech-ETFs

 

Die Technologiebranche hat in den letzten Jahren überdurchschnittliche Renditen erzielt. Tech-ETFs bündeln die großen Tech-Unternehmen, vor allem aus den USA. Ein verbreiteter Ansatz ist der Nasdaq-100 Index, der die 100 größten an der Nasdaq gelisteten Nicht-Finanz-Unternehmen umfasst (Schwerpunkt Tech).

 

iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (Acc)

Größter Tech-ETF in Europa mit ca. 15 Mrd. € Fondsvolumen. TER liegt bei etwa 0,30 % p.a. Der ETF investiert physisch in die Nasdaq-100-Werte (Apple, Microsoft, Alphabet, Tesla u.a.). Diese thesaurierende Variante eignet sich für Anleger, die an langfristigem Wachstum der Tech-Giganten partizipieren wollen.

 

Invesco EQQQ Nasdaq-100 UCITS ETF (Acc oder Dist)

Ein Urgestein unter den Tech-ETFs, seit 1999 (US) bzw. in Europa verfügbar. Fondsvolumen ~7,7 Mrd. €, TER 0,30 %. Invesco EQQQ ist sehr liquide und bildet den Index physisch ab. Er hat sich als Standard-ETF für NASDAQ 100 Exposure etabliert.

 

Beide ETFs enthalten Schwergewichte wie Apple (~12 %) oder Microsoft (~10 %) und sind somit recht konzentriert. Das sollte man als Risiko (Klumpenrisiko in Mega-Caps) beachten. Dennoch bleiben sie Top-Empfehlungen für Anleger, die am Tech-Sektor überproportional beteiligt sein möchten.

 

Alternativ gibt es breitere Technologie-Sektor-ETFs (z.B. MSCI World Information Technology), die global diversifizierter sind, aber oft geringeres Fondsvolumen haben.

 

Gesundheit - Health Care ETFs

 

Die Gesundheitsbranche gilt als vergleichsweise defensiv und zugleich wachstumsstark (demografischer Wandel, Pharma- und Biotech-Innovation). ETFs auf Gesundheitsindizes bündeln Pharma-Konzerne, Biotech-Unternehmen, Medizintechnik und Krankenhausdienstleister weltweit.

 

SPDR MSCI World Health Care UCITS ETF (WKN: A2PX9R, thesaurierend)

 

Dieser ETF bildet die globalen Gesundheitsunternehmen aus entwickelten Märkten ab. Enthalten sind ~150 Aktien (u.a. Johnson & Johnson, Pfizer, Roche, Novartis). Die TER beträgt 0,30 % p.a., Fondsvolumen ca. 400 Mio. € (Stand 2025). Der Index ist marktwertgewichtet und auf große stabile Firmen fokussiert.

 

Xtrackers MSCI World Health Care ETF

Eine Alternative mit ähnlicher Ausrichtung. TER 0,25 %, thesaurierend. Das Fondsvolumen liegt 2025 bei ~100 Mio. € und wächst. Er repliziert physisch (Vollreplikation). Auch hier dominieren Pharma- und MedTech-Giganten aus USA und Europa.

 

Aufgrund der eher geringen Größe dieser Branchen-ETFs (verglichen mit World oder S&P500) sollten Anleger auf ausreichende Liquidität achten. Gesundheit ist eine schwankungsärmere Branche, die sich in Krisen oft gut hält – ein sektoraler Baustein für mehr Stabilität im Aktienportfolio. ETFs wie die genannten erlauben eine einfache Beimischung dieses Sektors.

 

Energie - Energie- und Rohstoff-ETFs


ETFs auf den Energiesektor bieten Zugang zu Öl- & Gasproduzenten, Mineralölkonzernen sowie teils erneuerbaren Energien. Klassische Energieindizes (z.B. MSCI World Energy) enthalten Unternehmen wie ExxonMobil, Chevron, BP, TotalEnergies. 2022/23 erlebte der Energiesektor einen Aufschwung durch hohe Öl-/Gaspreise, bleibt aber konjunkturabhängig.

 

iShares MSCI World Energy Sector ETF (Dist)

Ein großer Energie-ETF mit physischer Replikation. TER beträgt nur 0,18 % p.a., Fondsvolumen rund 500 Mio. €. Enthalten sind alle bedeutenden Öl- und Gasunternehmen aus den entwickelten Ländern (USA, Europa, Kanada). Dieser ETF schüttet Dividenden aus – Energiesektor typisch mit hoher Dividendenrendite.

 

SPDR MSCI World Energy UCITS ETF (Acc)

Thesaurierende Option mit TER 0,30 %. Fondsgröße etwa 300 Mio. €. Ebenfalls physisch replizierend. Beide ETFs sind geeignete Vehikel, um auf steigende Energiepreise oder den Cashflow starker Energieunternehmen zu setzen. Allerdings unterliegt der Sektor starken Zyklen, sodass Timing und Beimischungshöhe bedacht sein wollen.

 

Clean Energy als Untersegment

Aufgrund der ESG-Fokussierung sind 2025 auch Renewable-Energy-ETFs populär, z.B. iShares Global Clean Energy ETF (WKN: A2QGWH). Dieser investiert in erneuerbare Energien (Solar, Wind, Wasserstoff). Nach starken Schwankungen sollten Anleger hier aber ein höheres Risiko bewusst sein. Für breitere Diversifikation im Energiesektor sind die oben genannten MSCI World.

ETF-Typen und spezielle Strategien

 

Neben klassischen Marktindizes gibt es ETFs, die besonderen Anlagestrategien folgen oder spezielle Eigenschaften aufweisen.

 

2025 sind insbesondere folgende Typen und Strategien gefragt:

 

Nachhaltige ETFs 


ESG-ETFs (Environmental, Social, Governance) sind Fonds, die nur in Unternehmen investieren, welche bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Viele Standardindizes gibt es in ESG-Varianten, die kontroverse Branchen ausschließen und höhere ESG-Ratings anstreben.

 

Beispiele:

 

MSCI World SRI ETF

Enthält die nach ESG-Bewertung besten 25 % der Unternehmen aus dem MSCI World. Tabak, Waffen, Kohle etc. sind ausgeschlossen. Ergebnis ist ein Portfolio mit ca. 400 Aktien, TER meist um 0,20-0,30 %.

 

Gute Anbieter: u.a. UBS MSCI World Socially Responsible oder iShares MSCI World SRI.

 

MSCI Emerging Markets ESG Leaders ETF

Ähnlich obiger Ansatz für Schwellenländer. Bietet Nachhaltigkeitsfokus in volatileren Märkten.

 

Themen-ETFs mit ESG-Fokus: z.B. Clean Energy (saubere Energien), Low Carbon ETFs (CO₂-reduzierte Indizes) oder Gender Equality ETFs. Diese verfolgen bestimmte Nachhaltigkeitsthemen, können aber höhere Volatilität und spezifische Risiken mitbringen.

 

Beim Vergleich nachhaltiger ETFs sollte man auf die Methodik achten: Einige folgen Best-in-Class-Ansatz (bestbewertete Unternehmen jeder Branche bleiben drin), andere strikt Ausschlusslisten (z.B. ESG Screened Indizes) mit breiter Abdeckung bei leichtem Filter.

 

Wichtig sind ferner Fondsvolumen und Tracking Error, da ESG-Indizes oft jünger sind. Insgesamt ermöglichen ESG-ETFs es, nachhaltig zu investieren, ohne auf Diversifikation zu verzichten.

 

Thesaurierend vs. ausschüttend

 

Wie oben bereits erwähnt gibt es ETFs mit thesaurierender oder ausschüttender Ertragsverwendung. Die Wahl beeinflusst die Besteuerung und den Cashflow:

 

Thesaurierende ETFs (Accumulating)

Hier werden Dividenden/Zinsen im Fonds reinvestiert. Anleger profitieren vom automatischen Zinseszins-Effekt, da Erträge sofort wieder angelegt sind.

 

Gerade für den langfristigen Vermögensaufbau (z.B. im Sparplan) sind thesaurierende ETFs oft vorteilhaft, da das Kapital schneller wächst und man sich nicht um Wiederanlage kümmern muss. In Deutschland unterliegen thesaurierte Erträge der Vorabpauschale (Steuerstundungseffekt bis zur Veräußerung).

 

Ausschüttende ETFs (Distributing)

Diese schütten Erträge periodisch (vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich) aus. Für Anleger, die laufendes Zusatzeinkommen wünschen (etwa Rentner), sind ausschüttende Fonds interessant. Dividenden-ETFs mit hoher Ausschüttungsquote können z.B. 3-5 % p.a. ausschütten.

 

Zu beachten ist, dass Ausschüttungen im selben Jahr steuerpflichtig sind. Viele ETF-Anbieter offerieren vom gleichen Index beide Varianten – z.B. iShares MSCI World als “(Acc)” und “(Dist)”.

 

Es gibt keinen großen Performance-Unterschied zwischen den Varianten (die Wiederanlage bei Thesaurierern erfolgt intern zum NAV, bei Ausschüttern müsste man selbst reinvestieren). Die Entscheidung hängt also von persönlichen Präferenzen bzgl. Cashflow und Steueroptimierung ab.

 

Smart-Beta-ETFs (Faktor-Strategien)


Smart Beta bezeichnet ETFs, die von der klassischen Marktgewichtung abweichen und alternative Strategien verfolgen, um höhere Rendite oder geringeres Risiko zu erzielen. Oft handelt es sich um Faktor-ETFs, die gezielt in Aktien mit bestimmten Merkmalen investieren:

 

Value-ETFs: enthalten unterbewertete Aktien (niedrige KGV/Kurs-Buchwert-Verhältnisse). Beispiel: iShares Edge MSCI World Value Factor ETF. Faktor Value erhofft Überrenditen, wenn Bewertungsabschläge sich verringern.

 

Momentum-ETFs: investieren in Aktien mit relativer Stärke (stark gestiegene Kurse zuletzt). Zielt darauf ab, Trendaktien weiter zu nutzen. Beispiel: UBS MSCI World Momentum ETF.

 

Quality-ETFs: Fokus auf Unternehmen mit stabilen Gewinnen, hoher Eigenkapitalrendite und solider Bilanz. Diese sollen Krisen besser überstehen.

 

Low-Volatility-ETFs: Enthalten Titel mit historisch geringen Schwankungen. Ziel: Marktähnliche Rendite bei weniger Risiko (z.B. S&P 500 Low Volatility ETF).

 

Small Cap-ETFs: Setzen auf Nebenwerte (Nebenwerte haben langfristig eine Risiko-Prämie erzielt).

 

Smart-Beta-ETFs nutzen Faktorprämien, um die Performance zu optimieren. Sie versuchen den Markt zu schlagen oder das Chance/Risiko-Profil zu verbessern. Vorteile sind bessere Diversifizierung über Risikofaktoren und meist weiterhin niedrige Kosten gegenüber aktiv gemanagten Fonds.

 

Allerdings können Faktoren auch phasenweise hinter dem breiten Markt zurückbleiben. Die Strategien sind etwas komplexer. 2025 erlebt z.B. Value ein Comeback nach Jahren der Underperformance, während Momentum-Strategien zeitweise Schwierigkeiten hatten.

 

Beliebt sind auch Dividenden-ETFs (im Grunde ein Value/Quality-Mix, da dividendenstarke Firmen oft Substanzwerte sind).

Beispiele: SPDR S&P Global Dividend Aristocrats ETF oder Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield ETF.

 

Smart Beta ist sinnvoll für fortgeschrittene Anleger, die gezielt Akzente im Portfolio setzen wollen. Für Einsteiger bleibt ein Welt-ETF die einfachste Lösung, aber eine Prise Faktor-ETF kann für Diversifikation und Renditekick sorgen.

ETFs für verschiedene Anlegerprofile und Anlagehorizonte

 

Jeder Anleger hat individuelle Ziele – ein konservativer Sparer mit kurzer Anlagezeit hat andere Bedürfnisse als ein risikofreudiger Anleger mit langem Atem. Wir stellen typische Profile vor und erklären welche ETF-Kombinationen dazu passen:

 

Grundsätzlich gilt: Je länger der Anlagehorizont, desto mehr Schwankungen (Aktienanteil) kann man verkraften, da Zeit bleibt, zwischenzeitliche Verluste auszusitzen. Umgekehrt benötigen kurzfristig orientierte Anleger eine defensivere Ausrichtung mit mehr stabilen Anlagen.

 

Moderne Multi-Asset-ETFs und Portfolio-Theorien orientieren sich oft an drei Profilen:

 

Konservativ (geringes Risiko, Fokus Kapitalerhalt)
Ausgewogen (mittleres Risiko, Balance aus Sicherheit und Wachstum)
Wachstumsorientiert (hohes Risiko, Fokus Maximierung des Wachstums)


Diese unterscheiden sich primär im Aktien-Anteil am Portfolio. Konservative Strategien enthalten beispielsweise 20-30 % Aktien, ausgewogene 50-60 % und wachstumsorientierte 80-100 % Aktien. Der Rest wird meist mit Anleihen oder ähnlichen stabilen Anlagen bestritten, um das Risiko zu steuern.

 

Die folgende Darstellung zeigt exemplarisch, wie ein ETF-Portfolio je Profil aussehen könnte:

 

Anlegerprofil Risikoklasse & typischer Anlagehorizont Beispielhafte ETF-Allokation
Konservativ (sicherheitsorientiert)
  • Geringes Risiko, kurzer Horizont (<5 Jahre)
  • Vorrangig Kapitalerhalt, geringe Schwankung
  • Anleihen-Schwerpunkt: 70-80 % in breite Anleihen-ETFs (z.B. globaler Aggregate-Bond-ETF hedged in EUR). Ein günstiges Beispiel ist der iShares Core Global Aggregate Bond ETF, TER 0,10 %, 2 Mrd. € 
  • Defensiver Aktienanteil: 20-30 % in globale Aktien (z.B. MSCI World ETF für breite Streuung). Optional defensivere Faktoren (Quality/Low Volatility) oder Dividenden-ETF für stabile Erträge
  • Cash/Puffer: Evtl. kurzer Geldmarkt-ETF oder Tagesgeld als Reserve für unvorhergesehene Liquiditätsbedarfe

Ausgewogen (balanciert)
  • Moderates Risiko, mittlerer Horizont (~5-10 Jahre)
  • Mischung aus Stabilität und Wachstum
  • Globale Aktienbasis: 50 % Aktien-ETFs, aufgeteilt in z.B. MSCI World (35 %) und MSCI Emerging Markets (15 %) für Schwellenland-Beimischung. Alternativ ein All-World ETF als Kern.
  • Renten zur Stabilisierung: 50 % in Anleihen-ETFs (z.B. Euro-Staatsanleihen + Unternehmensanleihen global). Diese dienen als Puffer bei Aktienmarktturbulenzen
  • Rebalancing: Regelmäßig das 50/50-Verhältnis wiederherstellen, indem man Gewinne aus einer Klasse umschichtet – so bleibt das Risiko im Lot.
Wachstumsorientiert (risikofreudig)
  • Hohes Risiko, langer Horizont (≥10 Jahre)
  • Ziel: maximales Wachstum, hohe Schwankungsbereitschaft
  • Hoher Aktienanteil: 80-100 % Aktien-ETFs. Kern mit MSCI World (60 %) + EM-ETF (20 %). Rest ggf. in Themen-/Branchen-ETFs zur Renditechance (z.B. Tech, Healthcare, ESG-Themen) – jedoch insgesamt breit streuen.
  • Geringe Anleihenquote: Max. 0-20 % in kurzlaufende sichere Anleihen oder Bond-ETFs als Liquiditätspuffer. Könnte auch in Form von etwas Gold-ETC oder Immobilien-ETF zur Diversifikation erfolgen.
  • Volatilität aussitzen: Kurzfristige Kursrückgänge werden akzeptiert; regelmäßige Sparplan-Investments nutzen Cost-Average-Effekte über lange Zeit.


 
Hinweise: Diese Aufteilung sind grobe Richtwerte. Innerhalb der Kategorien können Anleger je nach Präferenz noch feinsteuern (z.B. konservativ mit 10 % Gold, wachstumsorientiert mit kleiner Krypto-Beimischung etc.). Wichtig ist, dass das Portfolio zur persönlichen Risikotoleranz passt. Man sollte auch in Krisenphasen ruhig schlafen können.

 

Einige Anbieter bieten fertig geschnürte Multi-Asset-ETFs an, die genau diesen Profilen entsprechen (z.B. iShares ESG Portfolio-ETFs oder Vanguard LifeStrategy mit 20/60/80 % Aktien).

 

Diese Produkte erleichtern Einsteigern die Allokation, sind aber ggf. etwas teurer (TER ca. 0,25-0,30 %) und weniger flexibel als eigene ETF-Kombinationen. Fortgeschrittene Anleger basteln sich lieber ihr Portfolio selbst aus den genannten Bausteinen.


Heino Zießnitz

Heino Zießnitz

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