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Metasphere Labs - Aufstieg oder Fall? Prognose bis 2030

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 18.04.25

Börse/Aktien · 8 Min. Lesedauer

Metasphere Labs - Aufstieg oder Fall? Prognose bis 2030 - Titelbild

Metasphere Labs: Tech-Start-up zwischen Metaverse und Klimaschutz

 

Metasphere Labs (vormals Looking Glass Labs Ltd.) ist ein junges Technologieunternehmen aus Vancouver (Kanada) mit Schwerpunkt auf Web3-Innovationen. Gegründet wurde es im Jahr 2021 – zunächst unter dem Namen Looking Glass Labs – als Plattform für NFT-Entwicklung, immersive Metaverse-Umgebungen und virtuelle Vermögenswerte.

 

Das Unternehmen entwickelt Lösungen rund um Blockchain, Künstliche Intelligenz (KI) und Gamification und verfolgt dabei einen ungewöhnlichen Ansatz: Digitale Innovation soll mit Nachhaltigkeit verknüpft werden. So adressiert Metasphere Labs etwa soziale Herausforderungen des Klimawandels mit ReFi-Projekten (Regenerative Finance), die über Blockchain und das Metaverse positive ökologische Effekte anstreben.

 

Metasphere Labs - Das Wichtigste in Kürze:

 

  • Zu den wichtigsten Projekten und Marken zählen die Metaverse-Studio-Tochter „House of Kibaa” (HoK), die 3D-Welten für NFTs und virtuelle Sammlerstücke gestaltet, sowie die NFT-Serie GenZeroes, die bereits 2021 innerhalb von 37 Minuten ausverkauft war und dem Unternehmen 6,2 Mio. CAD einbrachte.
  • Im Bereich Klimatechnologie hat Metasphere Labs jüngst die Plattformen CarbonBot und ClimateBot übernommen, welche mithilfe von KI unter anderem Kohlenstoff-Fußabdrücke berechnen und Nachhaltigkeits-Daten aufbereiten.
  • Diese Mischung aus Metaverse, Blockchain/NFT und Klimaschutz-Technologie macht das Unternehmen zu einem der wenigen Akteure, die die Hype-Themen der Tech-Welt mit Umweltzielen verbinden möchten.

 

Metasphere Labs Inc. (ehem. Looking Glass Labs)
Gründung 2021 (Vancouver, Kanada)
Börsenticker LABZ (CSE), WKN: A404SQ
Branche Web3, Metaverse, NFTs, Klimatechnologie
CEO Natasha Ingram (seit 2024)
Marktkapitalisierung ca. 2 Mio. EUR (Stand: April 2025)
Umsatz 2024 2,2 Mio. CAD
Gewinn/Verlust 2024 -14.000 CAD (nahe Break-even)
Besondere Projekte

Pocket Dimension (Metaverse)

CarbonBot & ClimateBot (KI für CO₂-Fußabdruck)

Letzter Kurs ca. 0,05 € (April 2025)
Kursentwicklung -99,5 % seit Börsengang (2021)
Chancen Einstieg in ReFi- & Klimamarkt, potenzieller Metaverse-Boom
Risiken Finanzierungsbedarf, geringe Umsätze, hohe Volatilität
Zielgruppe Spekulative Langfrist-Investoren mit hoher Risikotoleranz

 

Aktuelle Geschäftslage der Metasphere Labs: Zwischen Hoffnung und Unsicherheit

 

Von einem dramatischen Turnaround kann bei Metasphere Labs durchaus gesprochen werden – zumindest mit Blick auf das Geschäftsjahr 2024. Nach Jahren tiefer Verluste hat das Unternehmen einen bemerkenswerten Fortschritt erzielt: Der Umsatz stieg per 31. Juli 2024 auf rund 2,2 Millionen CAD, was mehr als einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr (0,65 Mio. CAD) entspricht.

 

Noch beeindruckender ist jedoch der Rückgang des Nettoverlusts: Von 12,5 Millionen CAD im Jahr 2023 schrumpfte das Minus auf nur noch 14.000 CAD. Ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis – in dieser Unternehmensphase ein Achtungserfolg.

 

Ursache für diesen Kurswechsel: Ein rigoroser Sparkurs, das Zurückfahren wenig profitabler Nebenprojekte und eine Fokussierung auf das, was Metasphere Labs wirklich kann – Web3-Technologien mit sozialem und ökologischem Anspruch verbinden.

 

Doch der Schein trügt: Der Weg zur nachhaltigen Profitabilität bleibt steinig. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres (Nov. 2024 - Jan. 2025) verzeichnete das Unternehmen praktisch keine Umsätze. Zwar betont das Management, dass es sich um ein „saisonales Tief“ handelt, doch der Einbruch zeigt, wie volatil die Einnahmebasis nach wie vor ist.

 

Finanziell steht Metasphere Labs auf wackligen Beinen: Die Wirtschaftsprüfer sprachen zuletzt einen „Going Concern“-Warnhinweis aus – ein ernstzunehmender Fingerzeig auf die Notwendigkeit frischer Finanzmittel. Der Kapitalmarkt zeigt sich jedoch zurückhaltend: Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei nur rund 2 Millionen Euro – eine klassische Micro-Cap-Bewertung.

 

Marktposition & Strategie: Innovation trifft auf Realität


Metasphere Labs agiert in zwei Nischen – dem Metaverse/NFT-Bereich sowie der blockchainbasierten CO₂-Kompensation. Während im ersten Segment große Player wie Meta oder Roblox zumindest indirekt als Konkurrenten agieren, ist der ReFi-Markt (Regenerative Finance) noch jung und wenig besetzt.

 

Hier liegt die Chance: Mit Partnern wie PureSky Registry oder ARCannabis testet Metasphere erste Anwendungsfälle und will so technologische Referenzen schaffen, die sich später monetarisieren lassen. Allerdings bleibt fraglich, ob es gelingt, sich in beiden Welten langfristig zu etablieren – oder ob der Spagat zwischen Klimaethos und digitaler Erlebniswelt zu ambitioniert ist.

 

Management: Kurs halten trotz rauer See


Seit Anfang 2024 steht Natasha Ingram als neue CEO an der Spitze. Zusammen mit Finanzchef Francis Rowe hat sie dem Unternehmen eine klare Linie verordnet: weniger Experimente, mehr Fokus. Kernprojekte wie die „Klima-Bots“ und die immersive Plattform Pocket Dimension sollen gezielt weiterentwickelt werden – ohne das Budget zu sprengen.

 

Das Duo verfolgt eine Strategie der „kreativen Askese“: viel Technologie, wenig Overhead. Ob diese Rechnung langfristig aufgeht, hängt jedoch nicht zuletzt davon ab, ob Investoren bereit sind, den eingeschlagenen Weg weiterhin mitzufinanzieren.

Prognose Metasphere Labs Inc. – Szenarien bis 2030


Optimistisches Szenario: Aufstieg aus der Nische


In einem idealen Verlauf gelingt Metasphere Labs der Sprung vom Überlebenskampf zum Wachstumsunternehmen. Die Voraussetzungen dafür liegen in mehreren strukturellen Trends:

 

  • Wiederbelebung des Metaverse/NFT-Markts durch neue Anwendungsszenarien (z. B. in Bildung, digitalem Eigentum oder virtuellen Events).
  • Durchbruch der ReFi-Technologien (Regenerative Finance), speziell im Bereich der CO₂-Zertifikatsverwaltung via Blockchain.
  • Strategische Partnerschaften mit Industrie, Behörden oder NGOs, z. B. im Rahmen von ESG-Offensiven großer Unternehmen.
  • Integration von KI-Tools zur Automatisierung von Plattforminhalten, Zertifizierungsprozessen oder User-Interaktion.

 

Folge: Das Unternehmen steigert die Umsätze jährlich moderat, erreicht operative Rentabilität ab 2027-2028 und gewinnt neue Investoren. Die Aktie, aktuell im Centbereich, könnte sich bei anhaltendem Wachstum vervielfachen – Kursziele von 0,50-1,00 CAD bis 2030 wären denkbar.

 

Risiko: Dieses Szenario erfordert stabile Finanzierung, gutes Timing bei Markttrends und eine fehlerfreie Umsetzung – keine Selbstverständlichkeit.

 

Realistisches Szenario: Kleine Nische, begrenzte Wirkung


In der realistischeren Variante gelingt Metasphere Labs der operative Fortbestand, aber ohne echten Durchbruch:

 

  • Das Unternehmen bedient eine kleine, technologisch affine Zielgruppe.
  • Es realisiert sporadische Projektumsätze, etwa durch White-Label-Plattformen, Beratungsleistungen oder Partnerschaften im Carbon-Markt.
  • Die Produkte funktionieren, aber skalieren nicht in den Massenmarkt.
  • Die Aktie bleibt ein Micro-Cap ohne große Liquidität, mit geringem Handelsvolumen und hohem Spread.

 

Folge: Die Firma lebt – aber sie wächst nicht wesentlich. Der Aktienkurs pendelt bis 2030 zwischen 0,05–0,15 CAD und bleibt damit ein klassischer Penny-Stock.

 

Pessimistisches Szenario: Marktversagen und Abwicklung


Die kritischen Punkte sprechen leider auch für ein mögliches Negativszenario:

 

  • Finanzierungsrunde scheitert, neue Mittel bleiben aus.
  • Produkte finden keinen Markt oder sind zu früh/zu komplex für reale Anwendungsfälle.
  • Regulatorische Unsicherheiten im Carbon- oder NFT-Markt verhindern breite Akzeptanz.
  • Der Rückzug von der Börse, eine Übernahme zum symbolischen Preis oder eine vollständige Liquidation wird notwendig.

 

Folge: Aktionäre verlieren ihr eingesetztes Kapital vollständig. Die Aktie wird delistet oder als illiquider Pennystock ohne echte Perspektive weitergeführt.

 

Fazit: Risiko bleibt hoch – aber nicht ohne Option


Die Metasphere-Aktie bleibt eine Hochrisiko-Spekulation mit einem klaren Chancen-Risiko-Profil:

 

 

Kriterium Einschätzung
Technologische Relevanz Hoch, aber noch unreif
Marktpotenzial Prinzipiell vorhanden
Finanzielle Lage Kritisch, abhängig von Kapitalzufuhr
Wettbewerb & Marktdruck Hoch, v. a. im Metaverse-Bereich
Anlegerchancen Spekulativ mit Totalverlustrisiko

 

Für Anleger gilt:

 

  • Wer investiert, sollte technologisches Interesse und Geduld mitbringen.
  • Eine Beobachtung der nächsten zwei bis drei Quartale ist entscheidend.
  • Die Aktie eignet sich allenfalls als Mini-Position im spekulativen Depotbereich – nicht als langfristiger Kernbestandteil.

Metasphere Labs - Historie der Aktie

 

Die Aktie von Metasphere Labs ging zum Höhepunkt des NFT-Booms Ende 2021 an die Börse. Im Rahmen des Börsengangs (Listing an der kanadischen NEO Exchange) wurden 5 Mio. Aktien zu 0,50 CAD ausgegeben und brachten dem Unternehmen 2,5 Mio. CAD ein.

Anfänglich wurde das Papier an der Börse euphorisch aufgenommen – zeitweise kletterte der Kurs auf mehrere kanadische Dollar.

 

Doch bereits 2022 geriet die Aktie unter Druck, als die NFT- und Krypto-Blase platzte. In den Folgejahren verlor das Papier drastisch an Wert: Seit dem IPO beträgt das Kursminus rund 99,5 %, trotz einzelner Zwischenhochs. Allein im letzten Jahr büßte die Aktie nochmals etwa 89 % ein, von rund 0,45 € im Frühjahr 2024 auf aktuell nur noch ca. 0,05 € (April 2025).

 

Ein wichtiger Meilenstein war die Neuaufstellung 2024: Im Februar jenes Jahres wurde Looking Glass Labs offiziell in Metasphere Labs Inc. umbenannt, um die erweiterte Ausrichtung auf Klimatechnologien zu verdeutlichen. Gleichzeitig wechselte das Unternehmen im September 2024 sein Börsensegment – weg von der regulierten Cboe Canada (ehemals NEO) hin zur kanadischen CSE (Canadian Securities Exchange).

 

Dieser Schritt sollte Kosten sparen und die Firmenstruktur verschlanken, da Metasphere Labs mittlerweile eher ein Start-up auf Venture-Level ist. Die Aktie wird seither unter dem Ticker LABZ an der CSE gehandelt und ist auch an deutschen Handelsplätzen (Frankfurt, Tradegate u.a.) notiert.

 

2021 – Börsengang und erste Kursbewegungen
Schlusskurs: 1,20 CAD

  • Looking Glass Labs Ltd. wird an der Canadian Securities Exchange (CSE) notiert.
  • Das Unternehmen konzentriert sich auf NFT-Infrastruktur, digitale Kunst, sowie Metaverse-Projekte.
  • Der Hype rund um NFTs und das Metaverse sorgt in diesem Jahr für starkes Anlegerinteresse.
  • Der Aktienkurs profitiert anfangs von der allgemeinen Euphorie rund um Web3-Technologien und steigt zügig an, bevor er gegen Ende des Jahres bereits erste Volatilität zeigt.

 

2022 – Erste Rückschläge
Schlusskurs: 0,85 CAD

  • Der Markt für NFTs beginnt zu stagnieren.
  • Die Umsätze bleiben hinter den Erwartungen zurück, operative Verluste steigen.
  • Es werden erste Zweifel laut, ob das Geschäftsmodell nachhaltig profitabel sein kann.
  • Die Aktie gerät unter Druck. Investoren ziehen sich teilweise zurück, da sich der NFT-Hype nicht wie erhofft in dauerhafte Umsätze ummünzen lässt.

 

2023 – Verstärkter Kursverfall
Schlusskurs: 0,40 CAD

  • Der Rückgang der Nutzerzahlen in den hauseigenen Projekten wie „House of Kibaa“ belastet das Vertrauen.
  • Der allgemeine Rückgang der Tech- und Krypto-Märkte (u. a. durch Zinspolitik & Rezessionssorgen) schlägt durch.
  • Restrukturierungen im Management; erste Hinweise auf eine Neuausrichtung Richtung regenerative Web3-Modelle.
  • Der Kurs halbiert sich erneut. Die Aktie entfernt sich zunehmend von spekulativem Interesse und gilt als hochriskant.

 

2024 – Strategiewechsel und Rebranding
Schlusskurs: 0,08 CAD

  • Im Februar 2024 erfolgt das Rebranding: Looking Glass Labs Ltd. wird zu Metasphere Labs Inc.
  • Die Ausrichtung auf „ReFi“ (Regenerative Finance) und CO₂-Kompensationssysteme wird betont.
  • Start des Projekts "Ents World", einem auf Umweltbewusstsein ausgerichteten Metaverse-Spiel.
  • Einführung des „Pure Sky Carbon Credit Registry“ zur Verwaltung von CO₂-Zertifikaten auf Blockchain-Basis.
  • Trotz innovativer Konzepte gelingt keine Trendumkehr.
  • Der Kurs stürzt auf ein Rekordtief – Investoren zweifeln an der Monetarisierung und Skalierbarkeit der Ideen.

 

2025 – Stagnation und Unsicherheit
Schlusskurs: 0,05 CAD (Stand April 2025)

  • Das Unternehmen befindet sich weiterhin in der Umstrukturierung.
  • Der Markt reagiert zurückhaltend auf ReFi-Lösungen, insbesondere aufgrund begrenzter regulatorischer Klarheit.
  • Die Aktie wird auf Bewertungsportalen überwiegend als „Strong Sell“ eingestuft.
  • Das Papier erreicht seinen bisherigen Tiefpunkt. Ohne klare wirtschaftliche Erfolge bleibt das Investoreninteresse gering.
  • Die Aktie entwickelt sich zur klassischen „Penny Stock“-Spekulation.

Metasphere Labs - Spekulation mit Schlagseite


Metasphere Labs ist eine Wette – nicht mehr, nicht weniger. Eine Wette auf digitale Transformation, grüne Blockchain-Technologie und den Glauben, dass kleine Teams mit klarem Fokus auch gegen Giganten bestehen können. Doch wie bei jeder Wette ist der Ausgang ungewiss. Anleger sollten sich der hohen Risiken bewusst sein – und nur investieren, wenn sie den möglichen Totalverlust in Kauf nehmen können.

 

Chancen: Vision trifft auf technologischen Wandel


So sehr Metasphere Labs derzeit mit Rückschlägen kämpft – das Potenzial der dahinterstehenden Technologien ist nicht von der Hand zu weisen. Web3, Metaverse, tokenisierte Identitäten: Was heute wie Zukunftsmusik klingt, könnte in fünf bis zehn Jahren zum Alltag gehören – insbesondere in Branchen wie Gaming, Bildung oder E-Commerce, wo immersive Nutzererlebnisse bereits jetzt getestet werden.

 

Metasphere Labs positioniert sich dabei in einer strategisch spannenden Nische, in der bislang kaum etablierte Akteure präsent sind: Blockchain-basierte Lösungen für den Klimaschutz. In Zeiten wachsender regulatorischer ESG-Vorgaben und internationaler Klimaziele rücken CO₂-Zertifikate und deren digitale Abwicklung zunehmend in den Fokus. Sollte es Metasphere gelingen, marktfähige Produkte wie das „Pure Sky Carbon Registry“ operativ zum Laufen zu bringen, wären Kooperationen mit Industriepartnern oder öffentlichen Stellen durchaus denkbar – vorausgesetzt, man übersteht die nächste Durststrecke.

 

Auch die unternehmerische Agilität ist nicht zu unterschätzen: Als schlanke Organisation ohne Konzernbürokratie konnte Metasphere bislang vergleichsweise schnell neue Technologien aufnehmen und Prototypen entwickeln. Projekte wie die Klima-Bots oder die virtuelle Plattform Pocket Dimension zeigen, dass man nicht nur Visionen formuliert, sondern auch Prototypen liefert. Die aktuelle KI-Welle könnte das Geschäft indirekt befeuern, etwa durch neue Anwendungen an der Schnittstelle von Sprachmodellen, virtuellen Assistenten und immersiven Umgebungen.

 

Risiken: Ein Unternehmen am Abgrund


Doch bei aller Zukunftshoffnung: Die Risiken überwiegen aktuell deutlich.

An erster Stelle steht die prekäre finanzielle Lage: Das Unternehmen operiert trotz jüngster Fortschritte nahe der Zahlungsunfähigkeit. Die Prüfer warnten zuletzt ausdrücklich vor der Fortführungsfähigkeit („Going Concern“), was bedeutet: Ohne neues Kapital ist die Existenz gefährdet.

 

Auch der Markt, in dem sich Metasphere bewegt, ist alles andere als stabil.

NFTs und virtuelle Assets haben einen drastischen Stimmungsumschwung erlebt – vom Hype zur Skepsis. Die Nachfrage ist brüchig, die Nutzerbasis volatil, die Zahlungsbereitschaft niedrig. Im Bereich Klimaschutz-Blockchain wiederum stehen regulatorische Klarheit und breite Marktakzeptanz noch aus. Das Risiko, mit zu früh gedachten Technologien zu operieren, ist real.

 

Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen:

Technologische Komplexität, hohe Entwicklungskosten, rechtliche Unsicherheiten. Auch der Krypto-Sektor als Ganzes bleibt ein Faktor – schwankende Kurse und negative Schlagzeilen wirken oft direkt auf Projekte wie die von Metasphere zurück.


Heino Zießnitz

Heino Zießnitz

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