BRICS Staaten - Stärker als die G7?
Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 25.07.25
Wirtschaft · 8 Min. Lesedauer
Die BRICS-Allianz erweiterte sich 2024 um sechs neue Mitglieder und stärkte damit ihre wirtschaftliche und geopolitische Position als Gegengewicht zu den traditionellen Industrieländern, getragen von starkem Wachstum in China und Indien sowie wachsender regionaler Vernetzung.
Für Anleger bieten sich neue Chancen in dynamischen Schwellenmärkten, gleichzeitig erfordern politische Spannungen und wirtschaftliche Unterschiede innerhalb der BRICS-Staaten eine sorgfältige Risikobewertung.
BRICS Staaten - Das Wichtigste in Kürze:
BRICS-Expansion: Seit 2024 hat BRICS sechs neue Mitglieder (Saudi-Arabien, Iran, Ägypten u.a.), was ihr geopolitisches Gewicht und ihre wirtschaftliche Schlagkraft deutlich erhöht – Das Ziel: eine multipolare Weltwirtschaft.
Wirtschaftliches Wachstum: Indien und China bleiben Wachstumsmotoren (6 % bzw. 5 % BIP-Wachstum); Brasilien moderat, Südafrika schwach, Russland trotz Sanktionen stabilisiert – große Unterschiede erfordern selektive Investments.
Handel und Investitionen: Rekordhohes Handelsvolumen innerhalb der BRICS-Staaten, verstärkte Nutzung nationaler Währungen reduziert Dollar-Abhängigkeit, neue Süd-Süd-Investitionsnetzwerke entstehen.
Finanzielle Stabilität: Riesige Devisenreserven (vor allem China, Indien, Saudi-Arabien) stützen die Finanzstabilität; langfristige Bestrebungen Richtung gemeinsamer Verrechnungseinheit zur Entdollarisierung.
Geopolitische Chancen und Risiken: Gemeinsamer Wille zur Stärkung der Eigenständigkeit gegenüber dem Westen, aber interne Rivalitäten (z.B. China vs. Indien) und unterschiedliche politische Systeme bergen Risiken für Anleger.
BRICS als neue Kraft – Chancen und Risiken für Investoren
Die Entwicklungen innerhalb der BRICS-Staaten zeichnen ein Bild eines Bündnisses, das an wirtschaftlicher Stärke und Vielfalt gewinnt.
Für wirtschaftlich interessierte Anleger bedeutet das: Neue Chancen auf aufstrebenden Märkten, sei es durch direkte Investitionen in Infrastruktur, Beteiligungen an Unternehmen oder Engagements in lokal denominierte Anleihen. Gerade die Erweiterung um ressourcenreiche Länder wie Saudi-Arabien oder wachstumsstarke Märkte wie Äthiopien könnte attraktive Investitionsstories liefern, etwa in den Bereichen Energie, Bergbau oder Konsumgüter.
Doch ebenso sollte man die Risiken im Auge zu behalten. BRICS ist kein monolithischer Block – politische Spannungen oder Konjunkturdellen in einem Mitgliedsland können die gesamte Dynamik dämpfen.
Anleger sollten daher diversifizieren und lokale Entwicklungen genau verfolgen:
- Wie stabil bleibt Chinas Wachstumskurs?
- Kann Indien seine Reformen fortsetzen?
- Überwindet Brasilien die politische Polarisierung?
- Hält Russlands Wirtschaft trotz Sanktionen stand?
- Und werden die neuen BRICS-Mitglieder den Zusammenhalt stärken oder für neue Zielkonflikte sorgen?
Unterm Strich unterstreicht die BRICS-Allianz 2025 den Trend zu einer multipolaren Weltwirtschaft. Westliche Märkte bekommen Konkurrenz durch machtbewusste Schwellenländer.
Für Investoren eröffnen sich damit zusätzliche Optionen jenseits der traditionellen Märkte – verbunden mit der Herausforderung, die sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen in diesen Ländern zu verstehen. Wer diese Balance meistert, könnte vom Wachstum der neuen Wirtschaftsallianz profitieren, die im kommenden Jahrzehnt eine immer wichtigere Rolle spielen dürfte.
Aufstieg der BRICS - Allianz und Erweiterungspläne
Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – stehen 2025 als wirtschaftlicher Block stärker da denn je. Allein diese 5 BRICS Staaten repräsentieren rund 40 % der Weltbevölkerung und einen bedeutenden Anteil der globalen Wirtschaftsleistung (je nach Messmethode etwa ein Viertel bis ein Drittel des Welt-BIP).
BRICS-Gipfel 2023: Neue Mitglieder für eine historische Erweiterung
Ab 2024 sind sechs weitere Länder dem Bündnis beigetreten, die wichtigen Schwellenländer Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Argentinien, Iran und Äthiopien. Diese Erweiterung spiegelt den Anspruch der BRICS wider, ihr globales Gewicht auszubauen und eine multipolare Weltwirtschaft mitzugestalten.
Für Anleger ist dies ein Signal, dass sich wirtschaftliche Einflusszentren weiter diversifizieren – weg von den traditionellen G7-Staaten, hin zu aufstrebenden Märkten.
Neue Mitglieder, neues Gewicht
Mit der Aufnahme der neuen Länder gewinnt BRICS nicht nur an geopolitischer Reichweite, sondern auch an wirtschaftlicher Schlagkraft.
- Saudi-Arabien und die Emirate bringen große Ölreserven und erhebliche Finanzkraft ein.
- Ägypten und Äthiopien stehen für das Wachstumspotential Afrikas.
- Argentinien erweitert den Einfluss in Südamerika (trotz interner wirtschaftlicher Turbulenzen).
- Iran fügt beträchtliche Energieressourcen hinzu.
Für Investoren bedeutet diese Diversifizierung, dass BRICS künftig einen noch größeren Anteil am weltweiten Handelsvolumen und an den Rohstoffmärkten halten könnte. Bereits jetzt erzielen die BRICS-Staaten zusammen ein Handelsvolumen von mehreren Billionen US-Dollar jährlich, Tendenz steigend – insbesondere durch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen China, Indien und Russland.
Die BRICS-Staaten sind ein Zusammenschluss von fünf großen Schwellenländern:
Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika
Sie repräsentieren zusammen etwa 40 % der Weltbevölkerung und rund ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung. Seit 2024 gibt es 6 neue Mitgliedsländer.
Ab 2024 wurden diese Staaten neue BRICS Mitglieder:
Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Ägypten, Iran, Argentinien und Äthiopien.
Robustes BIP-Wachstum mit regionalen Unterschieden
Trotz globaler Konjunkturrisiken verzeichneten die BRICS-Volkswirtschaften 2024 robuste BIP-Wachstumsraten – allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den Ländern.
Indien führt weiterhin als Wachstumsmotor: Getragen von einer jungen Bevölkerung, Digitalisierung und starken Investitionen liegt Indiens Wirtschaftswachstum um die 6 % pro Jahr, eine der höchsten Raten weltweit.
China hat sich nach dem Ende strikter Pandemie-Maßnahmen erholt und strebt 2024/2025 ein Wachstum um 5 % an – ein solider Wert, wenn auch unter früheren zweistelligen Raten.
Brasilien expandiert moderater mit rund 2-3 % Wachstum, unterstützt durch Agrar- und Rohstoffexporte sowie eine sich stabilisierende Inlandsnachfrage.
Südafrika kämpft hingegen mit strukturellen Problemen: Hohe Arbeitslosigkeit und Energieengpässe bremsen das Wachstum, das um die 1 % oder weniger pendelt.
Russlands Sonderfall
Die russische Wirtschaft musste 2022 einen Rückgang verkraften, bedingt durch westliche Sanktionen infolge des Ukraine-Konflikts. Überraschenderweise fiel die Rezession jedoch milder aus als befürchtet, da höhere Öl- und Gaspreise sowie staatliche Stimuli abfedernd wirkten.
2023 und 2024 stabilisierte sich Russlands BIP weitgehend und zeigte sogar leichte Wachstumstendenzen, angetrieben durch Umorientierung der Handelsströme nach Asien (insbesondere zu China und Indien) und staatlich gelenkte Investitionen.
Dennoch bleibt die Investitionslandschaft in Russland anspruchsvoll – westliche Kapitalgeber halten sich zurück, während China vermehrt einspringt.
Für Anleger bedeutet dieses uneinheitliche Bild...
Emerging Markets sind nicht alle gleich. Während Indien und China mit dynamischem Wachstum locken, erfordern Brasilien und Südafrika selektives Hinsehen auf einzelne Sektoren.
Russlands Markt birgt politische Risiken, aber auch Chancen durch seine verstärkte Kooperation mit Asien. Diversifikation innerhalb der BRICS-Region kann helfen, Chancen zu nutzen und Risiken auszugleichen.
Steigendes Handelsvolumen und Investitionsströme
Ein Schlüsselfaktor der BRICS-Dynamik ist das rasant steigende Handelsvolumen innerhalb des Bündnisses und mit strategischen Partnern.
Besonders auffällig ist der bilaterale Handel zwischen China und Indien mit den übrigen BRICS-Ländern: China ist bereits heute für alle Partner einer der größten Handelspartner.
Beispielsweise erreichte das Handelsvolumen zwischen China und Russland zuletzt Rekordwerte, da Russland verstärkt Öl, Gas und andere Rohstoffe nach China liefert, während chinesische Maschinen, Elektronik und Konsumgüter den russischen Markt erobern.
Indien hat seine Importe von russischem Erdöl seit 2022 sprunghaft erhöht, was nicht nur zu günstigeren Energiepreisen in Indien führte, sondern auch die Handelsbeziehungen vertiefte.
Zugleich fließen Investitionsströme vermehrt zwischen den BRICS-Staaten
Chinesische Direktinvestitionen in Indien (trotz politischer Spannungen in bestimmten High-Tech-Sektoren), indische Unternehmen in Afrika, oder brasilianische Agrarkonzerne in Afrika und Asien – all das zeigt, wie sich neue Süd-Süd-Verbindungen herausbilden.
Mit den neuen Mitgliedern dürften sich diese Netzwerke weiter verdichten. Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die VAE bringen umfangreiches Kapital mit, das für Infrastruktur- und Energieprojekte in anderen BRICS-Ländern eingesetzt werden könnte. Umgekehrt bieten Länder wie Iran oder Ägypten neue Märkte und Ressourcen für BRICS-Investoren.
Lokale Währungen auf dem Vormarsch
Ein Trend, der Handels- und Investitionsbeziehungen ebenfalls beeinflusst, ist der verstärkte Einsatz nationaler Währungen im zwischenstaatlichen Handel. Russland und China etwa wickeln Öl- und Gasgeschäfte zunehmend in Renminbi oder Rubel ab, Indien zahlte einige Rohstoffimporte in Dirham (VAE-Währung) oder mittels Rupienkonten.
Diese Entwicklung soll Wechselkursrisiken mindern und Abhängigkeiten vom US-Dollar reduzieren – ein Aspekt, der sowohl ökonomisch (Kostensenkung bei Transaktionen) als auch geopolitisch motiviert ist.
Devisenreserven und BRICS-Währungsinitiative
Die BRICS-Staaten verfügen über immense Devisenreserven, was ihre wirtschaftliche Stabilität untermauert.
- China hält mit über 3 Billionen US-Dollar die weltweit größten Währungsreserven.
- Indien hat rund 600 Milliarden US-Dollar Reservepolster aufgebaut.
- Brasilien liegt bei etwa 350 Milliarden.
- Russland – vor den Sanktionen – hatte ebenfalls über 600 Milliarden, von denen ein Teil jedoch eingefroren ist.
- Südafrika hält vergleichsweise bescheidenere, aber für sein Wirtschaftsvolumen immer noch wichtige Reserven (ca. 50 Milliarden).
- Mit den neuen BRICS-Anwärtern steigt diese Summe weiter an, denn Länder wie Saudi-Arabien (über 400 Mrd. $) und die VAE verfügen ebenfalls über große Rücklagen.
Hohe Devisenreserven stärken das Vertrauen in die Finanzstabilität der BRICS-Staaten und geben ihren Zentralbanken Spielraum, Währungsstabilisierung zu betreiben. Dies ist für internationale Anleger relevant, da stabile Währungen und finanzielle Puffer das Risiko von Zahlungsbilanzkrisen verringern.
BRICS-Währung und Entdollarisierung
Ein heiß diskutiertes Thema ist die Idee einer gemeinsamen BRICS-Währung oder zumindest einer stärkeren Entdollarisierung des Zahlungsverkehrs.
Auf dem 2023er Gipfel wurde zwar keine sofortige Einführung einer neuen Währung beschlossen, doch die Absicht ist klar: Man will langfristig weniger abhängig vom US-Dollar sein. In Fachkreisen wird spekuliert, ob die BRICS irgendwann eine Art gemeinsame Verrechnungseinheit einführen – eventuell gestützt durch einen Warenkorb aus Rohstoffen oder Währungen der Mitgliedsländer.
Kurzfristig wahrscheinlicher sind jedoch praktischere Schritte, z.B. die Ausweitung von Swap-Abkommen zwischen Zentralbanken (um Liquidität in Lokalwährungen bereitzustellen) oder die Erhöhung des Anteils von Yuan, Rubel, Rupie & Co. in der Handelsabrechnung.
Für Investoren bedeutet dies zweierlei
Zum einen könnten sich Wechselkursrisiken im Handel mit BRICS verringern, wenn etwa ein deutscher Importeur mit einem BRICS-Land direkt in dessen Währung abrechnet.
Zum anderen muss man die Entwicklung des US-Dollars aufmerksam beobachten – eine schrittweise Entdollarisierung könnte langfristig Auswirkungen auf Dollar-Anlagen und Anleihemärkte haben.
Allerdings bleibt der Dollar kurz- bis mittelfristig noch dominierend, da eine neue BRICS-Währung enorme politische und ökonomische Hürden mit sich bringt (etwa die Frage der Geldpolitik und Vertrauen zwischen sehr unterschiedlichen Ländern).
Geopolitische Einflüsse: Rückenwind und Spannungen
Die Geopolitik spielt für die wirtschaftliche Stärke der BRICS sowohl als Treiber wie auch als Belastungsprobe eine wichtige Rolle. Gemeinsames Interesse der BRICS ist es, eine multipolare Weltordnung zu fördern – also die Machtbalance weg von einer US- oder westzentrierten Dominanz hin zu mehr regionaler Eigenständigkeit zu verschieben.
Dieses Bestreben verleiht dem Bündnis politischen Rückenwind, etwa indem Mitgliedsländer sich gegenseitig diplomatisch unterstützen und in internationalen Institutionen – vom IWF bis zur WTO – mit einer Stimme mehr Gewicht einbringen.
Konflikte als Katalysator
Ironischerweise haben gewisse Konflikte die BRICS-Kooperation intensiviert. Die westlichen Sanktionen gegen Russland isolieren Moskau zwar von Europa und den USA, aber sie haben zugleich Russlands Bindungen an China und Indien gestärkt (siehe das verstärkte Handelsvolumen).
Auch der sino-amerikanische Handels- und Technologiekonflikt motiviert China, alternative Märkte und Partner zu suchen – wovon Länder wie Brasilien (etwa als Soja- und Fleischlieferant nach China) profitieren.
Im Nahen Osten bewirkt die Aufnahme von Saudi-Arabien und Iran in die BRICS, dass zwei vormals verfeindete Regionalmächte in einem Wirtschaftsblock sitzen, was zumindest perspektivisch Dialog fördern könnte.
Hier mischen sich Wirtschaft und Diplomatie: Gemeinsame Projekte im Energiesektor oder bei Infrastruktur (wie Chinas Neue Seidenstraße, die auch in neuen BRICS-Staaten wie Iran oder Ägypten andockt) haben geopolitische Signalwirkung.
Gleichzeitig gibt es Spannungen und Zielkonflikte
Indien und China etwa sind Rivalen um Einfluss in Asien und hatten militärische Grenzkonflikte. Brasilien und Südafrika könnten Bedenken haben, dass ihre Stimmen im erweiterten BRICS schwächer werden, wenn Giganten wie China oder nun auch Saudi-Arabien tonangebend sind.
Auch ideologisch sind die Mitglieder divers – von Demokratien (Brasilien, Indien, Südafrika) bis zu autoritär geführten Staaten (China, Russland, Iran). Diese Unterschiede können die Einigung auf gemeinsame wirtschaftliche Strategien erschweren.
Für Anleger ist wichtig zu beobachten, wie stabil die politische Kooperation innerhalb von BRICS wirklich ist, da politische Zerwürfnisse schnell ökonomische Folgen haben können (etwa Handelshemmnisse oder abnehmende Investitionsbereitschaft).
Ungleiche Partner: Interne Unterschiede und Herausforderungen
Obwohl die BRICS-Staaten geschlossen mehr Gewicht haben, darf man ihre internen Unterschiede nicht unterschätzen. China stellt alleine über 70 % des gesamten BRICS-BIP (in nominalen US-Dollar) und dominiert technologisch viele Bereiche – was bei Partnern auch Argwohn auslöst. Indien ist zwar ein aufholender Riese, hinkt aber bei Pro-Kopf-Einkommen weit hinterher und hat Infrastruktur- und Bildungsherausforderungen zu meistern.
Brasilien und Südafrika kämpfen mit sozialen Ungleichheiten und politischer Volatilität, die Reformen manchmal bremsen. Russland wiederum sieht sich durch Sanktionen eingeschränkt und muss seine Wirtschaft stärker diversifizieren, um nicht bloß Rohstofflieferant zu bleiben. Diese Heterogenität erschwert Projekte wie eine einheitliche BRICS-Handelsstrategie oder -Währung.
Währungs- und Finanzpolitik sind sehr unterschiedlich
Während Indien eine eher inflationstolerante Politik fuhr, ringt Brasilien mit zweistelligen Leitzinsen zur Inflationsbekämpfung. Chinas Renminbi ist nicht frei konvertierbar, der russische Rubel unterliegt Kapitalverkehrskontrollen, während der brasilianische Real und der südafrikanische Rand frei schwanken.
Ein Investor, der in BRICS-Länder investieren will, muss also jedes Land individuell bewerten – die Risiko-Rendite-Profile unterscheiden sich deutlich.
Auch Infrastruktur und Governance variieren
Chinas ausgebautes Schnellbahn-Netz und digitale Plattformen kontrastieren mit Indiens Engpässen in der Energieversorgung oder Südafrikas Stromkrise (Stichwort „Load Shedding“).
Korruption und Rechtsstaatlichkeit sind weitere Faktoren:
Während Südafrika um Reformen ringt, hat China ein striktes (wenn auch politisch gelenktes) System gegen Korruption etabliert. Brasilien hat seine Skandaljahre (z.B. Petrobras-Affäre) teilweise aufgearbeitet.
Diese Faktoren beeinflussen die Geschäftsklima-Indizes der Länder und somit die Attraktivität für Auslandsinvestitionen.
Heino Zießnitz
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