Susmata AG
72131 Ofterdingen
SUSMATA AG - Das Unternehmen
Die SUSMATA AG entwickelt nachhaltige Materialien für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen nutzt pflanzliche Reststoffe sowie industrielle Abfälle als Rohstoffbasis, um ressourcenintensive und fossile Materialien zu ersetzen.
SUSMATA ist eine industrielle Innovations- und R&D-Plattform für skalierbare, pflanzenbasierte Materialien.
Ziel ist der Aufbau einer zirkulären Materialwirtschaft, die ökologische Nachhaltigkeit mit technologischer Innovation und wirtschaftlicher Skalierbarkeit verbindet. SUSMATA versteht sich dabei als Lösungsanbieter für Industrien, die ihre Produktion nachhaltiger gestalten müssen und zugleich ihre CO₂-Emissionen reduzieren wollen.
Besonders Branchen wie Textil- und Automobilindustrie stehen unter wachsendem Druck, traditionelle Werkstoffe wie Leder oder erdölbasierte Kunststoffe zu ersetzen. Diese geraten aufgrund von Klimabelastung, hohem Ressourcenverbrauch und Mikroplastik zunehmend in die Kritik.
SUSMATA setzt in diesem Wandel auf einen eigenen Ansatz: Reststoffe aus der Teeproduktion dienen als Ausgangsmaterial für neue Werkstoffe. Dank des großen Teeaufkommens – insbesondere in der Türkei – steht dem Unternehmen eine umfangreiche Rohstoffquelle zur Verfügung, die bislang kaum genutzt wird und Chancen für skalierbare nachhaltige Materialien eröffnet.
SUSMATA AG - Die Produkte
WASTEA ist das Kernprodukt der SUSMATA AG, ein nachhaltiges Material mit 40–95 % biobasierten Anteilen, das konventionelles Kunstleder ersetzen soll. Es ist bereits PVC-frei und soll künftig auch ohne gesundheitsschädliche Lösungsmittel auskommen, was Vorteile für Umwelt und Arbeitsschutz bietet.
Das Material ist mit rund 500 g/m² deutlich leichter als Tierleder, zugleich hitzebeständig, wasserabweisend und antibakteriell. Es ist als Rollenware verfügbar und lässt sich individuell einfärben, prägen, bedrucken oder perforieren sowie technisch anpassen. Zudem trägt WASTEA die Zertifizierung „Very low VOC levels“.
WASTEA findet zunehmend Anwendung in Industrie, Konsumgütern und der Automobilbranche, erfüllt dort strenge Standards und ermöglicht CO₂-Einsparungen von etwa 80 %. Ein Beispiel ist der Einsatz in Sitzmöbeln von McDonald’s-Franchise-Restaurants, wofür SUSMATA einen Global Award erhielt.
Ein wichtiger Faktor für die Skalierung ist die exklusive Partnerschaft mit dem türkischen Teeproduzenten Çaykur, der große Mengen pflanzlicher Industrieabfälle liefert. Darüber hinaus prüft SUSMATA Produktionsmöglichkeiten mit Partnern in Indien und China.
Die SUSMATA AG entwickelt eine ganze Reihe weiterer biobasierter Materialien aus pflanzlichen Abfällen für unterschiedliche Branchen.
Zur VSP+-Produktlinie gehören neue Materialien wie REROSE (aus Rosenabfällen), KOHIMATA (aus Kaffeeresten) und LAVMATA (aus Lavendelresten), deren erste Produkte im Juli vorgestellt werden sollen.
Weitere geplante Entwicklungen sind:
- NOTPLAST – ein vollständig biologisch abbaubarer Kunststoffersatz für Verpackungen, Kosmetik und Konsumgüter (Markteinführung Sommer 2026).
- BIOSTYRO – eine biobasierte Alternative zu Styropor aus landwirtschaftlichen Abfällen (2027).
- CIRCMA – ein zirkuläres Material für Bau- und Innenraumanwendungen (2027).
- GREENTARP – eine biobasierte Plane, die während der Nutzung CO₂ aus der Umgebung bindet (2027).
- CELARN – ein Garnsystem aus pflanzlichen Abfällen kombiniert mit ausgewählten synthetischen Fasern (2028).
Grundlage dieser Entwicklungen ist eine patentierte Technologieplattform, mit der unterschiedliche Pflanzenabfälle systematisch verarbeitet werden können. Die Produktion erfolgt in Reinräumen, um hohe Materialreinheit und gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.
SUSMATA AG - Die Aktie
SUSMATA entwickelte sich innerhalb weniger Jahre vom Start-up zum börsennotierten Unternehmen. Der Börsengang erfolgte im November 2025 über ein Reverse-Takeover: Das Unternehmen wurde im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung im Umfang von 80 Millionen Euro in die SUSMATA Holding AG (DE000A3E5A18) eingebracht, die nun im Freiverkehr der Börse Düsseldorf notiert ist.
Begleitet wurde der Prozess von der DN Deutsche Nachhaltigkeit AG unter CEO Ole Nixdorff, die einen niedrigen einstelligen Prozentanteil hält. Im Zuge eines Impact-Assessments erzielte SUSMATA ein ESG-Scoring von 48 Punkten und lag damit deutlich über dem Investitionsschwellenwert von 25 Punkten.
Die Unternehmensbewertung wird laut Gutachten auf 80 bis 94 Millionen Euro geschätzt – bemerkenswert für ein Unternehmen, das erst seit rund drei Jahren am Markt tätig ist.
Informationen & Zahlen der Susmata AG
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