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SUSMATA AG Erfahrungen und Rezensionen: Wie überzeugend sind Materialien aus Pflanzenabfällen?

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 03.08.26

Nachhaltigkeit · 11 Min. Lesedauer

SUSMATA AG Erfahrungen und Rezensionen: Wie überzeugend sind Materialien aus Pflanzenabfällen? - Titelbild

Aus Teeabfällen werden Oberflächenmaterialien für Möbel, Fahrzeuge oder Modeprodukte: Die Geschäftsidee der SUSMATA AG klingt zunächst ungewöhnlich. Hinter dem Ansatz steht jedoch eine konkrete industrielle Fragestellung. Unternehmen suchen zunehmend nach Materialien, die weniger fossile Rohstoffe benötigen, den CO₂-Ausstoß reduzieren und gleichzeitig die technischen Anforderungen professioneller Anwendungen erfüllen.

 

Die SUSMATA AG entwickelt dafür pflanzenbasierte Werkstoffe, die herkömmliches Leder, Kunstleder, Kunststoffe und weitere Materialien zumindest teilweise ersetzen sollen. Bekanntestes Produkt ist WASTEA, eine vegane Lederalternative auf Basis von Reststoffen aus der Teeproduktion.

 

Doch welche Erfahrungen gibt es bislang mit dem Unternehmen und seinen Materialien? Wie fallen Rezensionen, Fachberichte und öffentliche Bewertungen aus? Und welche Punkte sollten Interessenten bei der Einordnung berücksichtigen?

Das Wichtigste in Kürze

  • Die SUSMATA AG verfolgt einen technologisch interessanten Ansatz, bei dem pflanzliche Industrieabfälle zu neuen Werkstoffen verarbeitet werden.
  • Das bekannteste Material WASTEA wurde für Anwendungen in der Automobil-, Möbel-, Mode- und Innenausstattungsbranche entwickelt.
  • Öffentlich sichtbare Erfahrungen stammen vor allem aus Industrieprojekten, Materialprüfungen, Fachmedien und Unternehmensporträts. Klassische Kundenbewertungen auf Verbraucherportalen spielen dagegen kaum eine Rolle.
  • Positiv hervorgehoben werden insbesondere die Nutzung bislang weitgehend ungenutzter Reststoffe, die Anpassungsfähigkeit der Materialien und die mögliche Verringerung von Wasserverbrauch und CO₂-Emissionen.

Was macht die SUSMATA AG?


Die SUSMATA AG ist ein Materialtechnologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung innovativer Werkstoffe aus pflanzlichen Reststoffen und recycelten Rohstoffen spezialisiert hat. Ziel ist es, leistungsfähige Materialalternativen für unterschiedliche industrielle und kommerzielle Anwendungen bereitzustellen. Dazu zählen unter anderem Konsumgüter, Textilien, Fahrzeuginterieurs, Innenausstattungen, Verpackungen und weitere industrielle Einsatzbereiche.

 

Im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie steht nicht allein die Vermarktung eines einzelnen Materials. SUSMATA verfolgt vielmehr den Aufbau einer skalierbaren Technologieplattform, mit der verschiedene pflanzliche Reststoffe zu funktionalen Werkstoffen weiterverarbeitet werden können. Neben Rückständen aus der Teeproduktion kommen perspektivisch auch Nebenprodukte aus Kaffee, Rosen und Lavendel als Rohstoffbasis infrage.

 

Das derzeit bekannteste Produkt ist WASTEA. Das Material wird aus Reststoffen der industriellen Teeproduktion hergestellt, die aufbereitet und zu einem vielseitig einsetzbaren Oberflächenwerkstoff weiterverarbeitet werden. Abhängig von Produktvariante und kundenspezifischer Ausführung soll der biobasierte Anteil zwischen 40 und 95 Prozent liegen.

 

Damit verbindet SUSMATA die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft mit den Anforderungen moderner Industrieanwendungen. Pflanzliche Reststoffe sollen nicht entsorgt, sondern als Rohstoff für neue Materiallösungen genutzt werden.

Erfahrungen mit WASTEA: Was ist bereits bekannt?


Für die Beurteilung eines jungen Materialunternehmens sind klassische Onlinebewertungen nur eingeschränkt geeignet. SUSMATA verkauft überwiegend an Unternehmen. Die Auftraggeber stammen beispielsweise aus der Möbel-, Automobil-, Gastronomie-, Mode- und Innenausstattungsbranche. Aussagekräftiger sind deshalb konkrete Industrieprojekte und technische Prüfungen.

 

Erfahrungen aus der Möbel- und Gastronomiebranche

 

Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein mehrjähriges Projekt für Sitzmöbel in McDonald’s-Restaurants. Nach Angaben von SUSMATA und den berichtenden Medien wurden zwei Materialvarianten für den Einsatz in drei Franchise-Standorten entwickelt.

 

Die Materialien mussten verschiedene Anforderungen erfüllen. Dazu gehörten unter anderem:

 

  • Feuerbeständigkeit
  • Farbechtheit
  • Abriebfestigkeit
  • Reinigungsfreundlichkeit
  • niedrige Emissionswerte
  • Anforderungen an die Nachhaltigkeit

 

Nach einer dreijährigen Projektlaufzeit erhielt SUSMATA für das Projekt einen Global Award. Diese Auszeichnung ist ein wichtiges Signal, weil Materialien in stark frequentierten Gastronomiebetrieben besonders hohen Belastungen ausgesetzt sind.

 

Erfahrungen aus der Automobilindustrie

 

WASTEA wird auch für Anwendungen im Fahrzeugbereich entwickelt. Dort müssen Oberflächenmaterialien deutlich mehr leisten als nur optisch überzeugen. Sie müssen beispielsweise UV-beständig, emissionsarm, hitzebeständig, abriebfest und dauerhaft formstabil sein. Nach den vorliegenden Unternehmensangaben erfüllt WASTEA wesentliche Anforderungen der Automobilindustrie. Das Material ist wasserabweisend, vergleichsweise leicht und kann hinsichtlich Farbe, Prägung, Stärke und Oberflächenstruktur angepasst werden.

 

Gerade diese Individualisierbarkeit dürfte für Fahrzeughersteller und Zulieferer interessant sein. Ein Material kann dadurch für Sitze, Türverkleidungen, Armaturenbereiche oder andere Innenraumkomponenten angepasst werden. Unabhängige Langzeitdaten über eine Nutzung über zehn oder mehr Jahre liegen öffentlich bislang allerdings nur begrenzt vor. Das ist bei einem jungen Material nicht ungewöhnlich, sollte bei der Bewertung aber berücksichtigt werden.

Welche Eigenschaften werden positiv bewertet?


In den bisher veröffentlichten Berichten werden mehrere Eigenschaften regelmäßig hervorgehoben.

 

Nutzung vorhandener industrieller Reststoffe

 

Ein Vorteil des SUSMATA-Konzepts besteht darin, dass nicht primär zusätzliche landwirtschaftliche Flächen für die Rohstoffproduktion benötigt werden. Stattdessen greift das Unternehmen auf Reststoffe zurück, die bereits bei bestehenden Produktionsprozessen entstehen. Im Falle von WASTEA handelt es sich um Teeabfälle, die sich nach Unternehmensangaben nur eingeschränkt als Tierfutter, Dünger oder Energierohstoff eignen.

 

Dadurch wird ein bislang problematischer Abfallstrom zu einem Ausgangsmaterial für neue Produkte. Dieser Ansatz entspricht dem Grundgedanken der Kreislaufwirtschaft: Ein vorhandener Reststoff wird nicht entsorgt, sondern erneut wirtschaftlich genutzt.

 

Geringerer Wasserverbrauch

 

SQUAREVEST nennt für die Herstellung von WASTEA einen Wasserverbrauch von rund vier Litern pro Quadratmeter. Für konventionelles Leder werden im Vergleich etwa 500 Liter angegeben.

 

Solche Vergleiche hängen grundsätzlich von der verwendeten Berechnungsmethode und den betrachteten Produktionsschritten ab. Dennoch verdeutlichen die Zahlen, welches ökologische Potenzial alternative Materialien besitzen können.

 

Mögliche CO₂-Einsparung

 

Nach Angaben des Unternehmens kann WASTEA gegenüber herkömmlichen Materialien eine CO₂-Einsparung von bis zu 80 Prozent erreichen. Die genaue Einsparung dürfte von der jeweiligen Materialzusammensetzung, dem Produktionsstandort, den Transportwegen und der konkreten Anwendung abhängen. Positiv ist jedoch, dass SUSMATA die Verringerung fossiler Bestandteile schrittweise vorantreibt und nicht lediglich konventionelles Kunstleder mit einer kleinen Menge Pflanzenfasern ergänzt.

 

Anpassung an unterschiedliche Branchen

 

WASTEA wird als Rollenware angeboten und kann eingefärbt, geprägt, perforiert oder bedruckt werden. Auch Materialstärke und Trägerstruktur lassen sich anpassen.

 

Diese Flexibilität ist für industrielle Kunden entscheidend. Hersteller benötigen selten ein universelles Material, sondern Lösungen, die exakt auf Produktionsverfahren, Designvorgaben und technische Standards abgestimmt sind.

SUSMATA AG Rezensionen: Was sagen Presse und Fachmedien?

 

Die öffentliche Wahrnehmung der SUSMATA AG wird bislang weniger durch klassische Kundenrezensionen als durch Unternehmensanalysen, Berichte in Fachmedien, Messeberichte und Meldungen aus dem Kapitalmarkt geprägt. Insgesamt fällt die Berichterstattung überwiegend positiv aus. Im Mittelpunkt stehen die Nutzung pflanzlicher Reststoffe, die industrielle Anwendbarkeit von WASTEA und der Ausbau des Unternehmens zu einer breiter aufgestellten Technologieplattform.

 

SQUAREVEST: Verbindung von Kreislaufwirtschaft und industrieller Skalierung

 

SQUAREVEST beschreibt SUSMATA als ambitioniertes Material-Tech-Unternehmen, das pflanzliche Industrieabfälle in funktionale Werkstoffe für unterschiedliche Branchen umwandelt. Positiv hervorgehoben wird insbesondere die Verbindung aus Kreislaufwirtschaft, technischer Leistungsfähigkeit und wirtschaftlicher Skalierbarkeit. Der Beitrag beschäftigt sich nicht nur mit WASTEA, sondern ordnet auch die geplanten Produktlinien NOTPLAST, BIOSTYRO, CIRCMA, GREENTARP und CELARN ein.

 

Als Stärken gelten die grundsätzlich verfügbare Rohstoffbasis, die Anpassungsfähigkeit der Materialien und das Potenzial, mit einer gemeinsamen Technologieplattform unterschiedliche Märkte zu bedienen. Die Analyse bleibt zugleich differenziert und nennt als Herausforderungen unter anderem die internationale Skalierung, den Wettbewerbsdruck, die weitere Verringerung synthetischer Bestandteile und den Aufbau langfristiger Praxiserfahrungen.

 

SCOREDEX: Pflanzenabfälle als industrielle Ressource


SCOREDEX stellt vor allem das Geschäftsmodell und die technologische Plattform des Unternehmens heraus. Die Verwendung pflanzlicher Industrieabfälle wird als Beispiel für eine moderne und ressourcenschonende Materialwirtschaft beschrieben. Besonders positiv erscheint, dass SUSMATA nicht nur eine einzelne Lederalternative anbietet. Das Unternehmen will seine Technologie langfristig auf mehrere Materialgruppen und Anwendungsbereiche übertragen. Dadurch könnten verschiedene Märkte bedient und die Abhängigkeit von einem einzelnen Produkt verringert werden.

 

SCOREDEX verweist neben veganen Lederalternativen auch auf biobasierte Kunststoffe und weitere Werkstoffe. Im Vordergrund steht somit keine klassische Kundenbewertung, sondern eine strategische Einordnung der Technologie, des Produktportfolios und der möglichen Marktchancen.

 

Business Leaders: Vom Einzelprodukt zur industriellen Materialplattform


Business Leaders betrachtet SUSMATA aus der Perspektive der Unternehmensentwicklung, des Marktpotenzials und der Industrialisierung. Der Beitrag hebt hervor, dass der entscheidende Schritt nicht allein in der Entwicklung innovativer Materialmuster liegt. Für den wirtschaftlichen Erfolg kommt es vielmehr darauf an, Werkstoffe in gleichbleibender Qualität, ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können.

 

Damit greift Business Leaders einen zentralen Punkt auf: Viele nachhaltige Materialien funktionieren zunächst im Labor oder in kleinen Produktserien. Ihre wirtschaftliche Bedeutung zeigt sich jedoch erst, wenn sie in bestehende industrielle Prozesse integriert und in größeren Mengen hergestellt werden können. Das Portal bewertet die Entwicklung von SUSMATA zu einer übertragbaren Materialplattform als strategisch interessant. Die bisherige Unternehmensentwicklung, der Aufbau eines breiteren Portfolios und die Ausrichtung auf mehrere Industriezweige werden als positive Voraussetzungen für das weitere Wachstum eingeordnet.

 

Vegconomist: Internationale Aufmerksamkeit auf der LINEAPELLE


Das internationale Fachportal Vegconomist berichtet über die Präsentation von WASTEA auf der LINEAPELLE in Mailand. Die Messe gehört zu den bedeutenden internationalen Branchentreffen für Leder, Komponenten, Oberflächenmaterialien und alternative Werkstoffe. Vegconomist hebt hervor, dass SUSMATA dort nicht nur WASTEA präsentiert, sondern zugleich einen Ausblick auf die erweiterte Materialplattform gibt. Dazu gehören Lederalternativen aus Kaffee-, Rosen- und Lavendelabfällen sowie der geplante biobasierte Kunststoffersatz NOTPLAST.

 

Positiv bewertet werden der biobasierte Anteil von WASTEA, der Verzicht auf PVC und die Ausrichtung auf anspruchsvolle Einsatzbereiche wie Automobile, Möbel und hochwertige Konsumgüter. Der Messeauftritt zeigt, dass SUSMATA seine Materialien gezielt einem internationalen Fachpublikum aus Herstellern, Zulieferern und Designern vorstellt.

 

Renewable Carbon: Einordnung in die biobasierte Materialwirtschaft


Auch die Fachplattform Renewable Carbon berichtet über den Auftritt von SUSMATA auf der LINEAPELLE. Das Portal beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit erneuerbaren Kohlenstoffquellen, biobasierten Werkstoffen, Recycling und CO₂-Nutzung. Der Bericht ordnet WASTEA damit in einen größeren industriellen Zusammenhang ein. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Alternative zu Tierleder, sondern die Frage, wie pflanzliche Reststoffe fossile Rohstoffe in Material- und Produktionssystemen ersetzen können.

 

Die Präsentation auf einer internationalen Fachmesse wird als Möglichkeit verstanden, die Praxistauglichkeit und gestalterische Qualität der Materialien unmittelbar erfahrbar zu machen. Für SUSMATA ist diese Wahrnehmung in einem spezialisierten Fachmedium besonders relevant, weil sie das Unternehmen im wachsenden Markt biobasierter Werkstoffe positioniert.

 

World Bio Market Insights: Technische Eigenschaften von WASTEA


World Bio Market Insights richtet den Blick stärker auf die technischen und industriellen Eigenschaften von WASTEA. Das Fachportal nennt einen biobasierten Anteil von 40 bis 95 Prozent und beschreibt das Material als PVC-frei, leicht, hitzebeständig, wasserabweisend und antibakteriell. Diese Einordnung ist für die Bewertung besonders interessant. In industriellen Anwendungen reicht es nicht aus, dass ein Werkstoff aus nachhaltigen Rohstoffen besteht. Er muss zugleich konkrete Anforderungen an Belastbarkeit, Verarbeitung, Pflege und gleichbleibende Qualität erfüllen.

 

Der Bericht zeigt, dass WASTEA nicht lediglich als ökologisches Designmaterial positioniert wird. Vielmehr soll es als funktionaler Werkstoff für professionelle Anwendungen eingesetzt werden.

 

eMove360° und MATERIALICA: Anerkennung durch eine Fachjury


Die Aufnahme von WASTEA in das Finale des MATERIALICA Design + Technology Award 2024 stellt eine weitere Form der fachlichen Anerkennung dar. Das Material wurde in der Kategorie „Material“ als Finalist ausgewählt. Der Wettbewerb bewertet Materialinnovationen an der Schnittstelle von Technologie, Gestaltung und industrieller Anwendung. Die Nominierung ist keine klassische Kundenrezension. Sie zeigt jedoch, dass WASTEA von einer Fachjury als relevante Materialentwicklung wahrgenommen wurde.

 

Für SUSMATA stärkt diese Anerkennung die Sichtbarkeit in den Bereichen Mobilität, Produktdesign und nachhaltige Werkstoffe. Sie unterstützt zudem die Positionierung gegenüber Unternehmen, die nach neuen Oberflächen- und Innenraummaterialien suchen.

 

Handelsblatt-Presseportal und Presseportal.de: Nachhaltige Materialien für die Textilindustrie

 

Eine über das Handelsblatt-Presseportal und Presseportal.de verbreitete Unternehmensmeldung stellt die möglichen Anwendungen der SUSMATA-Materialien in der Textilindustrie heraus. Im Mittelpunkt stehen pflanzenbasierte Alternativen zu Leder und fossilen Kunststoffen. Der Beitrag beschreibt die Zielsetzung, Materialeigenschaften mit den Anforderungen einer Kreislaufwirtschaft zu verbinden. Auch die teilweise Rückführung verwendeter Materialien in natürliche Kreisläufe wird thematisiert.

 

Die Veröffentlichung erhöht die öffentliche Sichtbarkeit des Unternehmens und macht das Materialkonzept einem breiteren Wirtschafts- und Medienpublikum zugänglich. Bei der Bewertung ist allerdings zu berücksichtigen, dass es sich um eine vom Unternehmen veranlasste Pressemitteilung und nicht um eine unabhängige redaktionelle Analyse handelt.

 

Börse Düsseldorf und EQS News: Wahrnehmung am Kapitalmarkt


Im Zusammenhang mit der Sachkapitalerhöhung und der Einbeziehung in den Börsenhandel wurde SUSMATA auch von Kapitalmarktmedien aufgegriffen. Eine über EQS verbreitete Meldung berichtet über eine Sachkapitalerhöhung im Volumen von 80 Millionen Euro und die Notierung der SUSMATA Holding an der Börse Düsseldorf. Die Veröffentlichung beschreibt SUSMATA als Entwickler und Produzenten biologisch abbaubarer Materialien aus Pflanzenabfällen.

 

Die Meldung wurde unter anderem von Börsennews, FinanzNachrichten und Anleihen-Finder übernommen. Dadurch erhielt das Unternehmen zusätzliche Aufmerksamkeit bei Anlegern und Marktbeobachtern. Diese Veröffentlichungen sind jedoch überwiegend Weiterverbreitungen derselben Unternehmensmeldung und deshalb nicht als voneinander unabhängige Bewertungen zu verstehen.

 

Börse München: Technologieportfolio und industrielle Anwendungsfelder


Eine frühere Kapitalmarktmeldung an der Börse München beschreibt das SUSMATA-Portfolio als patentierte Technologie zur Herstellung alternativer Werkstoffe aus industriellen Pflanzenabfällen. Genannt werden vegane Lederersatzstoffe, biobasierte Kunststoffe, alternative Verpackungsmaterialien und CO₂-bindende Baustoffe. Als mögliche Abnehmerbranchen erscheinen unter anderem Mode, Automobilindustrie, Bauwirtschaft und Verpackungsindustrie.

 

Die Veröffentlichung unterstreicht damit den Plattformgedanken: SUSMATA soll nicht ausschließlich als Hersteller einer Lederalternative wahrgenommen werden, sondern als Entwickler verschiedener Materiallösungen für mehrere Industriezweige. Auch hierbei handelt es sich um eine veröffentlichungspflichtige Unternehmensinformation und nicht um eine unabhängige Produkterprobung.

 

Wie ist das gesamte Medienecho einzuordnen?

 

Das bisherige Medienecho fällt positiv aus. Wiederkehrende Themen sind die Nutzung pflanzlicher Reststoffe, die Verringerung fossiler Ausgangsmaterialien, die Anpassungsfähigkeit von WASTEA und der Aufbau einer breiteren Technologieplattform. Besonders wertvoll sind Berichte in spezialisierten Fachmedien wie Vegconomist, Renewable Carbon und World Bio Market Insights. Sie ordnen SUSMATA in die internationale Entwicklung biobasierter und kreislauffähiger Werkstoffe ein. Die MATERIALICA-Nominierung ergänzt dieses Bild durch die Anerkennung einer unabhängigen Fachjury.

 

SQUAREVEST, SCOREDEX und Business Leaders betrachten stärker das Unternehmen, seine Strategie und die wirtschaftlichen Perspektiven. Diese Beiträge machen zugleich deutlich, dass sich SUSMATA in einer entscheidenden Phase zwischen Produktentwicklung, Markteinführung und industrieller Skalierung befindet.

Kapitalmarkt- und Presseportalbeiträge erhöhen zusätzlich die Reichweite. Sie sollten jedoch nicht mit unabhängigen Rezensionen gleichgesetzt werden, da sie teilweise auf Unternehmens- oder Emittentenmitteilungen beruhen.

 

Insgesamt entsteht ein positives und zunehmend internationales Bild. Die nächste wichtige Bestätigung dürfte aus weiteren konkreten Industrieprojekten, langfristigen Materialtests, wiederkehrenden Kundenaufträgen und einer erfolgreichen Ausweitung der Produktionskapazitäten hervorgehen.

Wie sind die bisherigen Erfahrungen mit SUSMATA einzuschätzen?


In den für diesen Beitrag ausgewerteten Quellen finden sich keine auffälligen negativen Kundenberichte. Zugleich ist die Zahl frei verfügbarer Rezensionen naturgemäß begrenzt. Das liegt vor allem am Geschäftsmodell der SUSMATA AG. Das Unternehmen richtet sich überwiegend an industrielle Geschäftskunden und entwickelt Materialien häufig im Rahmen individueller Projekte und Kooperationen.

 

Anders als bei klassischen Konsumprodukten entstehen deshalb nur selten öffentlich sichtbare Bewertungen auf großen Rezensionsplattformen. Viele relevante Erfahrungen zeigen sich stattdessen in gemeinsamen Entwicklungsprojekten, Materialtests, Auszeichnungen, Messepräsentationen und der Zusammenarbeit mit Industriepartnern.

 

Die bislang bekannten Hinweise sprechen dafür, dass SUSMATA seine Materialien schrittweise in konkrete Anwendungen überführt und dabei technische, ökologische und gestalterische Anforderungen miteinander verbindet. Besonders aussagekräftig sind daher weniger einzelne Onlinebewertungen als vielmehr die Qualität der realisierten Projekte und die weitere Entwicklung des Produktportfolios.

 

Für eine fundierte Beurteilung sind insbesondere folgende Punkte von Bedeutung:

 

  • erfolgreich umgesetzte Industrieprojekte
  • bestandene Material- und Belastungsprüfungen
  • Kooperationen mit Geschäftskunden und Entwicklungspartnern
  • Zertifizierungen, Emissionswerte und technische Kennzahlen
  • Ausbau der Produktionskapazitäten
  • verlässliche Lieferfähigkeit
  • langfristige Haltbarkeit der Materialien
  • nachvollziehbare Umwelt- und Nachhaltigkeitsdaten

 

Insgesamt ergibt sich derzeit ein positives, zugleich noch wachsendes Erfahrungsbild. Mit zunehmender Marktdurchdringung und weiteren industriellen Anwendungen dürfte auch die Zahl unabhängiger Erfahrungsberichte weiter steigen.

Vom Materialhersteller zur Technologieplattform


Für die weitere Entwicklung der SUSMATA AG ist entscheidend, ob aus WASTEA eine breitere Produktplattform entsteht. Angekündigt sind unter anderem Materialien auf Basis von Kaffee-, Rosen- und Lavendelabfällen. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an biobasierten Alternativen für Kunststoffe, Styropor, Bauprodukte, Planen und Garne.

 

Zu den genannten Entwicklungsprojekten gehören:

 

NOTPLAST – biologisch abbaubarer Kunststoffersatz

NOTPLAST wird von SUSMATA als Material der nächsten Generation beschrieben, das aus pflanzlichen Abfällen hergestellt wird, herkömmliche Kunststoffe ersetzen und die Entstehung von Mikroplastik vermeiden soll. Nach einem Bericht von SQUAREVEST ist NOTPLAST als vollständig biologisch abbaubarer Kunststoffersatz für Verpackungen, Kosmetikprodukte und Konsumgüter vorgesehen. Als geplanter Zeitraum für die Markteinführung wurde Sommer 2026 genannt.

 

BIOSTYRO: eine biobasierte Alternative zu herkömmlichem Styropor

BIOSTYRO soll als biobasierte und biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichem Styropor entwickelt werden. Als Rohstoffbasis sind pflanzliche beziehungsweise landwirtschaftliche Reststoffe vorgesehen. Mögliche Einsatzfelder liegen insbesondere bei Verpackungs-, Dämm- und Schutzanwendungen. Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungs- beziehungsweise Markteinführungsphase.

 

CIRCMA: ein Material für Bau- und Innenraumanwendungen

CIRCMA wird von SUSMATA als kreislauffähiges Bau- und Innenraummaterial aus pflanzlichen Abfällen beschrieben. Es soll für moderne Räume entwickelt werden und Nachhaltigkeit mit den technischen Anforderungen der jeweiligen Anwendung verbinden. Nach einer veröffentlichten Projektübersicht ist CIRCMA für Architektur-, Bau- und Innenraumanwendungen vorgesehen. Die Einführung wird für 2027 angekündigt.

 

GREENTARP: eine biobasierte Plane für industrielle Anwendungen

GREENTARP wird als biobasierte Plane für industrielle Anwendungen und den Außenbereich vorgestellt. Nach Darstellung von SUSMATA soll das Material während seiner Nutzung CO₂ aus der Umgebung aufnehmen. SQUAREVEST nennt für GREENTARP ebenfalls die geplante Fähigkeit zur CO₂-Bindung und gibt 2027 als vorgesehenen Einführungszeitraum an. 

 

CELARN: ein Garnsystem auf Basis pflanzlicher Abfälle

Für CELARN ist derzeit keine eigenständige offizielle Produktseite auf der öffentlich sichtbaren SUSMATA-Labs-Seite vorhanden. Das Portfolio führt CELARN zusammen mit FIBCEL als geplante synthetische Mischfaser beziehungsweise als Garnsystem aus pflanzlichen Bioabfällen auf. Dort wird für den Entwicklungsstand ein Zeithorizont von 2028 beziehungsweise 2029 genannt. 

 

BIOSTYRO soll als biobasierte und biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichem Styropor entwickelt werden. Als Rohstoffbasis sind pflanzliche beziehungsweise landwirtschaftliche Reststoffe vorgesehen. Mögliche Einsatzfelder liegen insbesondere bei Verpackungs-, Dämm- und Schutzanwendungen. Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungs- beziehungsweise Markteinführungsphase.

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Portfolio

Chancen und Herausforderungen für die SUSMATA AG


Die Marktbedingungen sprechen grundsätzlich für Unternehmen, die leistungsfähige Alternativen zu fossilen und tierischen Materialien anbieten können. Hersteller müssen ihre Lieferketten nachhaltiger gestalten, CO₂-Emissionen reduzieren und regulatorische Vorgaben erfüllen. Gleichzeitig wächst das Interesse an Materialien, die nicht nur umweltfreundlich wirken, sondern messbare technische und ökologische Vorteile besitzen.

 

SUSMATA verbindet mehrere dieser Anforderungen:

 

  • Nutzung vorhandener Pflanzenabfälle
  • Verringerung fossiler Rohstoffe
  • industrielle Anpassbarkeit
  • Einsatz in verschiedenen Branchen
  • potenziell geringerer Wasserverbrauch
  • mögliche Reduzierung von CO₂-Emissionen
  • Aufbau einer skalierbaren Materialplattform

 

Besonders interessant ist, dass das Unternehmen nicht ausschließlich auf den Modebereich setzt. Anwendungen in Fahrzeugen, Möbeln, Gastronomie, Verpackungen und Industrieprodukten könnten das Marktpotenzial deutlich erweitern.

 

Welche Herausforderungen bleiben?

 

Trotz der positiven Entwicklung befindet sich SUSMATA noch in einem jungen Marktsegment. Die größte Herausforderung dürfte in der Skalierung liegen. Industriekunden erwarten nicht nur nachhaltige Materialien, sondern dauerhaft gleichbleibende Qualität, verlässliche Liefermengen und wettbewerbsfähige Preise. Hinzu kommt, dass biobasierte Materialien häufig noch Bindemittel, Beschichtungen oder Trägerschichten benötigen, die nicht vollständig pflanzlich oder biologisch abbaubar sind.

 

SUSMATA arbeitet nach eigenen Angaben daran, diese Bestandteile weiter zu reduzieren. Auch langfristige Praxiserfahrungen werden an Bedeutung gewinnen. Je länger WASTEA in Fahrzeugen, Möbeln und stark beanspruchten Innenräumen eingesetzt wird, desto besser lassen sich Aussagen über Haltbarkeit, Alterung und Reparierbarkeit treffen.

 

Fazit: Wie fallen die Erfahrungen mit der SUSMATA AG aus?

 

Die bislang öffentlich zugänglichen Erfahrungen und Rezensionen ergeben ein überwiegend positives Bild. SUSMATA verfolgt einen nachvollziehbaren und technologisch interessanten Ansatz. Die Nutzung von Tee- und anderen Pflanzenabfällen unterscheidet das Unternehmen von vielen klassischen Kunstlederherstellern. Positiv sind außerdem die Anpassungsfähigkeit von WASTEA, die ersten industriellen Anwendungen und die Anerkennung durch Fachmessen und Auszeichnungen.

 

Die Fachpresse bewertet insbesondere das Marktpotenzial, den Kreislaufwirtschaftsansatz und die technologische Plattform positiv. Gleichzeitig machen die Beiträge deutlich, dass sich das Unternehmen noch in einer wichtigen Wachstums- und Skalierungsphase befindet. Für Geschäftskunden bietet SUSMATA damit einen Ansatz, wenn nachhaltigere Oberflächenmaterialien gesucht werden, die an konkrete technische und gestalterische Anforderungen angepasst werden können.

 

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob SUSMATA die bisherigen Projekterfahrungen in langfristige Kundenbeziehungen, größere Produktionsmengen und ein breiteres kommerzielles Produktportfolio überführen kann. Die bisherigen Anzeichen sprechen dafür, dass das Unternehmen dafür eine solide technologische Grundlage geschaffen hat.

Quellenverzeichnis

 

SQUAREVEST – Unternehmensanalyse, Marktpotenzial und nachhaltige Materialtechnologie
Der Beitrag ordnet das Geschäftsmodell der SUSMATA AG umfassend ein. Im Mittelpunkt stehen WASTEA, die Verarbeitung pflanzlicher Industrieabfälle, das Marktpotenzial nachhaltiger Werkstoffe sowie Chancen und Herausforderungen der weiteren Skalierung.

 

SCOREDEX – Unternehmensbewertung und Kreislaufwirtschaft
SCOREDEX beleuchtet SUSMATA aus der Perspektive der Unternehmens- und Reputationsbewertung. Thematisiert werden die technologische Ausrichtung, biobasierte Materialien, industrielle Einsatzmöglichkeiten und die Bedeutung des Geschäftsmodells für die Kreislaufwirtschaft.

 

Business Leaders – Unternehmensporträt, Führung und Wachstumsstrategie
Das Unternehmensporträt konzentriert sich auf die Entstehung und Entwicklung von SUSMATA, die strategische Ausrichtung des Managements sowie den Weg von der Materialinnovation zur industriell skalierbaren Technologieplattform.

 

Offizielle Website der SUSMATA AG – Produkte, Technologien und Anwendungsbereiche
Die Unternehmenswebsite bietet Informationen aus erster Hand zu WASTEA und weiteren Materialentwicklungen. Sie zeigt Produktvarianten, technische Eigenschaften, mögliche Einsatzgebiete und die langfristige Vision des Unternehmens.

 

Vegconomist – Internationale Präsentation von WASTEA auf der LINEAPELLE
Der Fachbeitrag behandelt die Präsentation der pflanzenbasierten Lederalternative WASTEA auf der internationalen Fachmesse LINEAPELLE in Mailand. Im Vordergrund stehen die internationale Branchenresonanz und die Positionierung im Markt für alternative Lederwerkstoffe.

 

eMove360° – Auszeichnung und Anerkennung der Materialinnovation WASTEA

Die Quelle dokumentiert die Nominierung von WASTEA als Finalist beim MATERIALICA Design + Technology Award 2024. Das Thema eignet sich als Beleg für die fachliche Anerkennung des Materials in den Bereichen Design, Technologie und nachhaltige Mobilität.

 

EQS News – Börseneinbeziehung, Kapitalmaßnahme und Unternehmensentwicklung
Die Unternehmensmeldung informiert über die von der Deutschen Nachhaltigkeit AG begleitete Sachkapitalerhöhung und Einbeziehung von SUSMATA in den Börsenhandel. Der Schwerpunkt liegt auf Finanzierung, Unternehmensbewertung und Kapitalmarktentwicklung.


Heino Zießnitz

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