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Lars Kruse und Andreas Kroll im Interview: Mit Noble BC und seltenen Erden in die Zukunft investieren

Autor: Thomas Feldhaus · Zuletzt aktualisiert: 04.07.23

Wirtschaft Finanzen Edelmetalle · 12 Min. Lesedauer

Lars Kruse und Andreas Kroll im Interview: Mit Noble BC und seltenen Erden in die Zukunft investieren - Titelbild

Insgesamt 17 Elemente zählen zu den sogenannten Seltenen Erden, die eigentlich Seltenerdmetalle heißen. Sie sind als Technologiemetalle entscheidend, unter anderem für die Energiewende, die Digitalisierung und die E-Mobilität. Deutschland kann nicht auf eigene Vorkommen zurückgreifen und muss seinen Bedarf vollständig importieren. Das machen Firmen wie Noble Elements, einer der größten Importeure in diesem Bereich. Mit Noble BC hat das Unternehmen einen Ableger gegründet, der alle Handelsaktivitäten in der Blockchain abbildet und privaten Anlegern den Zugang zu diesem Markt öffnet. Die Geschäftsführer Lars Kruse und Andreas Kroll erläutern im Interview mit SQUAREVEST wie das funktioniert, welche Rolle China dabei spielt und warum Seltene Erden gar nicht so selten sind.

SQ: Beginnen wir mit Investorenlegende Warren Buffett. Kaufe nur, was du verstehst, ist einer seiner wichtigsten Grundsätze, um eine Anlageentscheidung zu treffen. Das Geschäftsmodell von Noble BC sei einfach zu verstehen, schreiben Sie auf Ihrer Webseite. Können Sie es mit wenigen Worten kurz erklären?

 

Lars Kruse: Sicher, das ist durch die geänderten Rahmenbedingungen noch etwas einfacher geworden. Seltene Erden und Technologiemetalle sind inzwischen ein großes Thema. Stellen Sie sich vor, Sie hätten im letzten Jahr auf der Straße eine Umfrage zu Seltenen Erden gemacht, dann wäre die Antwort wahrscheinlich meist ein Achselzucken gewesen. Das hat sich in den vergangenen Monaten komplett verändert. Die Bedeutung Seltener Erden für unsere Wirtschaft und die existierende Rohstoffabhängigkeit werden von den Medien und auch in der Bevölkerung wahrgenommen. Das sieht man auch an den Auslandsreisen unserer Bundesregierung, bei denen es fast immer auch um Rohstoffe geht. Insofern sind Seltene Erden und kritische Rohstoffe insgesamt derzeit eines der wichtigsten Themen der Wirtschaft.

 

Kommen wir nun zu uns. Als Noble BC ermöglichen wir privaten Investoren einen einfachen Zugang zu diesem Markt der Seltenen Erden und Technologiemetalle. Zusammen mit unseren Partnergesellschaften bieten wir die Möglichkeit, in ein sicheres und solides Ökosystem zu investieren.

Andreas Kroll CEO Noble BC

„Knappheit ist der Schlüssel zum Erfolg in unserem Finanzsystem.“

CEO Noble BC

Andreas Kroll

Andres Kroll: Lassen Sie mich noch einen Aspekt hinzufügen. Der Mensch hat schon immer mit Rohstoffen gehandelt. Das Prinzip ist auch ganz einfach. Man kauft etwas, lässt es liegen und hofft auf eine Wertsteigerung. Und die entsteht durch Knappheit. Knappheit ist der Schlüssel zum Erfolg in unserem Finanzsystem. Billig kaufen und teuer verkaufen, das ist der einfache Mechanismus, von dem Warren Buffett spricht. Als Investor müssen wir schauen, wo Knappheit entstehen kann und wo die Nachfrage steigt. Genau das tun wir mit einem physischen Rohstoff und einem klassischen Handelssystem. Solider, älter und klassischer kann ein Markt nicht sein.

 

SQ: Was sind eigentlich Seltene Erden?

 

Andreas Kroll: Wir sprechen hier von einer besonderen Kategorie des Periodensystems. Zu den Seltenen Erden, wie sie umgangssprachlich genannt werden, gehören insgesamt 17 Technologiemetalle, für die es einen großen Bedarf, aber weltweit nur geringe Fördermengen gibt. Aber es gibt natürlich auch Metalle, die in der Technik eingesetzt werden, von denen es aber frei verfügbare Mengen gibt, die an der Börse gehandelt werden. Ein Beispiel dafür ist Kupfer. Deshalb haben wir als Noble BC eine eigene Definition, die sich an drei Kriterien misst.

 

  1. Die Metalle werden für Zukunftstechnologien benötigt.
  2. Sie sind nur begrenzt verfügbar und schwer zu beschaffen.
  3. Sie werden noch nicht an der Börse gehandelt.

 

Wir konzentrieren uns daher auf fünf Technologiemetalle und fünf Seltenerdmetalle.

 

SQ: Welche sind das?

 

Andreas Kroll: Das sind aktuell die Technologiemetalle Gallium, Rhenium, Germanium, Hafnium und Indium, übrigens eines der bedeutendsten Metalle unserer Zeit. Bei den Seltenen Erden sind es Neodymoxid, Gadoliniumoxid, Scandiumoxid, Terbiumoxid und das für die E-Mobilität wichtige Dysprosiumoxid.

Noble BC ist in ein Ökosystem für den Handel mit Seltenen Erden eingebettet

SQ: Wie kann man sich den Handel mit diesen Rohstoffen vorstellen? 

 

Lars Kruse: Dazu muss man das gesamte Ökosystem kennen, in das die Noble BC eingebettet ist. Unsere Muttergesellschaft ist Noble Elements, eine Handelsgesellschaft für Seltene Erden und Technologiemetalle, die 2014 gegründet wurde und heute der zweitgrößte Importeur im deutschsprachigen Raum ist. Nobel Elements beschafft die Metalle und beliefert die Industrie oder andere institutionelle Abnehmer. Mit Noble BC bieten wir nun auch Privatanlegern die Möglichkeit, in diese lukrativen Produkte und Märkte zu investieren. Der dritte Baustein ist das Zollfreilager Freeport Berlin Brandenburg, in dem wir unsere Produkte lagern. Als letzter Baustein kommt die Finomet ins Spiel, ein Unternehmen zur digitalen Mittelverwendungskontrolle, an dem wir wesentlicher Ideengeber waren und mit dem wir völlig neue Wege der Transparenz im Rohstoffhandel beschreiten.

 

SQ: Das heißt, es werden physische Produkte gehandelt und nicht nur Zertifikate oder Terminkontrakte?

 

Lars Kruse: Ja. Grundsätzlich sind wir ein klassischer Importeur von Technologiemetallen. Aber die aktuelle geopolitische Lage erfordert immer wieder eine Neubewertung der Situation. Deutschland und Europa insgesamt wollen sich von China unabhängiger machen. Das ist aber nicht so einfach, denn China ist der dominierende Akteur beim Abbau, der Weiterverarbeitung und dem Handel mit Seltenen Erden. Die Raffination der Erze zu Technologiemetallen erfolgt heute fast vollständig in China. Weltweit gibt es nur wenige Alternativen, die sich aber überwiegend in der Erprobungsphase befinden. Außerhalb Chinas befindet sich noch eine leistungsstarke Raffinerie in Malaysia, die von der dortigen Bevölkerung aber bekämpft wird.

Lars Kruse CEO Noble BC

„Beim Aufbau neuer Lieferketten für Technologiemetalle ohne China stehen wir noch ganz am Anfang.“

CEO Noble BC

Lars Kruse

SQ: Wie gehen Sie damit um?

 

Lars Kruse: Wir müssen nach alternativen Quellen suchen, um die Nachfrage in Europa auch zukünftig bedienen zu können. Beispielsweise in dem wir neue Lieferketten aufbauen, so wie wir es aktuell mit einer Mine in Südafrika planen. Aber machen wir uns nichts vor, beim Aufbau neuer Lieferketten für Technologiemetalle ohne China stehen wir noch ganz am Anfang. Das Ziel von Politik und Wirtschaft muss deshalb der Aufbau entsprechender Verarbeitungskapazitäten sein, idealerweise in Europa.

Andreas Kroll: Aber das wird noch Jahre dauern. Wir reden bei Seltenen Erden insgesamt von einer Weltjahresproduktion von 300.000 Tonnen. Die guten Testanlagen, die derzeit in den USA und in Skandinavien laufen, schaffen vielleicht eine Tonne pro Tag. Wir haben also noch einen weiten Weg vor uns. Nehmen wir die Regierung Trump als Beispiel, die bereits die Unabhängigkeit von China forciert hatte. Inzwischen werden in den USA wieder neue Minen betrieben, deren Erze müssen aber weiterhin von Raffinerien in China verarbeitet werden.

 

Raffinerien an anderen Orten, beispielsweise in Europa, zu betreiben, wird durch die Umweltbelastung erschwert. Um aus den Erzen die Seltenen Erden zu separieren, ist sehr viel Chemie nötig, mit entsprechenden Auswirkungen auf die nähere Umwelt. Die Raffinerie von Seltenen Erden ist also alles andere als grün. Genau das wollen sich europäische Unternehmen und Politiker nicht vor die eigene Tür holen. Zwar werden auch umweltfreundlichere Verfahren erprobt, aber auch dabei sind wir noch ganz am Anfang.

Unabhängigkeit von China bedeutet auch Raffinerien in Europa und Nordamerika

SQ: Sie sprachen von einer Mine in Südafrika. Kürzlich war von großen Vorkommen in Schweden die Rede. Deutet sich eine Kehrtwende in der Beschaffung an?

 

Andreas Kroll: Kurzfristig noch nicht. Die Mine in Südafrika soll reaktiviert werden und schnell betriebsbereit sein. Ab 2025 könnten von dort schätzungsweise 6.000 Tonnen pro Jahr geliefert werden. Vor allem vier wichtige Technologiemetalle, die für Magneten wichtig sind, die in Elektroautos zum Einsatz kommen. Das würde also für eine Entlastung sorgen, zumal alle vier Metalle von der EU als kritische Rohstoffe eingestuft wurden.

 

Lars Kruse: Bei den Vorkommen in Schweden sieht es etwas anders aus. Zwar sollen dort rund 1 Millionen Tonnen Seltene Erden im Boden schlummern. Die würden allerdings frühestens in 10 bis 15 Jahren zur Verfügung stehen. Wir fangen in Schweden bei null an.

 

Andreas Kroll: Und ohne Raffinerie nützt uns das gar nichts. Wir brauchen also eine Initiative für eine leistungsstarke europäische Raffinerie. In Planung befinden sich zwar derzeit eine in Estland und eine weitere in Großbritannien, allerdings sickerte hier das Gerücht durch, dass China die nötigen Bauteile für die Raffinerien nicht ausliefert.

Was sind Seltene Erden?

Seltene Erden, die eigentlich Seltenerdmetalle heißen, sind relativ weiche Metalle von steinfarbener bis silbriger Farbe. Die ersten dieser Metalle wurden Ende des 18. Jahrhunderts in Schweden entdeckt. Sie kommen in seltenen Mineralien vor und wurden in Form ihrer Oxide - Sauerstoffverbindungen, die früher auch "Erden" genannt wurden - isoliert. Daher stammt auch die Bezeichnung "Seltene Erden".

 

Seltene Erden kommen in der Regel nicht in reiner Form als Metalle oder Oxide vor, sondern werden aus Erzen gewonnen und zu Seltenerdmetallen oder Seltenerdoxiden weiterverarbeitet. Die Erze kommen weltweit relativ häufig vor, einige sogar häufiger als Kupfer oder Blei. Selbst das seltenste stabile Element der Seltenen Erden - Thulium - kommt noch häufiger vor als Gold. Größere zusammenhängende Vorkommen sind jedoch selten.

 

Zu den Seltenen Erden gehören 17 Metalle: Scandium, Yttrium und Lanthan - und die 14 Metalle, die im Periodensystem auf Lanthan folgen, die sogenannten Lanthanoide. Dazu gehören Cer, Praseodym, Neodym, Europium und Yttrium.

SQ: Sind also gar nicht die seltenen Vorkommen der Flaschenhals, sondern die Raffinerien?

 

Andreas Kroll: Beides. Tatsächlich gibt es mehr Vorkommen, als derzeit abgebaut werden. Aber nicht überall ist die Konzentration der Seltenen Erden so hoch, dass es sich lohnen würde, die Vorkommen abzubauen. Das hat mit den Preisen zu tun und damit wieder mit China. China hat quasi eine Monopolstellung und nutzt diese auch gelegentlich aus, um die Preisentwicklung im eigenen Interesse zu beeinflussen. Eine solche Situation hatten wir 2008, als die Preise erst nach oben explodierten und dann nach unten gedrückt wurden. In der Hochpreisphase sind weltweit viele Minenprojekte in die Planung genommen worden, die nahezu allesamt – insgesamt fast 400 Projekte – wieder eingestellt wurden, nachdem das Preisniveau vom Reich der Mitte abgesenkt wurde. Sie waren schlicht nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Die Vormachtstellung Chinas im Minensektor wird mittelfristig verloren gehen. Bei Raffinerien wird es noch länger dauen, bis die Vormachstellung bröckelt.

 

 

Noble BC setzt sich für grüne Seltenerdmetalle in Europa ein

 

 

SQ: Wird es bald eine grüne Raffinerie geben?

 

Lars Kruse: In Norwegen gibt es eine Testanlage, die schon sehr umweltfreundlich arbeiten kann.

 

Andreas Kroll: Und genau an solchen technologischen Entwicklungen sind wir interessiert: Wir wollen uns als Noble BC für grüne Seltenerden in Europa einsetzen. Das wird auf jeden Fall teurer werden. Die Preise könnten rund 30 bis 40 Prozent über den Preisen aus China liegen. Wir brauchen also einen geschützten Markt, um die Rohstoffunabhängigkeit und gleichzeitig hohe Umweltstandards sicherzustellen.

 

Lars Kruse: Das scheint inzwischen auch in der Politik angekommen zu sein. Insbesondere das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet federführend daran, neue Lieferketten für kritische Rohstoffe und Technologiemetalle aufzubauen und so schrittweise die Abhängigkeiten zu reduzieren.

Seltene Erden kommen in sauberen Technologien zum Einsatz. Das soll zukünftig auch für die Raffinerien gelten.
Seltene Erden kommen in sauberen Technologien zum Einsatz. Das soll zukünftig auch für die Raffinerien gelten.

SQ: In diesen Überlegungen spielen immer auch Lagerkapazitäten eine große Rolle.

 

Andreas Kroll: Und da kommen wir ins Spiel, denn das ist genau unser Geschäftsmodell. Seit 2014 betreiben wir in Deutschland zwei Lager mit einer Lagerfläche von rund 800 Quadratmetern, in denen wir Seltene Erden und Technologiemetalle lagern. Unser eigenes Lager befindet sich in Berlin, ein weiteres Lager, welches wir nutzen, ist in Frankfurt. Die dort gelagerten Rohstoffe gehören teilweise uns und/oder sind teilweise von institutionellen Investoren, Stiftungen und Privatanlegern finanziert. Wir verfügen also schon jetzt über einen Bestand, mit dem wir die mittelständische Industrie in Deutschland beliefern können.

 

SQ: Zu welchen Preisen?

 

Andreas Kroll: Die Monopolstellung Chinas und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Preise hatten wir ja schon angesprochen. Zukünftig sollen die Rohstoffgeschäfte über einen staatlichen chinesischen Exporteur abgewickelt werden, der mit allen Käufern in der Welt steht und den Handel abwickelt. Die eigentliche Preisfindung für die Industrie findet also erst in Europa statt und die wird immer transparenter. Der Preis wird also daran entwickelt, wie schnell und zuverlässig ein europäischer Händler liefern kann.

 

 

Andreas Kroll: Die aktuelle Jahresproduktion wird China in einigen Jahren alleine benötigen.

 

 

SQ: Was bedeutet das für Investoren?

 

Andreas Kroll: Der Markt wird sich in den kommenden Jahren fundamental verändern. Derzeit werden weltweit rund 300.000 Tonnen Seltene Erden pro Jahr produziert. Eine Menge, die China in einigen Jahren alleine benötigen wird. Das bedeutet, China wird zum Käufer auf dem Weltmarkt. Dadurch werden die Karten neu gemischt.

Andreas Kroll CEO Noble BC

„Für Investoren sind die kommenden 2 bis 3 Jahre ideal, um in diesen Markt einzusteigen.“

CEO Noble BC

Andreas Kroll

Lars Kruse: Wir können derzeit schon starke Bemühungen in Afrika beobachten. Auch im Zusammenhang mit der Mine, an der wir uns beteiligen wollen. China nimmt viel Geld in die Hand, um an solche Minen zu kommen.

 

Andreas Kroll: Für Investoren sind also die kommenden 2 bis 3 Jahre ideal, um in diesen Markt einzusteigen. Für mittel- bis langfristig orientierte Anleger sind dann solide Renditen möglich, weil sie die weltweite Transformation der Wirtschaft und die Energiewende mit ihrem steigenden Bedarf an Technologiemetallen komplett mitnehmen. Wir stehen gerade am Anfang einer technologischen Revolution, die alles verändern wird. Lassen Sie mich ein Beispiel nennen. Tesla möchte bis 2030 rund 2 Millionen kleine Elektroautos bauen. Für jedes Fahrzeug benötigen sie etwa 7 bis 10 Kilogramm Seltene Erden. Das zeigt, der Bedarf ist riesig.

 

Lars Kruse: Das Problem bleibt die Raffinerie. In den USA wurden jetzt 8 Milliarden US-Dollar für die Rohstoff-Unabhängigkeit von China bereitgestellt. Ein Teil davon wird auch für neue Raffinerietechnologien ausgegeben. Europa hinkt etwas hinterher. Aber auch in Deutschland wird gerade ein Rohstofffonds mit einer Milliarde Euro aufgelegt. Mit den Geldern soll die Beschaffung kritischer Rohstoffe unabhängiger von China gemacht werden.  

Wer sind die Macher hinter Noble BC?

Lars Kruse und Andreas Kroll führen als CEO die Geschäfte der Noble BC und der Muttergesellschaft Noble Elements. Beide haben langjährige Erfahrung in der Finanzdienstleistungsindustrie. Andreas Kroll ist 2008 ins Unternehmen eingestiegen und hat sich seitdem eine umfangreiche Expertise im Bereich der Seltenen Erden und Technologiemetalle aufgebaut. Seit 2022 ist Lars Kruse mit an Bord und ermöglicht privaten Investoren den Zugang zu diesem Markt. Zusammen wollen sie ihren Beitrag leisten, um die Versorgungssicherheit in Deutschland mit kritischen Rohstoffen auch in Zukunft zusichern. 

 

Hier geht es zu den vollständigen business-leaders.net-Profilen von Lars Kruse und Andreas Kroll.

SQ: Was bedeutet das konkret?

 

Andreas Kroll: Das hat unterschiedliche Auswirkungen. Zum einen werden Investitionen in Minen erleichtert, weil die Bereitstellung von Sicherheitsgarantien durch die Bundesregierung einfacher wird. Das ist gut und erleichtert uns das Geschäft, beispielsweise im Umgang mit unseren Investitionsplänen in Südafrika. Zum anderen sollen rund 900 Millionen Euro in den Ankauf von Seltenen Erden bereitgestellt werden. Das hört sich besser an, als es ist, denn damit greift ein Staat mit einer hohen Summe direkt in den Markt ein. Insgesamt sprechen wir momentan von einem Volumen in der Größenordnung von 14 bis 16 Milliarden US-Dollar. Da sind 900 Millionen Euro bzw. umgerechnet rund 985 Millionen US-Dollar schon eine beachtliche Größe.

 

 

Lars Kruse: Seltene Erden sind kein völlig erklärungsbedürftiges Produkt mehr

 

 

SQ: Ist diese Maßnahme denn geeignet?

 

Andreas Kroll: Nun, das Volumen ist erst mal dazu geeignet, die Preise nach oben zu treiben, zumal die EU ein ähnliches Ankaufprogramm plant. Dabei stellt sich uns eine ganz andere Frage. Im Markt fehlt eigentlich kein Geld, sondern es fehlt an Ware. Das wird sich durch mehr Geld auch nicht ändern. Denn ob China mehr verkaufen will, ist sicher nicht nur vom Preis abhängig.

 

Lars Kruse: Die Fördermöglichkeiten sind auf jeden Fall geeignet, Verbesserungen herbeizuführen, insbesondere in unserem Fall mit Südafrika. Das Land wurde lange sehr kritisch betrachtet, insbesondere bei Investitionen in Lieferketten. Jetzt wird vieles ermöglicht, was vor einigen Jahren kaum denkbar war. In dem Bereich ist momentan eine Menge in Bewegung.

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SQ: Das klingt alles sehr spannend, aber auch sehr kompliziert. Rohstoffmärkte sind ja in der Regel auch eher für Eingeweihte von Interesse. Das wollen Sie ändern. Wie?

 

Lars Kruse: Damit sind wir dann beim Kerngeschäft der Noble BC. Die grundsätzlich erhöhte Aufmerksamkeit für das Thema ist ein Teil davon. Seltene Erden sind kein völlig erklärungsbedürftiges Produkt mehr. Wir ermöglichen Privatanlegern nun von diesem Markt zu profitieren und über uns direkt in Seltene Erden zu investieren und hoffentlich von den zu erwarteten Preissteigerungen zu profitieren.

 

Andreas Kroll: Ein Punkt ist dabei besonders wichtig, der uns auch von den Mitbewerbern unterscheidet. Bei Noble BC erwirbt der Kunde das Eigentum an physisch vorhandenen Technologiemetallen. Das möchte ich sehr betonen, denn es bedeutet für unsere Anleger mehr Sicherheit.

 

Lars Kruse: Denn für unsere Produkte gibt es immer eine Nachfrage. Das bedeutet, dass Technologiemetalle jederzeit verkauft werden können. Momentan sind wir die einzige Asset-Klasse, die einen positiven Ausblick auf Renditen hat. Wir befinden uns am Beginn eines Rohstoffzyklus, der in den nächsten 15 bis 18 Jahren deutlich steigende Werte aufweisen wird.

Der NEX (Noble-Elements-Index) im Verhältnis zu Gold, Silber, dem DAX und S&P 500.
Der NEX (Noble-Elements-Index) im Verhältnis zu Gold, Silber, dem DAX und S&P 500.

SQ: Jetzt kombinieren Sie das komplizierte Thema Seltene Erden mit dem ebenso komplizierten Thema Blockchain. Wie gelingt die Kommunikation mit den Kunden?

 

Lars Kruse: Wir haben tatsächlich das richtige Narrativ gesucht. Anfangs haben wir die Blockchain in den Vordergrund gestellt. Das Ergebnis war, 90 Prozent unserer Gesprächspartner sind direkt ausgestiegen. Blockchain wird oft mit Kryptowährungen vermischt und die wollen viele Anleger nicht. Also haben wir überlegt, was der Kern des Produktes ist, und das ist die digitale Mittelverwendungskontrolle. Wir können unseren Kunden also jederzeit digital nachweisen, wo seine Rohstoffe liegen und ob sie auch tatsächlich da sind. Auf das Gramm genau hat man über seine Wallet die vollständige Kontrolle. Das ist ein Gamechanger im Bereich der Sachwertanlagen. Bislang war Papier mit all seinen Schwächen der dominierende Eigentumsnachweis. Das haben wir mit Finomet geändert und den Prozess vollständig digitalisiert und damit transparent und sicher gemacht.

 

Andreas Kroll: Damit setzen wir auf einen neuen Standard, der sich bei Sachwertanlagen mit Sicherheit durchsetzen wird. Schon jetzt bekommen wir sehr positive Rückmeldungen und Anfragen. Ich wage vorherzusagen, dass in wenigen Jahren in Deutschland kein Gold mehr an Privatpersonen ohne digitale Mittelverwendungskontrolle verkauft werden kann.

 

 

Die Anlage in Technologiemetalle bei Noble BC ist vor Insolvenz geschützt

 

 

SQ: Wie können Anleger ganz praktisch ihr Geld bei Noble BC anlegen?

 

Lars Kruse: Bei uns gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten in Seltene Erden und Technologiemetalle zu investieren. Das geht ganz klassisch mit einer Einmalanlage ab 10.000 Euro, die in bestimmte Metalle investiert werden. Wenn sie selbst unsicher sind, bieten wir auch entsprechende Warenkörbe an, in denen die Metalle nach bestimmten Kriterien zusammengestellt sind. Das können beispielsweise besonders grüne Metalle sein oder Seltene Erden, die vor allem für die E-Mobilität benötigt werden. Der andere Weg sind Sparpläne, bei denen sie monatlich in einzelne Metalle oder vorkonfigurierte Warenkörbe investieren können. Aktuell bieten wir fünf Seltenerdenmetalle und fünf Technologiemetalle an. Außerdem können Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin dazu genommen werden.

Was macht die Noble BC GmbH?

Die Noble BC GmbH ist ein innovatives Unternehmen im Bereich des Handels mit Seltenen Erden und anderen Technologiemetallen. Das 2022 gegründete Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Blockchain-Technologie einen hohen Transparenz- und Sicherheitsstandard zu schaffen. Das einfache Handling und die geringen Einstiegshürden machen das Investment in Seltene Erden auch für private Anleger interessant. 

 

Hier geht es zum vollständigen Unternehmensprofil auf SQUAREVEST.

SQ: Wie schnell kann man die Metalle wieder verkaufen?

 

Lars Kruse: Grundsätzlich empfehlen wir einen Anlagehorizont von 7 bis 10 Jahren. Wer trotzdem mal schneller an sein Geld muss, sollte rund fünf Arbeitstage einplanen, um den Verkauf abwickeln zu können. Bei Verkäufen innerhalb des ersten Jahres müssen allerdings die Veräußerungsgewinne versteuert werden. Ansonsten ist das Investment komplett steuerfrei.

Lars Kruse CEO Noble BC

„Wir befinden uns am Beginn eines Rohstoffzyklus, der in den nächsten 15 bis 18 Jahren deutlich steigende Werte aufweisen wird.“

CEO Noble BC

Lars Kruse

Andreas Kroll: Die Haltedauer ist auch abhängig von der jeweiligen Nachfrage der Industrie. Manche Metalle werden dauerhaft nachgefragt, andere etwas seltener. Wen man bei der Zusammenstellung seiner Anlage auf schnelle Verfügbarkeit großen Wert legt, kann man die einzelnen Metalle entsprechend gewichten. Außerdem entwickelt sich der Handel in Europa immer weiter, wird zunehmend digitaler und somit auch transparenter. Dadurch wird natürlich auch das Handelsvolumen gesteigert und Verkäufe werden einfacher möglich.

 

Auf lange Sicht kann man mit Rohstoffen kein Geld verlieren, es besteht kein Risiko für einen Totalverlust. Das ist noch wichtig zu beachten. Denn bei Noble BC investieren die Anleger nicht in das Unternehmen oder unsere Fähigkeiten, sondern ausschließlich in das Potenzial der Metalle.

 

Lars Kruse: Sie sind bei uns immer Eigentümer ihres Metalls. Das bedeutet eben auch, ihr Investment ist vor Insolvenz geschützt.

 

SQ: Und mit welchen Kosten müssen Anleger rechnen?

 

Lars Kruse: Anleger zahlen beim Ankauf ein Agio von 7,5 Prozent. Das sind die Kosten für den Vertrieb und die Finomet-Plattform. Dazu kommen jährliche Lagergebühren von 1,6 Prozent auf den Nettoinventarwert.

 

SQ: Wagen Sie noch einen Ausblick. Wie geht es weiter im Markt mit den Seltenen Erden?

 

Andreas Kroll: Die Welt geht in Richtung Transparenz und die Blockchain-Technologie bietet sich dafür an. Die dafür benötigte Infrastruktur für einen funktionierenden Marktplatz ist heute vergleichsweise gering und kann vollständig im digitalen Raum abgebildet werden. Was man braucht, ist ein Trusted Point. Genau das kann ein Börsenplatz mit einem angeschlossenen Lager sein. Schon heute werden die Preise immer transparenter, ich sprach es bereits an. Der letzte Preis zwischen institutionellen Investoren wird bereits veröffentlicht. Außerdem werden die Lagerkapazitäten mit Anschluss an die Blogchain immer weiter ausgebaut. Das alles sind Vorboten einer funktionierenden Börse, die wir sicher in einigen Jahren in Europa haben werden. Mit Finomet bietet wir schon jetzt die Voraussetzungen dafür.

 

Lars Kruse: Neben dem transparenten Handel sind transparente Lieferketten ein weiteres wichtiges Thema. Schon jetzt können wir die Supply Chain vom Ankauf bis zur Einlagerung transparent darstellen. Zukünftig wollen wir die gesamte Lieferkette von der Mine bis zur Verwendung in Finomet darstellen und darüber auch die Echtheit oder Unbedenklichkeit beispielsweise im Hinblick auf Kinderarbeit oder ökologische Risiken bescheinigen können.


Thomas Feldhaus

Thomas Feldhaus

Chefredakteur

Wirtschaftsjournalist mit Faible für Unternehmensverantwortung und Leidenschaft für Radsport.

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