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International Impact Forum - Vernetzung als Motor für nachhaltigen Wandel

Autor: Thomas Feldhaus · Zuletzt aktualisiert: 01.04.26

Wirtschaft Finanzen · 6 Min. Lesedauer

International Impact Forum - Vernetzung als Motor für nachhaltigen Wandel - Titelbild

Die Finanzwelt erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Paradigmenwechsel: Impact Investing, also Investitionen, die neben einer soliden Rendite auch einen messbaren positiven Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft haben, wird intensiv diskutiert. Galten nachhaltige Geldanlagen einst als Nischenthema, sind sie heute immer häufiger zentraler Bestandteil der Anlagestrategien großer institutioneller Investoren - ein Trend, der sich trotz Rückschlägen und angesichts globaler sozialer Herausforderungen und der Klimakrise weiter verstärkt.

 

International Impact Forum (IIF) in Kürze:

 

  • Fokus auf Impact Investing – Das International Impact Forum bringt Investoren, Unternehmer und Experten zusammen, um nachhaltige Investitionen mit messbaren sozialen und ökologischen Effekten zu fördern.

 

  • Internationale Vernetzung – Die Veranstaltung zieht hochkarätige Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Finanzen an und findet an wechselnden Standorten in Europa und dem Mittleren Osten statt. 2025 findet das IIF in Monaco, Frankfurt, Wien und Abu Dhabi statt.

 

  • Zukunft nachhaltiger Investments – Das IIF dient als Plattform für den Austausch über Trends und Innovationen im Impact Investing und unterstützt visionäre Projekte zur nachhaltigen Transformation.
Was ist das International Impact Forum?

Das International Impact Forum (IIF) ist eine Konferenz zu den Themen Impact Investing und Nachhaltigkeit. Es wurde erstmals am 9. Oktober 2024 in Frankfurt am Main von der DN Deutsche Nachhaltigkeit AG veranstaltet.Das Forum bietet eine Diskussionsplattform und fördert die Vernetzung der Impact Investing Community.

Internationale Netzwerke als Erfolgsrezept für Impact Investing
 

Um den zahlreichen Herausforderungen wirksam zu begegnen, bedarf es einer länderübergreifenden Zusammenarbeit. Die Investmentgesellschaft DN Deutsche Nachhaltigkeit AG macht vor, wie ein tragfähiges Netzwerk aufgebaut werden kann. Mit ihrem International Impact Forum (IIF) will das Unternehmen 2025 nicht nur in Frankfurt am Main, sondern auch in internationalen Metropolen wie Monaco, Abu Dhabi und Wien neue Impulse setzen.

 

„Die Entscheidung für einen internationalen Roll-out des IIF 2025 war eine logische Konsequenz“, sagt Ole Nixdorff, CEO der Deutsche Nachhaltigkeit AG in einem Interview mit dem Magazin Finanzwelt. „Nachhaltiges Wirtschaften ist eine internationale Notwendigkeit. Demnach muss auch das Impact Investing international stattfinden. Es ist meiner Meinung nach nicht zielführend, wenn wir wichtige Themen, wie die Standardisierung von Impact-Kriterien, nur auf nationaler oder EU-Ebene vorantreiben. Wir müssen uns als Marktteilnehmer international vernetzen.“ Die Veranstaltungen sollen Experten und Entscheidungsträgern die Gelegenheit bieten, neueste Trends und Entwicklungen im Impact Investing zu diskutieren und gemeinsame Standards zu entwickeln – ein wichtiger Schritt, um die Branche nachhaltig zu stärken.

Ole Nixdorff, CEO der DN Deutsche Nachhaltigkeit AG, sieht in der internationalen Vernetzung eine Notwendigkeit, um die Standardisierung von Wirkungskriterien voranzutreiben.
Ole Nixdorff, CEO der DN Deutsche Nachhaltigkeit AG, sieht in der internationalen Vernetzung eine Notwendigkeit, um die Standardisierung von Wirkungskriterien voranzutreiben.

Starke Wachstumszahlen belegen den Trend des Impact Investing

 

Laut dem Global Impact Investing Network (GIIN) wird das Marktvolumen im Jahr 2024 weltweit auf etwa 1,6 Billionen US-Dollar geschätzt. Seit 2019 verzeichnet der Markt eine beeindruckende jährliche Wachstumsrate von 21 %. Rund 4.000 Organisationen – von Investmentgesellschaften über Pensionsfonds bis hin zu Versicherungen und Banken – setzen bereits auf Impact Investments. Besonders Europa nimmt mit 45 % der Investoren eine führende Rolle ein, gefolgt von Nordamerika mit 34 %. Diese Zahlen unterstreichen nicht nur das enorme wirtschaftliche Potenzial, sondern auch die strategische Bedeutung nachhaltiger Investments als Treiber des Wandels hin zu einer gerechteren und umweltfreundlicheren Welt.

Herausforderungen: Greenwashing und Messbarkeit  

 

Trotz der positiven Entwicklungen sieht sich die Impact-Branche mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Steigende regulatorische Anforderungen, etwa durch die EU-CSRD-Richtlinie, sollen künftig mehr Transparenz und verbindliche Nachhaltigkeitsstandards schaffen. „Das IIF 2024 hat gezeigt, dass vor allem noch Diskussionsbedarf in puncto Messbarkeit von Impact-Daten besteht. Investoren wie wir von der Deutschen Nachhaltigkeit benötigen für Investments vergleichbare, quantifizierbare Informationen, die den positiven Effekt auf Umwelt und Gesellschaft eindeutig belegen können“, so Ole Nixdorff gegenüber der Finanzwelt.

 

Dennoch gibt es immer wieder schwarze Schafe, die durch Greenwashing den Schein wahren, ohne nachhaltige Kriterien einzuhalten. So nutzen manche Modeunternehmen oder Großkonzerne Nachhaltigkeitslabels, während ihre Produkte oder Beschaffungspraktiken bei genauerer Prüfung nicht überzeugen. Diese Diskrepanz zwischen Außendarstellung und Realität erschwert es Investoren, den tatsächlichen Impact von Anlagen messbar und vergleichbar zu machen – ein Problem, dem sich die Branche aktuell intensiv stellt.

Ole Nixdorff CEO DN Deutsche Nachhaltigkeit AG

"Investoren wie wir von der Deutschen Nachhaltigkeit benötigen für Investments vergleichbare, quantifizierbare Informationen, die den positiven Effekt auf Umwelt und Gesellschaft eindeutig belegen können."

CEO DN Deutsche Nachhaltigkeit AG

Ole Nixdorff

Gemeinsame Anstrengungen für standardisierte Nachhaltigkeit  

 

Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Nachhaltigkeit ein besonderes Interesse daran, internationale und allgemeingültige Standards zur Messbarkeit positiver Effekte des Impact Investing zu etablieren und weiterzuentwickeln. Ole Nixdorff: „Wir investieren in aussichtsreiche Unternehmen auf Grundlage von einem standardisierten Regelwerk und einer Impact-KPI-Matrix, mit der wir die Quantifizierung des Impact bei Investments und seine Entwicklung noch besser messen, analysieren und dadurch auch verbessern können.“

 

Gemeinsam mit einem breiten Netzwerk an Impact-Partnern, zu denen Experten wie Prof. Dr. Anabel Ternès und das Beratungsunternehmen PHINEO zählen, werden strategische Leitlinien und Fachwissen bereitgestellt, um die Messbarkeit und Vergleichbarkeit von Impact Investments zu verbessern. Diese Anstrengungen sind essenziell, um Greenwashing zu minimieren und das Vertrauen der Anleger langfristig zu sichern, ist Nixdorff überzeugt. „Das ist ein Weg, der noch nicht zu Ende ist, aber wir kommen gut voran. Und natürlich werden solche Themen auch auf allen IIF Events in diesem Jahr ausgiebig diskutiert. Dabei lassen sich Theorie, die wichtig ist, und Praxis bestens verbinden.“

Erfolgreiche Vernetzung – Das International Impact Forum  

 

Die Auftaktveranstaltung des International Impact Forums im Herbst 2024 in Frankfurt war ein voller Erfolg: Mehr als 300 Gäste, renommierte Speaker wie Anna Herrhausen, Prof. Dr. Othmar Karas und der ehemalige Tennisprofi Dominic Thiem trugen zu intensiven Diskussionen über die globalen Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft bei. Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein reger Austausch zwischen Wirtschaft, Investoren und Politik ist. Mit dem erfolgreichen Start will die Deutsche Nachhaltigkeit AG das IIF nun international ausrollen und so ein „Must“-Event der Impact-Branche etablieren – ein Schritt, der den internationalen Dialog und die Kooperation in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten zusätzlich beflügeln soll.

International Impact Forum 2025 

 

Das International Impact Forum (IIF) geht in diesem Jahr in die zweite Runde. Am 7. März wird gemeinsam mit der Prince Albert II of Monaco Foundation und UNA TERRA in Monaco diskutiert.

 

Im Juni kehrt das IIF an seinen Heimatstandort nach Frankfurt zurück. Weitere Termine in diesem Jahr sind im September in Wien und im Oktober in Abu Dhabi.


Thomas Feldhaus

Thomas Feldhaus

Chefredakteur | Wirtschaftsjournalist

Thomas Feldhaus macht sichtbar, was Wirtschaft antreibt – und was sie verändert. Journalismus trifft Content: präzise, relevant, auf den Punkt.

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