Heizen mit Eis: Wie die Nullpunkt AG die Wärmepumpe neu denkt
Autor: Thomas Feldhaus · Zuletzt aktualisiert: 13.08.26
Wirtschaft Nachhaltigkeit · 12 Min. Lesedauer
Die Nullpunkt AG aus Oberengstringen will mit «Triton» eine ungewöhnliche Wärmepumpenlösung für Einfamilien- und kleine Mehrfamilienhäuser etablieren. Ein Eisspeicher liefert die Energie, die Anlage kommt ohne Erdsondenbohrung aus und arbeitet nachts besonders leise. Die zugrunde liegende Physik ist bewährt – jetzt soll daraus ein wirtschaftlich tragfähiges Produkt für den Massenmarkt werden.
Heizen mit Eis - in Kürze
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Heizen mit Eis Nullpunkt AG nutzt Latentwärme und einen rund 1.000-Liter-Eisspeicher, um Wärmepumpen auch ohne Erdsondenbohrung zu betreiben.
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Leise Alternative Das System „Triton“ soll besonders für dicht bebaute Quartiere mit Einfamilienhäusern interessant sein, da der Ventilator nachts gedrosselt oder abgeschaltet werden kann.
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Technik vor Skalierung Die Physik funktioniert, doch Vertrieb, Feldbewährung und Finanzierung sind noch die entscheidenden Herausforderungen auf dem Weg zum Massenmarkt.
In einer angemieteten Tiefgarage unweit von Zürich herrscht Winter. Auch im August. Minus 15 Grad Celsius, 90 Prozent Luftfeuchtigkeit, Frost- und Nebelprofile auf Knopfdruck. Wer hier arbeitet, wartet nicht auf das Wetter, sondern bestellt es. Das Klimalabor gehört der Nullpunkt AG, einem Schweizer Cleantech-Start-up, das aus einem physikalischen Widerspruch ein Geschäftsmodell gemacht hat. Nullpunkt heizt mit Eis.
"Wir spielen ein bisschen mit diesem Widerspruch. Das weckt Interesse, weil viele wissen wollen, wie das funktioniert."
Mitgründer und CEO der Nullpunkt AG
Thomas Degelo
Vom Ingenieurbüro zum Heizungshersteller
Michael Egli, Pascal Barmet und Thomas Degelo sind diplomierte Maschinenbauingenieure FH. Beruflich kommen sie aus unterschiedlichen technischen Bereichen. Degelo war als Flugzeug-Anlagen- und Apparatebauer tätig, Barmet als Flugzeugmechaniker und Egli als Lastwagenmechaniker. Während ihres Studiums lernten sie sich kennen. Seit 2014 betreiben sie gemeinsam ein Ingenieurbüro. Zu ihren Kunden gehörten unter anderem Boeing, Raumfahrtzulieferer sowie Hersteller von Haushaltsgeräten. Dabei ging es um Produkte wie Kochfelder, Mikrowellen, Geschirrspüler und Dunstabzugshauben, die teilweise in Stückzahlen von mehreren Zehntausend pro Jahr gefertigt wurden, aber auch technolgisch anspruchsvolle Produkte für die Luft- und Raumfahrt.
Diese Herkunft erklärt eine Menge über das Unternehmen – und über sein Risikoprofil. Grossserienfertigung ist für das Trio kein Neuland. Der Aufbau eines eigenen Hardware-Start-ups dagegen schon.
Die Vorentwicklung finanzierten die drei aus den Gewinnen des Dienstleistungsgeschäfts quer. Inzwischen läuft die Entflechtung, Patente, Know-how und IP wandern in die Nullpunkt AG, das Ingenieurbüro soll daneben eigenständig weiterlaufen. Alle drei Gründer halten gleich viele Anteile; Degelo ist CEO, Egli als CTO für Entwicklung und Software zuständig, Barmet arbeitet überwiegend im Ingenieurbüro und übernimmt gegenüber Nullpunkt eher die Rolle eines kritischen Aufsichtsgremiums. Das langfrsitige Ziel formuliert Degelo klar: ein Exit.
Wie Nullpunkt die Wärmepumpe neu denkt
Heizen mit Eis
Die Schweizer Nullpunkt AG will mit ihrem System „Triton“ eine Alternative für Häuser schaffen, bei denen Erdsonden nicht infrage kommen und Luftwärmepumpen an ihre Grenzen stoßen.
Latentwärme
Energie aus dem Gefrieren und Auftauen von Wasser.
Pendelspeicher
Ein kompakter Eisspeicher wird im Tages- und Wochenrhythmus geladen und entladen.
Leise Wärme
Nachts kann der Außenventilator gedrosselt oder abgeschaltet werden.
Die Physik dahinter: Warum gefrierendes Wasser heizt
Das Prinzip heisst Latentwärme. Entzieht man Wasser Energie, kühlt es bis null Grad ab – und bleibt dort. Beim Phasenwechsel von flüssig zu fest gibt es weiter Energie ab, ohne kälter zu werden. Die Menge ist beachtlich: Sie entspricht in etwa der Wärme, die frei wird, wenn dieselbe Wassermenge von 80 auf null Grad abkühlt. Umgekehrt lässt sich genauso viel Energie wieder einspeichern, bis das Eis geschmolzen ist.
Genau in diesem Fenster arbeitet das System «Triton». Es besteht aus drei Komponenten: einem Aussenwärmetauscher, einem Eisspeicher mit rund 1.000 Litern Wasser und einer Sole-Wasser-Wärmepumpe. Die Wärmepumpe zieht ihre Energie nie direkt aus der Aussenluft, sondern immer aus dem Speicher. Der Aussenwärmetauscher wiederum lädt den Speicher mit Umweltwärme nach – tagsüber und in milderen Phasen, also dann, wenn die Luft am meisten hergibt.
Thomas Degelo greift zu einem Bild, das Investoren sofort verstehen: «Ein Eisspeicher ist nichts anderes als eine Batterie für eine Solaranlage. Nur speichern wir keine Elektrizität, sondern Wärme.» Perspektivisch soll der Speicher zur zentralen Sammelstelle für alles werden, was wärmer als ein Grad ist – Solarthermie, ausgelaugte Erdsonden, Grundwasserquellen, künftig auch Abwasserwärme, die in gut gedämmten Neubauten den grössten Einzelverlust darstellt.
Der eigentliche Kniff ist nicht das Eis, sondern der Takt
Eisspeicher sind keine Erfindung von Nullpunkt. Etablierte Anbieter – allen voran Viessmann – vertreiben sie seit Jahren, vorwiegend für Hotels, Bürokomplexe und Gewerbebauten. Diese Systeme arbeiten saisonal: Im Sommer wird Wärme eingelagert, im Winter abgerufen. Das erfordert grosse, vergrabene Zisternen, Bagger, Aushub und Platz.
Für Einfamilienhäuser rechnet sich das selten. Marktübliche Eis-Energiespeicher-Pakete für Wärmepumpen im Bereich von 8 bis 10 Kilowatt liegen ohne Erdarbeiten bei rund 25.000 bis 35.000 Euro; Aushub und Einbringung schlagen je nach Bodenklasse mit weiteren 5.000 bis 10.000 Euro zu Buche. Schlüsselfertig landet ein solches System schnell über dem Preis einer Erdsonde – und damit ausserhalb dessen, was ein durchschnittlicher Eigenheimbesitzer auszugeben bereit ist.
Die Antwort der Nullpunkt AG ist eine Umstellung der Betriebslogik, kein Saison-, sondern ein Pendelspeicher. Geladen und entladen wird im Tages- bis Wochenzyklus.
Das hat zwei ökonomische Konsequenzen:
➡️ Erstens reicht ein deutlich kleinerer Speicher, der ohne Tiefbau in Keller, Vorkeller, Garage oder Scheune passt.
➡️ Zweitens verteilen sich die Speicherkosten nicht auf einen einzigen Lade-Entlade-Zyklus pro Jahr, sondern auf viele – die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde sinken entsprechend. Nach eigenen Angaben speichert das System bei gleicher Baugrösse rund fünfmal so viel Energie wie ein herkömmlicher Pufferspeicher.
„Ein Eisspeicher ist nichts anderes als eine Batterie für eine Solaranlage. Nur speichern wir keine Elektrizität, sondern Wärme.“
Mitgründer und CEO der Nullpunkt AG
Thomas Degelo
Das stärkste Verkaufsargument ist Stille
Im Wettbewerb mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe – dem Volumensegment – setzt Nullpunkt weniger auf Effizienz als auf Akustik. Weil die Anlage nachts aus dem Eisspeicher lebt, kann der Ventilator zwischen 19 und 7 Uhr abgeschaltet oder auf rund 35 dB(A) heruntergefahren werden, in etwa das Niveau von Flüstern. Entscheidend für Investoren und Käufer, die Heizleistung muss dafür nicht gedrosselt werden. Tagsüber liegt der Pegel bei etwa 53 dB(A).
Möglich macht das unter anderem ein für Wärmepumpen entwickelter Axialventilator des Zulieferers ebm-papst, der oben auf der Ausseneinheit sitzt und die Luft durch einen ringförmigen Wärmetauscher nach unten drückt. Die Strömungsführung wurde gemeinsam mit dem Zulieferer optimiert.
Der Nutzen ist konkret. In dicht bebauten Reihen- und Einfamilienhausgebieten entfällt der übliche Kompromiss zwischen Aufstellort, Schallschutz und Nachbarschaftsfrieden. Die erste ausgelieferte Anlage ersetzte prompt eine Luftwärmepumpe, über die sich ein Nachbar beschwert hatte. Hinzu kommt, je kälter es draussen wird, desto stärker zieht das System der Luftwärmepumpe effizienzseitig davon; bei milden Temperaturen sind beide vergleichbar.
Beim Preis positioniert sich Nullpunkt zwischen den Lagern. Leicht teurer als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe – der Eisspeicher ist eine zusätzliche Komponente –, aber deutlich günstiger als eine Erdsondenlösung. Bei Sanierungen im Schweizer Markt, wo Investitionen um 50.000 Franken keine Seltenheit sind und häufig über eine Hypothekenaufstockung finanziert werden, ist der Aufpreis für viele Käufer vertretbar.
Einfacher als es klingt.
Heizen mit Eis
Diese Eigenschaften machen das System der Nullpunkt AG besonders interessant:
Leise
Leise im Betrieb, nahezu lautlos in der Nacht – die Wärmepumpe reduziert den Ventilatorbetrieb auf ein Minimum.
Ohne Bohrung
Keine Erdsonde, kein Bagger, keine Bohrung: Das System lässt sich dort aufstellen, wo Platz vorhanden ist.
Einfach
Die Installation ist unkompliziert und lässt sich mit zwei Technikern durchführen.
Kosteneffizient
Weniger Aufwand bei der Installation – geringere Investitionskosten.
Flexibel
Der Eisspeicher lässt sich flexibel aufstellen – im Keller, Vorkeller, in der Garage oder Scheune.
Zukunftsfähig
Das System kann künftig weitere Wärmequellen einbinden – etwa Solarthermie, Photovoltaik oder Abwasserwärme.
Marktumfeld: gross, wachsend – und politisch aufgeladen
Der Markt, den Nullpunkt adressiert, ist gross. Rund 75 Prozent der Gebäude in Europa werden noch mit fossilen Energieträgern beheizt. Nach zwei rückläufigen Jahren legte der Absatz von Wärmepumpen 2025 wieder zu. In 16 europäischen Ländern wurden 2,63 Millionen Geräte verkauft, 11 Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland war die Wärmepumpe mit 299.000 verkauften Geräten erstmals das meistverkaufte Heizsystem. Nullpunkt schätzt das europäische Marktvolumen für Wärmepumpen mit einer Leistung von weniger als 13 Kilowatt bis 2029 auf rund 29 Milliarden US-Dollar.
Beim eigenen Marktanteil bleibt CEO Thomas Degelo zurückhaltend. Dieser liege «wahrscheinlich unter einem Prozent». Selbst ein kleiner Anteil könne angesichts des Gesamtmarktes jedoch ein tragfähiges Geschäftsmodell ergeben.
Eine Herausforderung liegt weniger im Markt als in der Regulierung. In der Schweiz ist die Förderfähigkeit beim Ersatz fossiler Heizungen an das FWS-Gütesiegel geknüpft. Dessen Prüfverfahren basieren auf den europäischen Normen EN 14511 und EN 14825 – Eisspeicher sind darin bislang nicht vorgesehen. Das führt zu einem Bewertungsproblem. Ein auf 20 Grad vorgeladener Speicher kann bei minus 7 Grad Aussentemperatur Leistungswerte liefern, die im praktischen Betrieb kaum mit einer herkömmlichen Wärmepumpe vergleichbar sind.
Wird der Speicher dagegen vollständig durchgefroren bewertet, fällt das Ergebnis entsprechend schlechter aus. Mit Unterstützung des Fachverbands ist Nullpunkt inzwischen förderfähig. Wie der Betriebszustand des Speichers künftig normativ berücksichtigt werden soll, ist jedoch noch nicht abschliessend geklärt.
Auch im geplanten Zielmarkt Deutschland hat sich das Umfeld 2026 verändert. Zum 29. Juli löste das Gebäudemodernisierungsgesetz das Gebäudeenergiegesetz ab und ersetzte die bisherige 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien beim Heizungstausch durch einen technologieoffenen Heizungskatalog. Der politische Rückenwind für Wärmepumpen ist damit schwächer geworden. Für Nullpunkt ist das ein Faktor, der bei der geplanten Expansion in den DACH-Markt in die wirtschaftliche Planung einfliessen muss.
„Wenn es gar keine Fördergelder geben würde, wäre das für uns fast einfacher. Dann zählt der wahre Preis.“
Mitgründer und CEO der Nullpunkt AG
Thomas Degelo
Geschäftsmodell: schrauben statt schweissen
Nullpunkt hält die eigene Fertigungstiefe bewusst gering. Die Wärmepumpe selbst kommt von einem Partner, Komponenten für Aussenwärmetauscher und Eisspeicher liefern Zulieferer. Bei Nullpunkt erfolgen Endmontage, Qualitätskontrolle und Zertifizierung. Die eigene Wertschöpfung liegt vor allem in der Systemarchitektur, dem Design des Eisspeichers, der Steuerungselektronik und der Software. Zwei Patente sind angemeldet und veröffentlicht, die Erteilung steht noch aus. Auch eine spätere Lizenzierung der Technologie an Dritte kann sich Degelo vorstellen.
Seit dem Markteintritt hat das Unternehmen die Konstruktion weiter vereinfacht. Bei der nächsten Gerätegeneration werden mehrere Komponenten in einer kompakten Box zusammengeführt. Das reduziert Verdrahtungs- und Installationsaufwand. Gleichzeitig konnte die zweite Generation des Eisspeichers günstiger produziert werden.
Die grössere Herausforderung liegt derzeit allerdings nicht in der Technik, sondern im Vertrieb. Nullpunkt setzt auf Heizungsbauer als Vertriebspartner. Bislang kommen die Kunden jedoch meist auf eigene Initiative, technikaffine Endkunden interessieren sich für das System und bringen den Wunsch anschliessend zum Installateur. Zwar sind in der Schweiz mehr als 30 Installationspartner gelistet, ein flächendeckendes Fachhandwerksnetz mit aktivem Vertrieb ist daraus bislang noch nicht entstanden. «Das Pflänzchen muss bei denen noch wachsen», sagt Degelo.
Auch die Verkaufszahlen spiegeln diese frühe Phase wider. Für das laufende Jahr plant Nullpunkt mit 10 bis 15 Anlagen, im Folgejahr sollen es rund 90 werden – vorausgesetzt, die dafür benötigte Finanzierung kommt zustande. Parallel arbeitet das Unternehmen an der nächsten Leistungsklasse von 20 bis 25 Kilowatt. Damit soll sich das System künftig auch für kleinere Mehrfamilienhäuser eignen, bei denen Erdsonden nicht immer ausreichend Energie liefern und Luftwärmepumpen wegen ihrer Geräuschentwicklung an Grenzen stossen.
Die Finanzierung: 1,1 Millionen Franken und ein strategischer Investor
Aktuell will Nullpunkt 1,1 Millionen Franken einsammeln. Bereits ab rund 650.000 Franken wäre ein erstes Closing möglich; die verbleibende Summe könnte anschließend in einer weiteren Runde aufgenommen werden. Die Finanzierung läuft über die Crowdinvesting-Plattform Companisto, der Einstieg ist ab 283 Euro möglich. Im vorgelagerten Angel-Club-Segment kamen innerhalb einer Woche mehr als 250.000 Euro zusammen.
Für die Gründer sind dabei sowohl kleinere Investments als auch ein möglicher Ankerinvestor denkbar. Bei einem größeren Investor zählt für sie allerdings nicht allein das Kapital, sondern auch der strategische Mehrwert.
Einen solchen Partner hat Nullpunkt bereits gewonnen. Im September 2025 beteiligte sich die Zürcher EBP Schweiz AG über ihren Venture-Capital-Arm EBP Ventures. Das Beratungs- und Ingenieurunternehmen bringt neben Kapital auch Erfahrung in der Energie- und Gebäudetechnik mit.
Nullpunkt AG auf einen Blick
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Sitz Oberengstringen ZH, Schweiz
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Gegündet 2025 (Entwicklungsstart 2023; gemeinsames Ingenieurbüro seit 2014)
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Gründer Thomas Degelo (CEO), Michael Egli (CTO), Pascal Barmet – je zu gleichen Teilen beteiligt
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Produkt «Triton» – Eisspeicher-Wärmepumpensystem aus Aussenwärmetauscher, ca. 1.000-Liter-Eisspeicher und Sole-Wasser-Wärmepumpe
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Markteintritt Herbst 2025 (Schweiz); Deutschland in Vorbereitung
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Schallpegel ca. 53 dB(A) tagsüber, ca. 35 dB(A) bzw. Stillstand von 19 bis 7 Uhr
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Zielsegment Einfamilienhäuser, vorwiegend Sanierung fossiler Heizungen; Ausbau auf 20–25 kW geplant
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Partner > 30 Installationspartner (CH); Investor EBP Ventures seit September 2025
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Schutzrechte Zwei Patente angemeldet und veröffentlicht, Erteilung ausstehend
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aktuelle Finanzierungsrunde 1,1 Mio. CHF angestrebt, u. a. via Companisto (ab 283 EUR)
Fazit: eine gut begründete Wette auf die Lücke
Nullpunkt greift nicht die Wärmepumpe an, sondern eine Lücke in ihrem Angebot: Häuser, bei denen Bohrungen nicht möglich, nicht erlaubt oder zu teuer sind und bei denen ein lautes Aussengerät im Reihenhausgarten keine Option ist. Der technologische Kern – Latentwärme – ist unstrittig, die Neuerung liegt in Zuschnitt, Betriebsstrategie und Kostenstruktur. Das ist kein Durchbruch in der Physik, aber genau die Art von Ingenieursarbeit, aus der marktfähige Produkte entstehen.
Ob daraus ein Industrieunternehmen wird, entscheidet sich nicht im Klimalabor, sondern an zwei Stellen: bei den Heizungsbauern und in der Kapitalrunde. Die Physik funktioniert seit drei Wintern. Der Rest ist Betriebswirtschaft.
Häufige Fragen zur Eisspeicher-Wärmepumpe
Thomas Feldhaus
Chefredakteur | Wirtschaftsjournalist
Thomas Feldhaus macht sichtbar, was Wirtschaft antreibt – und was sie verändert. Journalismus trifft Content: präzise, relevant, auf den Punkt.