DGUV Information 209-093: Qualifizierung für Arbeiten an Hochvoltsystemen in Fahrzeugen
Autor: Thomas Feldhaus · Zuletzt aktualisiert: 11.09.25
Wirtschaft · 10 Min. Lesedauer
Die Elektromobilität revolutioniert nicht nur unsere Straßen, sondern auch die Werkstätten und Produktionshallen der Automobilindustrie. Mit dem Wandel hin zu Elektro- und Hybridfahrzeugen wächst jedoch auch die Gefahr für diejenigen, die täglich an diesen Fahrzeugen arbeiten. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat daher mit der Information 209-093 einen zentralen Leitfaden für die Qualifizierung im Umgang mit Hochvoltsystemen geschaffen.
Die DGUV Information 209-093 in Kürze:
- Die DGUV Information 209-093 ist eine wichtige Richtlinie für die Qualifizierung von Personen, die an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen arbeiten, und zielt darauf ab, die Sicherheit der Beschäftigten in der Automobilindustrie angesichts der zunehmenden Verbreitung von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu gewährleisten.
- Die DGUV Information 209-093 definiert verschiedene Qualifizierungsstufen (Sensibilisierte Person, fachkundig unterwiesene Person, Fachkundige Person Hochvolt, Fachkundige Person für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen), die auf die jeweiligen Arbeitsaufgaben und Risiken zugeschnitten sind und spezifische Schulungsinhalte erfordern.
- Die DGUV Information 209-093 ersetzt die vorherige DGUV Information 200-005 und wurde im August 2021 aktualisiert, um technologische Fortschritte und praktische Erfahrungen im Umgang mit Hochvoltfahrzeugen zu berücksichtigen und einen standardisierten Rahmen für Sicherheitspraktiken und Schulungen in der Automobilbranche zu bieten
Ein Hochvoltsystem (kurz HV) bezeichnet in der Fahrzeugtechnik alle elektrischen Systeme, die mit Wechselspannungen über 30 Volt bis 1.000 Volt oder mit Gleichspannungen über 60 Volt bis 1.500 Volt betrieben werden. Diese Systeme sind vor allem in modernen Elektrofahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellenfahrzeugen zu finden
DGUV Information 209-093 - Neue Technologie, neue Risiken
Hochvoltsysteme sind ein sensibler Bereich innerhalb der Elektrotechnik und speziell auch im Fahrzeugbau. Während herkömmliche Fahrzeuge mit 12-Volt-Systemen arbeiten, können in Elektrofahrzeugen Spannungen von mehreren hundert Volt anliegen. Ein falscher Handgriff kann tödliche Folgen haben. „Elektrische Schläge und Störlichtbögen stellen erhebliche Risiken dar", erklärt Jonathan Wenk, der sich mit seiner E-Mobility Academy auf Schulungen zu Hochvoltsystemen spezialisiert hat.
Gefahren sind u. a.:
- Elektrischer Schlag: kann zu Herzstillstand oder Verbrennungen führen
- Lichtbogenbildung
- Kurzschluss, Batteriebrand
- Unkontrollierte Freisetzung elektrischer Energie
Um diesen Herausforderungen zu begegnen und ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung die DGUV Information 209-093 herausgegeben. Dieses Dokument dient als wichtige Richtlinie für die Qualifizierung von Personen, die an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen arbeiten. Die im August 2021 aktualisierte DGUV Information 209-093 ersetzt die Vorgängerversion 200-005 und definiert klare Sicherheitsstandards für alle, die mit Hochvoltfahrzeugen in Berührung kommen.Sie ist damit ein wichtiges Instrument zur Gewährleistung der Sicherheit in der sich wandelnden Arbeitswelt der Automobilindustrie.
Auszug aus den Unfallverhütungsvorschriften:
Elektrofachkraft im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnisse der einschlägigen Bestimmungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.
Worum geht es in der DGUV Information 209-093?
Die DGUV Information 209-093 "Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen" (auf Englisch: "Training for work on vehicles with high voltage systems") definiert die notwendigen Qualifikationen für Personen, die an Hochvoltfahrzeugen arbeiten. Das Dokument unterstützt Arbeitgeber bei der Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs auf Basis von Gefährdungsbeurteilungen und legt Mindestanforderungen für Schulungsinhalte fest. Hauptziele sind die Gewährleistung der Arbeitssicherheit, die Prävention von Gefährdungen und die Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen. Die Verfügbarkeit in mehreren Sprachen unterstreicht die internationale Relevanz des Themas und die zentrale Bedeutung von Kompetenz und Weiterbildung für die Sicherheit im Umgang mit Hochvoltsystemen.
Die DGUV Info 209-093 legt fest:
- Welche Qualifikationen Beschäftigte für Arbeiten an Hochvoltsystemen benötigen
- Welche Gefährdungen von Hochvoltkomponenten ausgehen
- Welche Schutzmaßnahmen zu treffen sind
- Wie Tätigkeiten sicher organisiert werden
Die DGUV Information 209-093 richtet sich primär an Arbeitgeber und Fachkräfte in Werkstätten, bei Herstellern, im Rettungsdienst und in der Ausbildung.
"Am Anfang steht immer eine Sensibilisierungsschulung, die für alle Mitarbeiter, die ein Fahrzeug mit Hochvoltsystem bedienen, verpflichtend ist."
Gründer und CEO der WE Mobility Academy
Hochvolt-Experte Jonathan Wenk
Die Stufen der Qualifizierung
Das Herzstück der DGUV Information 209-093 ist ein differenziertes Qualifizierungssystem, das verschiedene Kompetenzstufen definiert.
| Qualifizierungsstufe | Bezeichnung | Trainingsfokus | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Sensibilisierte Person | Stufe S/E | Grundlagenwissen über Hochvoltsysteme und deren Gefahren | Allgemeine Tätigkeiten in der Nähe von HV-Komponenten, Bedienen von Fahrzeugen und zugehörigen Einrichtungen |
| Fachkundig unterwiesene Person | FuP, Stufe 1S/1E | Unterweisung in spezifische Arbeitsabläufe unter Aufsicht | Nicht-elektrotechnische Arbeiten am HV-Fahrzeug, allgemeine Instandhaltungsarbeiten, Bedienen von Fahrzeugen und Einrichtungen |
| Fachkundige Person Hochvolt (Arbeiten an eigensicheren HV-Systemen) | FHV, Stufe 2S | Qualifikation für Arbeiten an spannungsfreien, eigensicheren HV-Systemen in Serienfahrzeugen | Messen von Isolationswiderständen, Instandsetzen, Auswechseln, Ändern und Prüfen von HV-Komponenten im spannungsfreien Zustand |
| Fachkundige Person Hochvolt (Arbeiten an HV-Systemen) | FHV, Stufe 2E | Qualifikation für Arbeiten an spannungsfreien HV-Systemen in Forschung, Entwicklung und Produktion | Arbeiten an HV-Systemen im spannungsfreien Zustand in Forschung, Entwicklung und Produktion |
| Fachkundige Person für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen | AuS, Stufe 3S/3E | Qualifikation für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen | Diagnose und Instandsetzung an unter Spannung stehenden HV-Komponenten, Arbeiten an HV-Energiespeichern, Arbeiten unter Spannung nach Herstellervorgaben |
Die Sensibilisierte Person (Stufe S/E) erhält Grundlagenwissen über Hochvoltsysteme und deren Gefahren.
- Fahrer und Bediener von Hochvoltfahrzeugen (wie Elektrobusse, Elektro-LKW, E-Pkw)
- Mitarbeiter in Produktion, Forschung und Entwicklung, die mit HV-Fahrzeugen arbeiten oder diese bewegen
- Beschäftigte, die Service-, Reinigungs- oder Wartungsarbeiten an HV-Fahrzeugen durchführen, ohne selbst an den elektrischen Systemen zu arbeiten
Die fachkundig unterwiesene Person (Stufe 1S/1E) darf unter Aufsicht bestimmte Arbeiten im spannungsfreien Zustand ausführen.
- Personen, die nichtelektrotechnische Arbeiten an Serienfahrzeugen mit Hochvoltsystemen durchführen, z. B. Ölwechsel, Radwechsel oder Karosseriearbeiten in der Nähe von HV-Komponenten
- Beschäftigte, die allgemeine Arbeiten an HV-Fahrzeugen während der Produktentstehung (z. B. Montage, Inbetriebnahme) durchführen
Die fachkundige Person Hochvolt (Stufe 2S/2E) ist qualifiziert für Arbeiten an spannungsfreien Hochvoltsystemen.
Die fachkundige Person für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen (Stufe 3S/3E) darf auch an aktiven Hochvoltkomponenten arbeiten.
"Die klare Abgrenzung der Qualifizierungsstufen schafft Rechtssicherheit für Arbeitgeber und schützt Mitarbeiter vor Überforderung", so Jonathan Wenk. So darf die Schulung zur Sensibilisierung von fachkundigen Personen durchgeführt werden, die über das erforderliche Wissen im jeweiligen Arbeitsgebiet, didaktische Fähigkeiten und Erfahrung in der Erwachsenenbildung verfügen. Das können zum Beispiel Personen sein, die selbst mindestens die Qualifikation Stufe 1S besitzen oder als Fachkundige für Hochvoltsysteme gelten.
In der DGUV 209-093 bezeichnen die Buchstaben E und S unterschiedliche Anwendungsbereiche von Qualifikationen für Hochvoltsysteme in Fahrzeugen:
E = Entwicklung/Fertigung (Produktentstehungsprozess)
Gilt für:
- Prototypen, Fertigungsprozesse und Inbetriebnahme von Fahrzeugen mit HV-Systemen.
Beispiele:
- Montage von HV-Komponenten in der Produktionslinie.
- Elektrische Prüfungen während der Entwicklungsphase.
Qualifikationsstufen:
Stufe E: Sensibilisierung für den Umgang mit HV-Fahrzeugen (z. B. Laden, Bedienen).
Stufe 1E: Allgemeine Arbeiten wie Rad- oder Ölwechsel mit Gefahrenhinweisen.
Stufe 2E: Arbeiten an spannungsfreien HV-Systemen in der Fertigung.
Stufe 3E: Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Komponenten (z. B. Fehlersuche in Prototypen).
S = Serienfahrzeuge (Betriebsphase)
Gilt für:
- Werkstätten, Pannenhilfe und Service an Serienfahrzeugen mit HV-Systemen.
Beispiele:
- Austausch von HV-Batterien in Elektroautos.
- Reparatur von HV-Leitungen nach einem Unfall.
Qualifikationsstufen:
Stufe S: Grundsensibilisierung (Identifizierung von HV-Komponenten).
Stufe 1S: Nichtelektrotechnische Arbeiten (z. B. Bremsenwartung).
Stufe 2S: Fachkundige Person (FHV) für Arbeiten an spannungsfreien HV-Systemen.
Stufe 3S: Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen (z. B. Zerlegen von Energiespeichern).
Kerninhalte der DGUV Information 209-093
Die DGUV Information 209-093 regelt die Ausbildung von Personen, die Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen und deren Komponenten durchführen. Dies umfasst auch Arbeiten an fest verbauten oder montierten Geräten, die direkt mit dem HV-System verbunden sind und die gleichen Schutzmaßnahmen nutzen. Allerdings sind bestimmte Fahrzeugtypen und Ausrüstungen explizit vom Anwendungsbereich ausgeschlossen.
Dazu gehören spurgeführte Fahrzeuge wie Züge und Straßenbahnen, An- und Anbaugeräte, die unter die europäische Maschinenrichtlinie fallen, elektrische Niederspannungsanlagen in Fahrzeugen, Fahrzeuge mit dauerhaftem Anschluss an das Stromnetz während der Nutzung sowie Wasser- und Luftfahrzeuge. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Dokument auch für Arbeiten an Fahrzeugen, die nicht explizit in seinen Anwendungsbereich fallen, wie beispielsweise Sportboote, als Orientierungshilfe dienen kann.
Ein wesentlicher Bestandteil der DGUV Information 209-093 sind die organisatorischen Voraussetzungen für sicheres Arbeiten. Das Dokument betont die Verantwortung des Arbeitgebers für die Unfallverhütung im Betrieb, einschließlich der Bereitstellung von finanziellen Mitteln, der Auswahl geeigneter Mitarbeiter und der Schaffung von Sicherheitseinrichtungen.
Eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung ist unerlässlich, um elektrische Gefährdungen zu identifizieren und geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen. In diesem Zusammenhang werden die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik ausführlich erläutert und ihre Anwendung im Kontext von Hochvoltfahrzeugen beschrieben.
- Freischalten
- gegen Wiedereinschalten sichern
- Spannungsfreiheit feststellen
- Erden und kurzschließen
- Abdecken oder Absperren benachbarter, unter Spannung stehender Teile
Die DGUV Information 209-093 gliedert die erforderlichen Qualifikationen in verschiedene Stufen. Diese Staffelung ermöglicht eine differenzierte Ausbildung, die auf die jeweiligen Arbeitsaufgaben und die damit verbundenen Risiken zugeschnitten ist. Zudem definiert sie für jede Qualifizierungsstufe die Mindestanforderungen an Inhalt und Umfang der Qualifizierung. Die Verantwortlichkeiten und Aufgaben, die mit den verschiedenen Qualifizierungsstufen einhergehen, werden ebenfalls im Detail beschrieben.
Die detaillierte Auflistung der ausgeschlossenen Fahrzeugtypen und Ausrüstungen zeigt, dass die DGUV den Anwendungsbereich präzise definiert hat, um Überschneidungen mit anderen Vorschriften wie beispielsweise die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die TRBS 1203 oder die DIN VDE 0105-100 für den Betrieb elektrischer Anlagen zu vermeiden und die Klarheit für die Zielgruppe zu gewährleisten.
Die Betonung der fünf Sicherheitsregeln unterstreicht die Verpflichtung zu bewährten Praktiken im Bereich der Elektrosicherheit, angewendet auf eine neue Technologie. Das gestufte Qualifizierungssystem ermöglicht einen differenzierten Ausbildungsansatz, der sicherstellt, dass Personen das erforderliche Fachwissen entsprechend ihren spezifischen Aufgaben und den damit verbundenen Risiken erwerben.
„Arbeiten an Hochvoltsystemen erfordern eine qualifizierte Ausbildung des Personals. Unternehmen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, gehen erhebliche Haftungsrisiken ein. Das ist vielen nicht bewusst."
Gründer und CEO der WE Mobility Academy
Hochvolt-Experte Jonathan Wenk
Wer muss die DGUV Information 209-093 kennen und anwenden?
Die primäre Zielgruppe der DGUV Information 209-093 sind Arbeitgeber und Vorgesetzte in der Automobilindustrie, die für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter verantwortlich sind, die an Hochvoltfahrzeugen arbeiten. Darüber hinaus ist das Dokument auch für Fachkräfte relevant, die Wartungs-, Reparatur- und andere Arbeiten an diesen Fahrzeugen durchführen. Konkrete Beispiele für Zielgruppen umfassen Werkstattpersonal, Kfz-Techniker (wie Kfz-Mechatroniker, Kfz-Elektriker und Kfz-Mechaniker), Personal in Forschung, Entwicklung und Produktion von Hochvoltfahrzeugen, Ersthelfer und Bergungskräfte, Ausbilder und Trainer im Bereich der Hochvoltsicherheit sowie Hersteller und Zulieferer von Hochvoltkomponenten für Fahrzeuge.
Auch Kfz-Sachverständige gehören zur Zielgruppe. Die Richtlinie ist besonders wichtig für Werkstätten, Hersteller und alle, die mit der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen zu tun haben. Das Dokument richtet sich zudem an Personen aus den Bereichen Pkw, Nutzfahrzeuge sowie Agrar- und Baumaschinen. Die breite Palette der Zielgruppen verdeutlicht die umfassende Bedeutung der Hochvolttechnologie in verschiedenen Rollen und Sektoren innerhalb der Automobilindustrie. Die Einbeziehung von Ersthelfern zeigt, dass die Sicherheit nicht nur bei routinemäßigen Wartungs- und Reparaturarbeiten, sondern auch in Notfallsituationen von entscheidender Bedeutung ist.
Wesentliche Änderungen und Verbesserungen von DGUV 209-093
Wie bereits erwähnt, hat die DGUV Information 209-093 die DGUV Information 200-005 (und BGI/GUV-I 8686) abgelöst. Die aktualisierte Version enthält eine Reihe wichtiger Änderungen und Verbesserungen. Dazu gehören die neue DGUV-Nummer, eine präzisere Definition des Anwendungsbereichs mit klareren Ausschlüssen, die Einführung standardisierter Begriffe wie FHV und FUP sowie die Implementierung eines strukturierten Qualifizierungsmodells für den Servicebereich mit verschiedenen Stufen (S, 1S, 2S, 3S).
Darüber hinaus wurden redaktionelle Überarbeitungen zur Verbesserung der Klarheit und Lesbarkeit vorgenommen. Die aktualisierte Version berücksichtigt die Fortschritte in der Hochvolttechnologie und die gesammelten Erfahrungen im Umgang mit diesen Systemen. Die Überarbeitung erfolgte in Zusammenarbeit zwischen der DGUV und dem Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes e.V. (ZDK) unter Einbeziehung von Herstellern und Zulieferern.
Die Änderungen von DGUV 200-005 zu 209-093 zeigen ein Engagement für kontinuierliche Verbesserung und Anpassung an die sich entwickelnde Landschaft der Hochvoltfahrzeugtechnologie und der Sicherheitsanforderungen. Durch die Einführung eines gestuften Qualifizierungssystems speziell für den Servicebereich werden die praktischen Bedürfnisse von Werkstätten und Technikern, die sich mit der Wartung und Reparatur von Elektro- und Hybridfahrzeugen befassen, adressiert.
DGUV Information 209-093 - Bedeutung und Einfluss in der Automobilbranche
Die DGUV Information 209-093 etabliert einen verbindlichen Sicherheitsstandard für den Umgang mit Hochvoltfahrzeugen auf dem deutschen Markt. Experten sehen in dem Regelwerk einen wichtigen Baustein für den Arbeitsschutz in der zunehmend elektrifizierten Automobilbranche. Das Dokument liefert Arbeitgebern konkrete Handlungsanweisungen zur Risikobewertung und implementiert klar definierte Qualifikationsstufen für technisches Personal. Besonders hervorzuheben ist die Standardisierung der Ausbildungsinhalte, die bundesweit einheitliche Sicherheitskompetenzen garantiert und damit die Mobilität von Fachkräften fördert. Branchenbeobachter betonen die präventive Wirkung der Richtlinie bei der Vermeidung von Unfällen und rechtlichen Haftungsrisiken im wachsenden Sektor der Elektromobilität.
FAQ DGUV Information 209-093
Thomas Feldhaus
Chefredakteur | Wirtschaftsjournalist
Thomas Feldhaus macht sichtbar, was Wirtschaft antreibt – und was sie verändert. Journalismus trifft Content: präzise, relevant, auf den Punkt.