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Die TOP 5 Rüstungsaktien und ETF's

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 22.03.24

Politik Börse/Aktien · 9 Min. Lesedauer

Die TOP 5 Rüstungsaktien und ETF's  - Titelbild

Darf man in den Krieg investieren?

 

Es ist durchaus ein kontroverses Thema, welches nicht nur Investoren, sondern auch Kriegsgegner beschäftigt:

 

Zum einen sind da die beachtichen Gewinne, die durch die börsennotieren Konzerne in Kriegszeiten erwirtschaftet werden. Zum anderen gibt es moralische Bedenken, ob man mit einem Investment in die Rüstungsindustrie den Krieg unterstützt. Wir gehen in diesem Beitrag der Sache nach und bewerten beide Aspekte.

 

Ist es moralisch verwerflich in Rüstungsaktien zu investieren?

 

Die Bedenken sind zunächst berechtigt, denn kein Investor will mit seiner Kapitalanlage den Krieg fördern. Unsagbar viel menschliches Leid ist durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in den letzen Monaten und Jahren entstanden.

 

Mit dem Kauf von Aktien eines Rüstungsunternehmens fördert man als Investor nicht die Wirtschaftsleistung des Unternehmens. Der Aktienkurs spiegelt die reale Wirtschaftsleistung des Unternehmens wieder. Kauft ein Investor also eine Aktie von einem Rüstungsunternehmen, dann profitieren alle anderen Aktionäre beim Verkauf dieser Aktien - nicht das Unternehmen. Es gibt natürlich bei dieser Betrachtung kein schwarz-weiss. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Ist die Nachfrage nach Aktien, z.B. eines Rüstungskonzerns an der Börse sehr hoch, kann das Unternehmen eine Kapitalerhöhung vollziehen. Dabei steigt der Wert der Aktien und damit der Wert des Unternehmens (unabhängig vom Börsenkurs). Das Unternehmen kann mehr Geld einsammeln. Somit bleibt eine gewisse Grauzone, wenn man es streng moralisch betrachtet. Grundsätzlich fördert man als Anleger aber nicht den Krieg.

Was sind Rüstungsaktien?

 

Rüstungsaktien sind Aktien von Unternehmen, die Verteidigungs- und Rüstungsgüter entwickeln, produzieren oder damit handeln. In Deutschland sind das hauptsächlich Firmen, die Panzer, Militärfahrzeuge, Kriegsschiffe und U-Boote, Waffen sowie Radar- und Aufklärungssysteme herstellen.

 

Die Aktien werden nach den üblichen Standards zu bestimmten Sektoren und Industriezweigen zugeordnet. Nach dem Global Industry Classification Standard von MSCI und S&P zählen Rüstungsunternehmen zur Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie (Aerospace & Defence). Dieser Industriezweig zählt zur Industriegruppe Investitionsgüter, die zum übergeordneten Sektor „Industriegüter“ gehört.

Rüstungsunternehmen in Deutschland

 

Deutschland ist traditionell ein global begehrter und anerkannter Rüstungslieferant. Besonders im Bereich Panzer, U-Boote, Kriegsschiffe, Elektronik für Kriegsgerät sowie Waffen gibt es in Deutschland einige anerkannte Waffenschmieden und Unternehmen, die für den Rüstungsbereich produzieren. Die Rüstungsindustrie beschäftigt rund 135.000 Mitarbeiter in Deutschland und erwirtschaftet rund 30 Milliarden Wertschöpfung.

 

Hier eine Auswahl der großen deutschen Unternehmen, die für die Rüstungs- und Verteidigungsindustrie tätig sind:

 

Airbus

  • Drohnen
  • 3-D Höhenmodell TanDEM-X
  • Satellitenkommunikation SATCOM
  • militärische Flugzeuge (Eurofighter Typhoon, Airbus A400M, Airbus A330 MRTT, Airbus C-295 Persuader)
  • Satelliten und Orbitalsysteme
  • kommerzielle Trägerraketen (ArianeGroup)
  • Lenkflugkörper (MBDA)

 

Diehl

 

Heckler & Koch

  • Sturmgewehre
  • Maschinengewehre
  • Granatwerfer
  • Pistolen

 

Jenoptik

  • Laserentfernungsmessermodule
  • Bauteile für Militärflugzeuge und -hubschrauber
  • Teile für Kriegsschiffe und Drohnen
  • Bauteile für Panzer und Luftabwehrraketen

 

KMW (KNDS)

  • Radpanzer (ATF Dingo, Fennek, Mungo, GTK Boxer)
  • Kettenfahrzeuge (Leopard 1, Leopard 2, Panzerhaubitze 2000, Puma, MARS)
  • verschiedene Bewaffungssysteme (auch ferngesteuert)

 

MBDA

  • Patriot Lenkflugkörper
  • Waffensysteme für den Eurofighter

 

MTU

  • Motoren und Antriebssysteme für alle militärischen Landfahrzeuge
  • militärische Triebwerke

 

Rheinmetall

  • gepanzerte Ketten- und Radfahrzeuge (Leopard, Lynx, PUMA, Boxer, Systemdemonstrator GTK Boxer, JODAA, Fuchs Evolution, Pinzgauer, Caracal, Survivor R 4x4, Radhaubitze,Yak)
  • großkalibrige Waffenanlagen für Panzer und Artellerie 
  • großkalibrige Munition
  • Waffensysteme für Infanterie

 

Rhode & Schwarz

  • militärische Funkgeräteausstattung
  • hochwertige Spionagesysteme

 

Thyssen Krupp

  • Kriegsschiffe (Fregatten, Korvetten und Minenkampfschiffe)
  • U-Boote

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In Rüstungsaktien investieren

 

Es ist Krieg und Investitionen in Rüstungsaktien sind bei Anlegern hoch im Rennen. Lohnt es sich noch in Rüstungsaktien zu investieren?

 

Hier einige Überlegungen, die Investoren berücksichtigen sollten, bevor sie in Rüstungsaktien investieren:

 

Was spricht für ein Investment in Rüstungsaktien?

 

Weltweit steigende Rüstungsausgaben sind an der Tagesordnung. Allein durch die Verpflichtung der NATO Staaten 2% des Bruttosozialproduktes in Militärausgaben zu investieren ist eine Stabilität der Rüstungsaktien sehr gewiss. Dazu kommt, dass dieser Sektor fast frei von der allgemeinen konjunkturellen Lage ist, denn Militärausgaben müssen getätigt werden.

 

Das weltweite Konfliktpotential nimmt zu, wie der Russland-Ukraine-Krieg oder der China-Taiwan-Konflikt zeigen. Diese Konflikte sind ein wichtiger Grund für Aufrüstungen der beteiligten Länder. Investments in Rüstungsaktien waren in Zeiten schwacher Konjunktur schon immer eine lohnenswerte Anlage, da sich die Rüstungsaktien besser als der Gesamtmarkt entwickelten.

 

Unternehmen der Verteidigungs- und Rüstungsindustrie bieten aufgrund langfristiger Regierungsverträge und eines stabilen Nachfragebedarfs eine gewisse finanzielle Stabilität. In den Zeiten großer geopolitischer Spannungen profitieren diese Unternehmen zusätzlich, was ihnen teilweise enorme Wachstumsraten beschert.

 

Zudem zahlen Rüstungsunternehmen regelmäßig gute Dividenden aus, Rheinmetall zahlte zuletzt 4,30 € Dividende pro bezugsberechtigte Aktie aus. Seit der Zeitenwende-Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz am 27.02.2022 im Deutschen Bundestag standen für die Aktien der Rüstungsindustrie die Ampeln auf grün. Olaf Scholz kündigte in dieser Rede an für die Ausstattung der Bundeswehr ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro schaffen. Die zu erwartende Entwicklung der Rüstungsindustrie in Deutschland heizte die Aktienkurse seitdem massiv an.

 

 

Was spricht gegen ein Investment in Rüstungsaktien? 

 

Wie bereits erwähnt haben einige Anleger moralische oder ethische Bedenken gegen eine Investition in die Rüstungsindustrie, da diese Unternehmen direkt an der Herstellung von Waffen und Kriegsgerät beteiligt sind. Es sind etwa 65% der deutschen Anleger, die aus diesem Grund nicht in Aktien der Rüstungsindustrie investieren.

 

Man muss jedoch erwähnen, dass ein großer Teil der Rüstungsunternehmen in der Verteidigungstechnologie tätig ist, die Cyber- und Kommunikationstechnologie spielt dabei eine zunehmend große Rolle.

 

Auch Investoren, die Wert auf Nachhaltigkeit und auf ESG-Kriterien legen, sollten die Rüstungsindustrie als Anlage meiden. In Bezug auf Umwelt, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ist diese Branche als eher problematisch zu betrachten.

 

Einige der rüstungsproduzierenden Unternehmen stellen auch DUAL-USE Produkte her, also Produkte, die man sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke nutzen kann. Wer welche Produkte und in welchem Umfang für wen produziert wird von den Rüstungsunternehmen nicht publik gemacht, sodass man immer davon ausgehen muss, dass Rüstungsunternehmen Kriegs- oder Verteidigungsgerät herstellen.

 

 

Risikomanagement

 

Obgleich die Verlockung in die rasante Entwicklung von Einzelaktien der Rüstungsindustrie, wie z.B. Lookheed Martin für Anleger groß ist, raten wir Anlegern nicht auf kurzfristige Erfolge zu hoffen und stattdessen mittelfristig zu denken. Mit einem Anlagehorizont zwischen 3 und 5 Jahren sind sowohl Einzelaktien der Rüstungsindustrie und ETFs eine sinnvolle Ergänzung des Gesamtportfolios. Dabei sollte man mit bei einem Anteil von 10% des Portfolios eine gesunde Mischung finden, um das Gesamtrisiko zu optimieren.

In welche Rüstungsaktien sollte man investieren? 

 

Wir haben für Sie die vielversprechenden Rüstungsaktien für ein Investment 2024 herausgesucht und empfehlen diese. Dazu haben wir wichtige Kennzahlen, wie Marktkapitalisierung, Entwicklung 2022 und 2023, die größten Anleger sowie die Dividendenrendite des letzen Jahres ermittelt.

 

Lockheed Martin Corp. - US5398301094 (NYSE)

Derzeit ist die Lockheed Martin-Aktie der Favorit am Rüstungs-Aktienmarkt. Lockeed Martin Corp. entstand 1995 in Betheseda (Maryland) durch eine Fusion der Firmen Lockheed Corporation und Martin Marietta Corporation und gilt als der größte Rüstungskonzern der Welt.

 

Marktkapitalisierung: ca. 102 Milliarden US-$

Einzelaktionäre: State Street Corp., SSgA Funds Management und die Vanguard Group

Portfolio: Flugzeuge, Hubschrauber, Fernlenkwaffen

Ergebnis 2022: leichter Gewinnrückgang

Ergebnis 2023: Steigerung des Nettogewinns um 17% zum Vorjahr

Dividendenrendite 2023: 2,5 %

Anlegerempfehlung: Aktie beobachten und auf einen günstigen Einstieg warten

 

Seit dem Januar 2024 war zunächst ein Anstieg, dann ein Kursrutsch nach unten zu verzeichen. Grund dafür waren Software-Probleme bei F35-Kampfflugzeugen. Die Aussichten sind aber weiterhin sehr gut. Experten sagen voraus, dass bis 2030 die Hälfte aller europäischen Kampfflugzeuge von Lockheed Martin stammt.  

 

RTX - US75513E1010 (NYSE)

RTX Corporation (früher als Raytheon Technologies-Aktie gehandelt) ist die Nummer zwei. Der US-Rüstungskonzern entstand 2020 durch eine Fusion von Raytheon und United Technologies. 

 

Marktkapitalisierung: ca. 118 Milliarden US-$

Einzelaktionäre: State Street Corp., Vanguard Total Stock Market Index Fund, Capital Research & Management Co. 

Portfolio: Flugzeugtriebwerke, Raketen, Luftverteidigungssysteme, Drohnen, Cybersecurity-Software

Ergebnis 2022: Umsatz + 4%, Gewinnwachstum 36%

Ergebnis 2023: Rückgang um 17% zum Vorjahr (Juli + August 2023)

Dividendenrendite 2023: 2,2 %

Anlegerempfehlung: empfehlenswert, auf long Trades setzen

 

Die Aktie war abgestürzt, weil Pratt & Whitney (Tochterunternehmen) mit fehlerhaften Metallpulvern Probleme hatte und Airbus-Triebwerke zurückgerufen wurden.

 

BAE Systems - GB0002634946 (London Stock Exchange)

Der britische Waffenhersteller BAE Systems (London) ist technisch sehr breit aufgestellt und befindet sich seit 2022 auf einem erfolgreichen Expansionskurs.

 

Marktkapitalisierung: ca. 44 Milliarden US-$

Einzelaktionäre: Capital Research & Management Co., Invesco Asset Management Ltd., American Funds, Income Fund of America

Portfolio: militärische Simulations- und Trainingslösungen, Luft- und Raumfahrt

Ergebnis 2022: Gewinnrückgang durch Übernahme von Bohemia Interactive Simulations (BISim) aus Orlando für 200 Mio. US-$

Ergebnis 2023: plus 28% trotz Kauf des Luft- und Raumfahrunternehmens Ball Aerospace für 5,5 Milliarden US-$

Dividendenrendite 2023: 2,2 %

Anlegerempfehlung: empfehlenswert, unbedingt beobachten und auf günstigen Einstiegsmoment warten

 

General Dynamics - US3695501086 (NYSE)

Das US-Unternehmen ist in West Falls Church (Virginia) beheimatet. Zur Tochterfirma General Dynamics European Land Systems (GDELS) gehören die Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich, Spanien und der Schweiz,  Der Umsatz und der Gewinn legten in den vergangenen beiden Jahren jeweils im einstelligen Bereich zu.

 

Marktkapitalisierung: ca. 74 Milliarden US-$

Einzelaktionäre: Longview Asset Management LLC, Vanguard Total Stock Market Index Fund, Vanguard Dividend Growth Fund

Portfolio: militärische Flugzeuge, Wasser– und Straßenfahrzeuge, satellitenbasierte Waffensysteme, Panzer- und Amphibienfahrzeuge, Waffen und Munition

Ergebnis 2022: Aktie stieg um 20%

Ergebnis 2023: Umsatzsteigerung 7%

Dividendenrendite 2023: 2,41 %

Anlegerempfehlung: empfehlenswert, unbedingt beobachten und auf günstigen Einstiegsmoment warten (Präsidentschaftswahlen anwarten)

 

Thales - FR0000121329 (Euronext)

Der in Paris ansässige Rüstungskonzern Thales produziert Geräte, Systeme und Dienstleistungen zum Einsatz in der Luft, auf See und auf dem Boden.

 

Marktkapitalisierung: ca. 28 Milliarden US-$

Einzelaktionäre: der französische Staat, Dassault Aviation SA (jeweils 25 Prozent Abteile), Rest Belegschaftsaktien

Portfolio: Regel- und Steuersysteme, Kommunikationssicherheitssysteme z.B. für Schutz von Infrastruktureinrichtungen und sensibler Daten (Kryptologie, Netzwerk-Security-Management)

Ergebnis 2022: Gewinnplus 5%

Ergebnis 2023: Aktie stieg um 14% zum Vorjahr

Dividendenrendite 2023: 1,97 %

Anlegerempfehlung: empfehlenswert für lange Anlage

 

Hensoldt - DE000HAG0005 (XETRA)

Hensoldt mit Sitz in Taufkirchen (bei München) entstand 2017 bei einer Sparten-Ausgliederung aus dem Airbus-Konzern.

 

Marktkapitalisierung: ca. 4 Milliarden Euro

Einzelaktionäre: Bundesrepublik Deutschland, Leonardo SpA, Lazard Asset Management LLC, Wellington Management International.

Portfolio: Sensor-Lösungen in den Bereichen Datenmanagement, Robotik und Cyber-Security (z.B. Sensorsystem Argos II)

Ergebnis 2022: Umsatzsteigerung um 16%, Gewinnplus 24%

Ergebnis 2023: Aktie stieg um 10%

Dividendenrendite 2023: 0,93 %

Anlegerempfehlung: empfehlenswert, unbedingt beobachten und abwarten, ob vom Bund zugesagten Aufräge bestehen bleiben

 

 

Northrop Grumman Corp. - US6668071029 (NYSE)

Das US-Unternehmen aus West Falls Church in Virginia liefert Rüstungsgüter in den Bereichen Schiff-, Luft- und Raumfahrt sowie Informationstechnologie.

 

Marktkapitalisierung: ca. 67 Milliarden US-$

Einzelaktionäre: State Street Corp., Capital Research & Management Co., The Vanguard Group

Portfolio: Aufklärungsflugzeuge, Interkontinentalraketen, Tarnkappenbomber B-21 Raider (in der Testphase)

Ergebnis 2022: Umsatzplus von 2,6%, Aktiengewinn minus 20%

Ergebnis 2023: Umsatzplus 6,8%, Aktiengewinn minus 0,57% 

Dividendenrendite 2023: 1,57 %

Anlegerempfehlung: empfehlenswert, Northrop Grumman kauft regelmäßig große Stückzahlen seiner eigenen Aktien zurück

Rüstungsaktien ETF's

 

Bisher konnten Anleger in Deutschland keine reinen ETF für Rüstungs-und Verteidigungsaktien kaufen. Seit 2023 gibt es in Deutschland erstmals zwei Möglichkeiten in reine Rüstungs-ETFs zu investieren:

 

  • VanEck Defense ETF
  • HANetf Future of Defence

 

VanEck Defense ETF - ISIN: IE000YYE6WK5 - WKN: A3D9M1

 

Dieser ETF bildet den MarketVector Global Defense Industry Index nach und ist seit März 2023 an der Börse Frankfurt handelbar. Im VanEck Defense ETF sind 29 Unternehmen versammelt, die alle in der Rüstungs- und Verteidigungsindustrie tätig sind und mindestens 50% ihrer Umsätze mit Produkten und/oder Dienstleistungen der Rüstung machen. 

 

Die bekanntesten und am stärksten vertretenen Unternehmen des VanEck Defense ETF sind:

 

  • Thales: 8,9 %
  • Safran: 8,4 %
  • Palantir Technologies: 8,2
  • Booz Allen Hamilton: 8,0 %
  • KBR: 4,7 %
  • Curtiss-Wright: 4,5 %
  • Huntington Ingalls Industries: 4,3 %
  • Dassault Aviation: 4,0 %
  • Hensoldt (Deutschland): 1,4 %

 

Der Anlagehorizont des ETF ist mittelfristig, empfohlen wird eine Zeitspanne zwischen 3 und 5 Jahren. Er ist für private Investoren geeignet, aber für für institutionelle Anleger. Seit der Auflage des ETF am 31.03.2023 entwickelte sich dieser ETF um plus 41 %. Das Fondvolumen beträgt 46.629.800,00 Euro. Die Kosten betragen 0,70 Euro. Gemanagt wird dieser Fond von Van Eck Associates Corp.. Der ETF ist thesaurierend, die Erträge werden direkt wieder in Aktien reinvestiert.

 

 

Future of Defence ETF  - ISIN: IE000OJ5TQP4 - WKN: A3EB9T

 

Seit Juli 2023 ist Future of Defence als zweiter Rüstungs-ETF in Deutschland handelbar. Dieser ETF bildet den EQM Future of Defence nach und ist ebenfalls an der Börse Frankfurt handelbar. Im Future of Defence ETF sind 41 Unternehmen gebündelt, welche alle in einem NATO-Land oder einem Bündnispartnerland ansässig sind und den Großteil ihrer Umsätze mit der Herstellung von Rüstungsgütern machen.

 

Die bekanntesten und am stärksten vertretenen Unternehmen des Future of Defence ETF sind:

 

  • Broadcom 4,99 %
  • Thales S.A. 4,68 %
  • Palo Alto Networks 4,65 %
  • Check Point Sftw.Techs. 4,59 %
  • BAE Systems 4,48 %
  • Rheinmetall (Deutschland) 4,48 %
  • Trend Micro Incorporated 4,20 %
  • Fortinet 4,05 %
  • Elbit Systems 3,99 %
  • Cisco Systems 3,74 %

 

Der Anlagehorizont des ETF ist mittelfristig, empfohlen wird eine Zeitspanne zwischen 3 und 5 Jahren. Er ist für private Investoren geeignet, aber für für institutionelle Anleger. Das Fondsvolumen beträgt 929.600,00 Euro. Der Fond wird durch Vident Investment Advisory LLC gemanagt. Die Kosten betragen 0,58%. Future of Defence ETF hat eine Zulassung in Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden und Spanien. Future of Defence ETF ist thesaurierend. Seit der Auflage am 03.07.2023 entwickelte sich der Fond um plus 30%.

 

In diese Länder liefert Deutschland Waffen

 

Das Auswärtige Amt und das Bundeswirtschaftsministerium hat 2023 Rüstungsexporte im Gesamtwert von 12,2 Milliarden Euro genehmigt. Das entspricht einer Steigerung von fast 40 Prozent gegenüber 2022 und ist der höchste je genehmigte Umfang innerhalb eines Jahres. 2021 war bisher das Jahr mit den höchsten genehmigten Exporten (9,4 Milliarden Euro).

 

Bei den Rüstungsexporten 2023 entfielen 4,4 Milliarden Euro davon auf Waffenlieferungen in die Ukraine. Der zweithöchste Exportanteil entfiel mit rund 1,2 Milliarden Euro auf Norwegen, gefolgt von Ungarn mit einer Milliarde Euro. Weitere Exporte in Höhe von jeweils mehreren Hundert Millionen Euro gingen nach Großbritannien, die USA, Polen, Israel und Südkorea. In Anbetracht des Krieges zwischen Israel und der Hamas haben sich die Exporte nach Israel auf mehr als 320 Millionen Euro gegenüber 2022 verzehnfacht.

 

  • Ukraine (4,4 Milliarden Euro)
  • Niederlande (1,8 Milliarden Euro)
  • Norwegen (1,2 Milliarden Euro)
  • USA (860 Millionen Euro)
  • Vereinigtes Königreich (453 Millionen Euro)
  • Israel (320 Millionen Euro)
  • Ungarn (249 Millionen Euro)
  • Australien (196 Millionen Euro)
  • Tschechien (176 Millionen Euro)
  • Singapur (174 Millionen Euro)
  • Slowakei (172 Millionen Euro)
  • Südkorea (167 Millionen Euro)

Heino Zießnitz

Heino Zießnitz

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