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Investition in Wasserstoff - Aktien 2025

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 14.08.25

Börse/Aktien · 12 Min. Lesedauer

Investition in Wasserstoff - Aktien 2025  - Titelbild

Investitionen in Wasserstoff - das klingt sehr modern und nachhaltig. Das ist es auch, denn Wasserstoff wird in nicht zu ferner Zukunft eine unserer wichtigsten Energiequellen. Und daher werden Wasserstoff Aktien für Investoren künftig eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

 

ABER:

 

Der Sektor Wasserstofferzeugung und die dazugehörige verarbeitende Industrie steckt noch in den Kinderschuhen. Eine Investition in diesem Bereich will gut überlegt sein. Es gibt riesige Chancen für üppige Renditen, aber der Sektor ist noch sehr volatil. Setzt man als Anleger auf das "falsche Pferd" sind auch Totalverluste nicht ausgeschlossen.

 

Wer in diesem Markt seine Chance nutzen will, dem empfehlen wir besonders diese Aktien:

 

Bloom Energy Corporation

 

  • Aktienkurs: 22,27 €
  • Performance 1 Jahr: + 104,5 %
  • Kapitalisierung: 5,3 Mrd. €

 

Die Aktie zeigte 2024 Erholungstendenzen mit einem Kursplus von 57,8 %, entstanden durch Großaufträge (Brennstoffzellen für KI-Rechenzentren).

 

 

Linde plc

 

  • Aktienkurs: 442,40 €
  • Performance 1 Jahr: + 13,8 %
  • Kapitalisierung: 211,46 Mrd. €

 

Linde ist in Deutschland führend bei technischen Gasen und Produktionsanlagen. Die Aktie hat langfristig stabile Renditen erzielt, jedoch ist sie aktuell teuer bewertet.

 

 

Plug Power

 

  • Aktienkurs: 1,58 €
  • Performance 1 Jahr: - 62,1 %
  • Kapitalisierung: 1,42 Mrd. €

 

Trotz prominenter Kunden wie Amazon und Walmart hat das Unternehmen mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Der Aktienkurs liegt derzeit rund 53 % unter dem Vorjahresniveau.

 

(Stand 12.02.2025, 16:00 MEZ)

 

Auch Investitionen in Aktien von wasserverarbeitenden Unternehmen sind möglich. Aktien von Unternehmen, die Wasser zu Wasserstoff aufbereiten, daraus Energie  gewinnen oder die Zubehör zur Wasserbearbeitung herstellen, sind für nachhaltige Investments geeignet. Ob Investition in Wasserstoff Aktien sinnvoll sind betrachten wir für Sie in diesem Beitrag.

Weitere Wasserstoff Aktien für Deutschland

 

Aktie Stand 12.02.2025 Performance 1 Jahr Performance 5 Jahre
Thyssenkrupp AG (TYEKF) 4,55 € - 19,00 % - 59,20 %
Siemens Energy AG (SMEGF) 59,54 € + 310,90 % + 171,90 %
Linde Plc (LIN) 440,80 € + 13,60 % + 121,40 %
SFC Energy AG (SSMFF) 17,22 € - 8,80 % + 43,70%


Thyssenkrupp AG 

Thyssenkrupp ist ein deutsches Industrieunternehmen, das stark in die Wasserstofftechnologie investiert, insbesondere in der Stahlproduktion. Das Unternehmen hat mit seinem Projekt „H2Giga“ den Weg für die Massenproduktion von Elektrolyseuren geebnet, die zur Erzeugung von grünem Wasserstoff verwendet werden. Thyssenkrupp setzt dabei auf seine Tochtergesellschaft Uhde Chlorine Engineers, die Elektrolyseanlagen für die Wasserstoffproduktion baut.

 

Siemens Energy AG 

Siemens Energy ist eines der führenden Energieunternehmen in Deutschland und investiert massiv in den Wasserstoffsektor. Das Unternehmen arbeitet an Elektrolyse-Technologien und bietet Lösungen für die Produktion und Nutzung von Wasserstoff in der Energiewirtschaft an. Siemens Energy hat Partnerschaften mit mehreren Wasserstoffprojekten in Europa und weltweit, darunter die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn für den Einsatz von Wasserstoffzügen.

 

Linde Plc 

Obwohl Linde ein internationales Unternehmen ist, hat es seinen Hauptsitz in Deutschland und zählt zu den größten Anbietern von Wasserstofflösungen weltweit. Linde ist stark in der Entwicklung und Bereitstellung von Wasserstoffinfrastruktur, einschließlich der Erzeugung, Lagerung und Verteilung von Wasserstoff, involviert. Das Unternehmen ist außerdem an zahlreichen Wasserstoffmobilitätsprojekten beteiligt.

 

SFC Energy AG 

SFC Energy ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das sich auf Brennstoffzellenlösungen spezialisiert hat. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Brennstoffzellen für mobile und stationäre Anwendungen und ist besonders im Bereich der Notstromversorgung und mobiler Energieversorgung aktiv. SFC Energy spielt eine wichtige Rolle in der dezentralen Wasserstoffnutzung und ist ein wachsender Akteur in der Branche.

Wasserstoff Aktien - Global


Die Wasserstofftechnologie bietet Investoren eine Gelegenheit, an einem Sektor teilzuhaben, der in wenigen Jahren eine Schlüsselrolle in der  Energieversorgung spielen wird.

 

Angesichts der langfristigen Natur dieser Investitionen sollten Investoren jedoch bereit sein, kurzfristige Volatilität in Kauf zu nehmen, während die Wasserstoffwirtschaft weiter wächst und sich profitabel entwickelt.

 

Führende Unternehmen, die im globalen Wasserstoff-Business tätig sind:

 

Aktie Stand 12.02.2025 Performance 1 Jahr Performance 5 Jahre
Plug Power DE (PLUG) 1,53 € - 63,60 % - 61,70 %
Ballard Power Systems (BLDP) 1,28 € - 58,70 % - 87,70 %
NEL ASA (NLLSF) 0,188 € - 56,40 % - 83,30 %
ITM Power (ITMPF) 0,41 € - 44,10 % - 76,20 %
Air Liquide SA (AIQUF) 169,68 € -+ 11,1 % + 47,40 %

 

 

Plug Power Inc. 

Plug Power ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und den Verkauf von Wasserstoff-Brennstoffzellen spezialisiert hat. Es ist einer der Marktführer in der Herstellung von Brennstoffzellen für Logistik- und Transportanwendungen. Plug Power hat außerdem Partnerschaften mit großen Unternehmen wie Amazon und Walmart, um seine Technologie in großem Maßstab einzusetzen.


Ballard Power Systems 

Ballard Power Systems ist ein kanadisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von PEM-Brennstoffzellen (Proton Exchange Membrane) konzentriert, die in verschiedenen Anwendungen wie Bussen, Lkw und Schiffen eingesetzt werden. Das Unternehmen hat eine starke globale Präsenz und ist ein Vorreiter in der Kommerzialisierung von Wasserstofftechnologien.


NEL ASA 

NEL ist ein norwegisches Unternehmen, das Elektrolyseure und Wasserstofftankstellen herstellt. NEL ASA ist einer der führenden Anbieter von Technologien zur Wasserstoffproduktion und -speicherung und spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur in Europa.


ITM Power Plc 

ITM Power ist ein britisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Elektrolyseuren spezialisiert hat, die zur Erzeugung von grünem Wasserstoff verwendet werden. ITM Power hat Partnerschaften mit mehreren großen Energieunternehmen und ist ein wichtiger Akteur bei der Entwicklung von Power-to-Gas-Projekten in Europa.


Air Liquide SA 

Air Liquide ist ein weiteres großes Industriegasunternehmen, das stark in den Wasserstoffsektor investiert. Das französische Unternehmen entwickelt Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff und baut gleichzeitig seine Wasserstoffinfrastruktur aus. Air Liquide hat ambitionierte Pläne, um den Marktanteil im wachsenden Wasserstoffsektor zu erweitern.

Empfehlung unserer Redaktion:

Wasserstoffaktien haben zwar ein hohes (Rendite-)Potential, bergen aber auch ein hohes Risiko. Deshalb empfehlen wir nur eine Beimischung in ein breit gefächertes Portfolio.

Investition in Wasserstoff

 

Investitionen in Aktien der Wasserstofftechnologie nehmen aufgrund des Potenzials von Wasserstoff als saubere und vielseitige Energiequelle zu.

 

Bevor man jedoch Investitionen in diesen Sektor tätigt sollte man sich über das Thema gründlich informieren. Bei einer Investition in Wasserstoffaktien gibt es mehrere wichtige Faktoren zu berücksichtigen:

 

 

Wasserstoffmarkt und Wirtschaftlichkeit

 

Der Wasserstoffmarkt wächst schnell, besonders in Sektoren wie Industrie, Transport und Energiespeicherung. Investoren sollten die Produktionskosten von Wasserstoff im Vergleich zu konventionellen Energiequellen und zu anderen erneuerbaren Energien bewerten.  

 

Industrie

Wasserstoff kann in der Stahlproduktion, der Chemieindustrie und anderen energieintensiven Industrien verwendet werden, um fossile Brennstoffe zu ersetzen.

 

Transport

Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, insbesondere LKW's, Busse und Züge, bieten eine emissionsfreie Alternative zu dieselbetriebenen Fahrzeugen.

 

Energiespeicherung

Wasserstoff kann als Speichermedium für überschüssige erneuerbare Energie dienen und so zur Stabilisierung (und Entlastung) des Stromnetzes beitragen.
 

 

Investitionsmöglichkeiten und Finanzierungsmodelle

 

Es gibt verschiedene Investitionsmöglichkeiten:

 

Direkte Beteiligungen

Investition in Unternehmen, die Wasserstoffproduktions- oder -anwendungstechnologien entwickeln

 

Infrastrukturprojekte

Investition in den Aufbau von Wasserstofftankstellen oder Pipelines

 

Wasserstoffaktien oder -fonds

Beteiligung über den Kapitalmarkt, zum Beispiel durch spezielle Wasserstoffaktien oder Fonds, die in diesen Sektor investieren
 

 

Politische Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen

 

Die Förderung der Wasserstofftechnologie durch staatliche Maßnahmen wie Subventionen, steuerliche Anreize oder regulatorische Rahmenbedingungen treibt die Entwicklung des Wasserstoffsektors wesentlich schneller voran. Fördermaßnahmen beeinflussen die Rentabilität von Projekten erheblich. Vor Investitionsentscheidungen (nicht nur im Wasserstoffsektor) sollten Anleger prüfen, ob und welche Fördermöglichkeiten möglich sind.

 

Subventionen

Direkte finanzielle Unterstützung für Forschung und Entwicklung bzw. für den Bau von Wasserstoffinfrastrukturen.

 

Steuerliche Anreize

Steuervorteile für Unternehmen, die in Wasserstofftechnologien investieren oder Wasserstoff als Energieträger nutzen.

 

Regulatorische Rahmenbedingungen

Gesetzliche Vorgaben zur Reduzierung von CO2-Emissionen können die Nachfrage nach Wasserstofflösungen erhöhen.
 

 

Risiken

 

Investitionen in Wasserstoff bergen zahlreiche Risiken, die auf technologische Herausforderungen, starke Konkurrenz durch etablierte und andere erneuerbare Energien sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten zurückzuführen sind. 

 

Technologische Herausforderungen

Die Entwicklung weiterer effizienter und kostengünstiger Technologien ist noch im vollen Gange. Es besteht daher durchaus das Risiko, dass einige Technologien nicht die erwartete Leistung bringen und somit von anderen vom Markt verdrängt werden. Das gilt auch für Wasserstoff als Energieträger der Zukunft.

 


Konkurrenz 

Außer der Wasserstofftechnologie konkurrieren noch andere erneuerbare Energien, wie Solar- und Windkraft, um Investitionen und Marktanteile. Diese sind im Moment wesentlich weiter entwickelt und decken bereits große Teile der erneuerbaren Energieversorgung in Deutschland ab.

 

 

Politik

Auch politische Veränderungen können den Energiemarkt der Erneuerbaren beeinflussen, denn ohne staatliche Subventionen wird das Wachstum in diesem Bereich kaum möglich sein. Die Veränderungen der politischen Meinung und Ziele zum Thema erneuerbare Energien führt zu wirtschaftlichen Unsicherheiten nicht nur in der Wasserstoffindustrie, sondern auch bei Investoren.

Technologieüberblick: Wasserstoff und seine Anwendungen


Wasserstoff (H2) ist das häufigste chemische Element im Universum und ein potenziell unerschöpflicher Energieträger. Er kann als Brennstoff verwendet werden, um Elektrizität zu erzeugen oder industrielle Prozesse zu unterstützen, ohne dabei CO2-Emissionen zu verursachen – vorausgesetzt, er wird auf umweltfreundliche Weise produziert.

 

Wasserstoff wird als Ersatz für fossile Brennstoffe in energieintensiven Industrien wie der Stahl- und Chemieindustrie verwendet. Hier dient er als Ausgangsstoff für verschiedene chemische Prozesse oder direkt als Energiequelle.

 

Die wichtigsten Wasserstofftechnologien sind:

 

  • Elektrolyse: Elektrolyse ist der Prozess, bei dem Wasser (H2O) in seine Bestandteile Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) zerlegt wird. Dies geschieht durch den Einsatz von Elektrizität. Besonders wichtig ist dabei die Produktion von grünem Wasserstoff, der ausschließlich durch erneuerbare Energien erzeugt wird. Dieser grüne Wasserstoff gilt als der nachhaltigste und umweltfreundlichste Wasserstofftyp.

 

  • Brennstoffzellen: Brennstoffzellen sind Geräte, die chemische Energie direkt in elektrische Energie umwandeln, indem sie Wasserstoff mit Sauerstoff reagieren lassen. Diese Technologie findet Anwendung in verschiedenen Bereichen, insbesondere in der Mobilität (z.B. Brennstoffzellenfahrzeuge), aber auch in der stationären Energieerzeugung.

 

Wasserstoff kann auf verschiedene Arten hergestellt werden:

 

  • Grüner Wasserstoff: Erzeugung durch Elektrolyse von Wasser mit erneuerbaren Energien. Dies ist die umweltfreundlichste Option, da keine CO2-Emissionen entstehen.

 

  • Blauer Wasserstoff: Produktion aus Erdgas mittels Dampfreformierung, wobei CO2-Emissionen abgefangen und gespeichert werden. Dies reduziert die Umweltauswirkungen im Vergleich zu grauem Wasserstoff.

 

  • Grauer Wasserstoff: Gewinnung aus fossilen Brennstoffen ohne CO2-Abscheidung. Diese Methode ist derzeit am weitesten verbreitet, aber umweltschädlich aufgrund der hohen CO2-Emissionen.

Investitionen in Wasserstoff - Made in Germany


Deutschland hat mit seiner Nationalen Wasserstoffstrategie ehrgeizige Pläne, global eine führende Position bei der Entwicklung und Nutzung von Wasserstofftechnologien einzunehmen.

 

Bis 2030 plant Deutschland, wesentliche Schritte zur Markteinführung von Wasserstoff umzusetzen und nachhaltige Industrieprozesse auf Basis von grünem Wasserstoff schrittweise zu etablieren. Für Investoren ergeben sich hier spannende Möglichkeiten, die durch politische Unterstützung und fortschrittliche Technologieunternehmen gestärkt werden können.

 

 

Wasserstoff in Deutschland: Technologien und Anwendungsbereiche


Deutschland setzt stark auf den Ausbau von grünem Wasserstoff, der durch Elektrolyse unter Verwendung erneuerbarer Energien hergestellt wird. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens 5 Gigawatt (GW) Elektrolysekapazität aufzubauen.

 

Der Einsatz von Wasserstoff soll vor allem in folgenden Bereichen Anwendung finden:

 

  • Industrie: Sektoren wie die Stahl- und Chemieindustrie sind besonders energieintensiv und schwer zu dekarbonisieren. Wasserstoff wird hier als kohlenstofffreier Ersatz für fossile Brennstoffe eingesetzt. Unternehmen wie Thyssenkrupp arbeiten bereits an wasserstoffbasierten Verfahren zur Stahlproduktion, die den CO₂-Ausstoß erheblich senken könnten.

 

  • Mobilität: Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEVs) sind eine interessante Alternative zu batterieelektrischen Fahrzeugen, insbesondere im Schwerlastverkehr. Deutschland investiert in den Ausbau von Wasserstofftankstellen und fördert die Entwicklung von Brennstoffzellenbussen und -lastwagen. Unternehmen wie Daimler und MAN treiben hier Entwicklungen voran.

 

  • Energie: Wasserstoff wird als Energiespeicher genutzt, um überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Solar zwischenzuspeichern. Dies trägt zur Netzstabilität bei und hilft, saisonale Schwankungen auszugleichen. Der „Power-to-Gas“-Ansatz, bei dem Wasserstoff zur Speicherung von Strom verwendet wird, ist hier von besonderer Bedeutung.

 

Wasserstoffprojekte in Deutschland


Deutschland fördert auch groß angelegte Wasserstoffprojekte, die von der Industrie bis hin zur Mobilität reichen:

 

 

Projekt

 

Projektinhalt Unternehmen Bundesländer
ESE_ECoEG
  • Großskalige Erzeugung, Speicherung und Vertrieb von grünem Wasserstoff
  • Aufbau und Betrieb von 185 MW Elektrolyseleistung
ENERTRAG Elektrolysekorridor Ost GmbH & Co. KG

Brandenburg

Mecklenburg-Vorpommern

Clean Hydrogen Coastline - H2 Pipeline Infrastruktur Nordwest (CHC-H2-PIN)

  • Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Nordwestdeutschland im Rahmen der konsortialen Projektstruktur Clean Hydrogen Coastline (CHC)
  • Bau und Betrieb von 56 km Wasserstoffleitungen (28 km Neubau / 28 km Umwidmung)
EWE NETZ GmbH Niedersachsen

GOSpeicher - Green Octopus Mitteldeutschland

  • Kavernenspeicher für Wasserstoff
  • Ertüchtigung und Betrieb eines Kavernenspeichers mit einem Speichervolumen von 50 Mio. Normkubikmeter
VNG Gasspeicher GmbH Sachsen-Anhalt

HH-WIN

 

  • Bau und Betrieb von 40 km Wasserstoffleitungen (Neubau)
Hamburger Wasserstoff Industrie-Netz Gasnetz Hamburg GmbH Hamburg

Get H2 Speicher

  • Wasserstoffspeicher am Kavernenspeicherstandort in Gronau
  • Ertüchtigung und Betrieb eines Kavernenspeichers mit einem Speichervolumen von 28 Mio. Normkubikmeter

Epe RWE Gas Storage West GmbH Nordrhein Westfalen

GET_H2_Thyssengas

  • Wasserstofftransport
  • Bau und Betrieb von 73 km Wasserstoffleitungen (12 km Neubau / 61 km Umwidmung)
Thyssengas GmbH

Niedersachsen

Nordrhein Westfalen

mosaHYc

  • Wasserstoffinfrastruktur an der D-F- Grenze im Saarland
  • Bau und Betrieb von 41 km Wasserstoffleitungen (18,5 km Neubau / 22,5 km Umwidmung)
Creos Deutschland Wasserstoff GmbH Saarland 

AquaDuctus

 

  • Offshore/Onshore Wasserstoffpipelines
  • Bau und Betrieb von 203 km Offshore Wasserstoffleitungen (Neubau) und 92 km Onshore Wasserstoffleitungen (Neubau)
AquaDuctus Pipeline GmbH Niedersachsen

GrueH2Ro

  • Grüner Wasserstoff aus Rostock
  • Aufbau und Betrieb von 100 MW Elektrolyseleistung
GHS 2 GmbH Mecklenburg Vorpommern

GreenMotionSteel

  • Aufbau eines 120 MW-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff
  • Aufbau und Betrieb von 120 MW Elektrolyseleistung
AIR LIQUIDE Deutschland GmbH Nordrhein Westfalen

 GET_H2_Nukleus

  • Wasserstofferzeugungsanlage
  • Aufbau und Betrieb von 300 MW Elektrolyseleistung
RWE Nukleus Green H2 GmbH Niedersachsen

GH2 - Lingen Green Hydrogen

  • Aufbau und Betrieb einer 100 MW Elektrolyse-Anlage
Lingen Green Hydrogen GmbH & Co. KG Niedersachsen

 HyPerLink

  • Wasserstoffinfrastruktur
  • Bau und Betrieb von 407 km Wasserstoffleitungen (53 km Neubau / 354 km Umwidmung)
Gasunie Deutschland Transport Services GmbH Bremen Niedersachsen

A H2P

  • Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Wasserelektrolyse
  • Aufbau und Betrieb von 370 MW Elektrolyseleistung
EWE HYDROGEN GmbH Bremen Niedersachsen

H2S

  • Großtechnische Speicherung von Wasserstoff in einer Salzkaverne
  • Ertüchtigung und Betrieb eines Kavernenspeichers mit einem Speichervolumen von 17 Mio. Normkubikmeter
EWE GASSPEICHER GmbH Niedersachsen
HGHH (Hamburg Green Hydrogen Hub)
  • Bau eines 100-MWElektrolyseurs am Standort Hamburg-Moorburg zur Erzeugung von grünem Wasserstoff
  • verbunden mit der Installation einer Trailerstation für den Transport von grünem Wasserstoff
  • Aufbau und Betrieb von 100 MW Elektrolyseleistung
Green Hydrogen GmbH & Co. KG Hamburg Hamburg
GET_H2_OGE
  • Wasserstofftransport
  • Bau und Betrieb von 85 km Wasserstoffleitungen (35 km Neubau / 50 km Umwidmung)
Open Grid Europe GmbH Nordrhein Westfalen
HydroHub_Fenne
  • Errichtung einer Elektrolyseanlage am Kraftwerksstandort in Völklingen/ Fenne
  • zur Unterstützung der Dekarbonisierungsbestrebungen der regionalen, und mittelfristig europäischen, Industrie- und Mobilitätssektoren.
  • Aufbau und Betrieb von 55 MW Elektrolyseleistung
HydroHub Fenne GmbH Saarland 
GET_H2_Nowega
  • Wasserstofftransport
  • Bau und Betrieb von 158 km Wasserstoffleitungen (16 km Neubau / 142 km Umwidmung)

Nowega GmbH Niedersachsen Nordrhein- Westfalen
GH@BD - Green Hydrogen @ Blue Danube
  • Aufbau und Betrieb von zwei FuE-LOHC Hydrieranlagen und einer industriellen Dehydrieranlage
Hydrogenious LOHC Infra Bavaria GmbH Bayern
doing_hydrogen – ONTRAS
  • leitungsgebundenes Transportsystem für Wasserstoff in Ostdeutschland
  • Bau und Betrieb von 618 km Wasserstoffleitungen (442 km Neubau / 176 km Umwidmung)
ONTRAS Gastransport GmbH Brandenburg Mecklenburg Vorpommern Sachsen Sachsen-Anhalt
HyTechHafen-Rostock
  • Schaffung einer Wasserstofferzeugungsinfrastruktur von 100 MW am Seehafen Rostock
  • Aufbau und Betrieb von 100 MW Elektrolyseleistung
rostock EnergyPort cooperation GmbH Mecklenburg Vorpommern

Green Octopus Mitteldeutschland – GO!

  • Transport und Verteilung von Wasserstoff über Pipeline
  • Bau und Betrieb von 301 km Wasserstoffleitungen (106 km Neubau / 195 km Umwidmung
ONTRAS Gastransport GmbH Niedersachsen Sachsen Sachsen-Anhalt

Quelle: 12.02.2025, 16:00 Uhr, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz/Pressestelle

Regionale und globale Initiativen zur Nutzung von Wasserstoff

 

Die Rolle globaler Initiativen ist entscheidend für die Förderung der nachhaltigen Nutzung von Wasser und Wasserstoff. Diese Ansätze sind nicht nur wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch für Umwelt und die Energieunabhängigkeit.

 

Einige Beispiele und Initiativen aus verschiedenen Schlüsselregionen, die verdeutlichen, wie globale und regionale Bemühungen ineinandergreifen:

 

 

Europa - Fokus auf grünen Wasserstoff

 

  • European Green Deal: Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein, wobei Wasserstoff eine Schlüsselrolle spielt, insbesondere grüner Wasserstoff, der mithilfe erneuerbarer Energiequellen hergestellt wird.

 

  • European Clean Hydrogen Alliance: Diese Initiative fördert die Entwicklung und Anwendung von Wasserstofftechnologien, um die europäischen Klimaziele zu erreichen.

 

  • HyDeal Ambition: Ein ambitioniertes Projekt, das darauf abzielt, grünen Wasserstoff kostengünstig und in großem Maßstab in Europa bereitzustellen.

 

Asien - Starke Investitionen in Wasserstofftechnologien

 

  • Japan: Japan verfolgt das Ziel, eine Wasserstoffgesellschaft zu etablieren und hat zahlreiche Projekte zur Integration von Wasserstoff in seine Energiestruktur initiiert.

 

  • Südkorea: Hat bedeutende Investitionen in die Wasserstoffwirtschaft getätigt, mit dem Ziel, einer der führenden Märkte für Wasserstofftechnologien zu werden.

 

  • China: Setzt stark auf Wasserstoff als Mittel zur Reduzierung der Luftverschmutzung und zur Diversifizierung der Energiequellen.

 

Nordamerika - Entwicklung von Wasserstoffstrategien

 

  • USA: Mehrere Bundesstaaten, insbesondere Kalifornien, treiben die Entwicklung und Nutzung von Wasserstofftechnologien voran.

 

  • Kanada: Entwickelt eine nationale Wasserstoffstrategie, die grünen und blauen Wasserstoff umfasst, um seine umfangreichen Energieressourcen effizient zu nutzen.

 

Globale Initiativen - Förderung der internationalen Zusammenarbeit

 

Desertec

Dieses Projekt nutzt erneuerbare Energiequellen in der Wüste von Nordafrika, um Elektrizität und grünen Wasserstoff zu erzeugen, der nach Europa exportiert werden soll. Das Projekt gilt zwar noch nicht als gescheitert. Als Hauptproblem des 400 Milliarden-Projektes ist der Transport der gewonnenen Energie nach Europa und Saudi Arabien. Es existiert bereits ein weiteres Projekt "Desertec reloaded", welches jährlich 4 Millionen Methanol produzieren soll.

 

Internationale Energieagentur (IEA)

Durch das Hydrogen Technology Collaboration Programme fördert die Internationale Energieagentur (IEA) die internationale Zusammenarbeit und Forschung im Bereich der Wasserstofftechnologien.

Wie hoch ist der Wasserverbrauch in Deutschland?

Insgesamt werden in Deutschland 219 Milliarden Wasser jährlich verbraucht. Das sind pro Bundesbürger 7.200 Liter täglich. Alle Produktionsprozesse im Land eingeschlossen.

 

Der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser beträgt 121 Liter. 1990 lag der Verbrauch bei 147 Liter Trinkwasser am Tag.

Weiterführende Strategien für Investoren in Wasserstoffaktien


Langfristige Portfolioausrichtung

Angesichts der langen Entwicklungszyklen und des Kapitalbedarfs von Wasserstoffprojekten sollten Investoren eine langfristige Perspektive einnehmen. Es kann sinnvoll sein, eine schrittweise Investitionsstrategie zu verfolgen, bei der das Engagement in Wasserstoffunternehmen und -projekte über einen längeren Zeitraum ausgebaut wird.

 

Diversifikation innerhalb des Sektors

Der Wasserstoffsektor umfasst eine Vielzahl von Wertschöpfungsstufen, von der Produktion über die Speicherung bis hin zur Endnutzung. Eine Diversifikation innerhalb des Sektors, z.B. durch Investitionen in verschiedene Segmente wie Brennstoffzellenhersteller, Infrastrukturanbieter und grüne Wasserstoffproduzenten, kann das Risiko streuen.

 

Nachhaltigkeitsorientierte Investments

Anleger können ihren Fokus auf nachhaltige und ESG-konforme Investments richten. Dies ist besonders relevant, da der Markt für grünen Wasserstoff wächst und Investoren zunehmend Wert auf die Umweltverträglichkeit ihrer Anlagen legen.

 

Technologische Pioniere im Auge behalten

Während große Konzerne die zentrale Rolle spielen, gibt es auch zunehmend zahlreiche Start-ups und kleinere Unternehmen, die mit innovativen Technologien den Wasserstoffmarkt revolutionieren könnten. Frühzeitige Investitionen in solche Unternehmen könnten hohe Renditen bringen, sind aber auch mit größeren Risiken behaftet.

 

Staatliche und internationale Förderungen nutzen

Viele Regierungen und internationale Organisationen bieten Förderungen und Subventionen für Investitionen in die Wasserstoffwirtschaft an. Investoren können diese finanziellen Unterstützungen nutzen, um ihre Projekte zu finanzieren und gleichzeitig das Risiko zu minimieren.

Wirtschaftlichkeit der Wasserstoffspeicherung
 

Die wirtschaftliche Nutzung der Wasserstoffspeicherung ist ein zentraler Punkt der Energiewende. Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie, um überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen zu speichern und eine kohlenstofffreie Industrie und Mobilität zu ermöglichen.

 

Allerdings hängt die Wirtschaftlichkeit der Wasserstoffspeicherung von mehreren Faktoren ab:

 

Grüner Wasserstoff: Kostenentwicklung

Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser hergestellt, wobei der dafür verwendete Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Solar stammt. Der Preis für die Elektrolyse und die Verfügbarkeit günstiger erneuerbarer Energie sind entscheidend für die Kosten des grünen Wasserstoffs.

 

Heutige Kosten (2025): Derzeit liegen die Kosten für die Herstellung von grünem Wasserstoff bei etwa 3-6 USD pro Kilogramm , abhängig von der Region und den Stromkosten. Diese hohen Preise sind der Hauptgrund, warum die Wasserstoffspeicherung aktuell noch nicht wettbewerbsfähig ist.

 

Kostenprognosen: Laut verschiedenen Prognosen, wie von der International Energy Agency (IEA) und BloombergNEF , könnten die Kosten für grünen Wasserstoff bis 2030 auf unter 2 USD pro Kilogramm fallen, was ihn wirtschaftlich wettbewerbsfähig machen könnte. Diese Senkung wird durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, Skaleneffekte und technologische Fortschritte bei der Elektrolyse erwartet.

 

 

Wann wird die Wasserstoffspeicherung wirtschaftlich?

 

Die Wirtschaftlichkeit der Wasserstoffspeicherung wird voraussichtlich ab den 2030er Jahren erreicht, insbesondere in Sektoren, die stark auf Dekarbonisierung angewiesen sind, wie die Schwerindustrie, der Schwerlastverkehr und die saisonale Speicherung von Energie.

 

Weitere Faktoren, die die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoff beeinflussen:

 

Skaleneffekte und Kostensenkungen: Je mehr Elektrolyseure und Wasserstoffspeicher gebaut werden, desto mehr sinken die Produktionskosten. Ab 2030 werden durch Massenproduktion und technologische Verbesserungen in der Elektrolyse Effizienzsteigerungen erwartet, die die Wirtschaftlichkeit verbessern.

 

Erneuerbare Energien: Der Preis für grünen Wasserstoff hängt stark von den Kosten der erneuerbaren Energiequellen ab. Regionen mit günstigem Zugang zu Solar- und Windenergie, wie Nordafrika oder der Nahe Osten, könnten schon früher wirtschaftlich Wasserstoff produzieren. In Europa wird dies ebenfalls ab 2030 zunehmend der Fall sein, da die Herstellungskosten für Solar- und Windenergie bis dahin deutlich sinken werden.

 

CO₂-Preise und politische Rahmenbedingungen: Die Wirtschaftlichkeit der Wasserstoffspeicherung wird auch von politischen Maßnahmen wie CO₂-Preisen beeinflusst. Höhere CO₂-Preise machen fossile Energieträger teurer und machen emissionsfreie Alternativen wie Wasserstoff wirtschaftlich attraktiver. Die Europäische Union hat ehrgeizige Pläne zur Dekarbonisierung der Industrie, was zu einer früheren Nachfrage nach Wasserstoff führen könnte.

 

 

Anwendungsbereiche für Wasserstoff

 

Die Wasserstoffspeicherung wird zunächst nur in bestimmten Sektoren wirtschaftlich sein, bevor sie in der breiten Masse genutzt wird.

 

Industrie: Wasserstoff kann in der Schwerindustrie, insbesondere in der Stahlherstellung und der chemischen Industrie, fossile Brennstoffe ersetzen. Diese Industrien sind stark von CO₂-Preisen betroffen und könnten bereits in den frühen 2030er Jahren auf Wasserstoff umstellen, da die Dekarbonisierung hier besonders wichtig ist.

 

Saisonale Energiespeicherung: In Regionen mit starken saisonalen Schwankungen bei der Produktion von erneuerbarer Energie, wie in Nordeuropa, könnte Wasserstoff als Langzeitspeicher für Wintermonate eingesetzt werden. In diesem Bereich könnte Wasserstoff ab 2035 oder später wirtschaftlich sinnvoll sein, da die Kosten für alternative Langzeitspeicher (wie Batterien) ebenfalls sinken.

 

Für den Schwerlastverkehr, Schiffe und möglicherweise Flugzeuge könnte Wasserstoff ab 2030 - 2040 eine wirtschaftliche Alternative zu fossilen Brennstoffen werden, insbesondere in Anwendungen, in denen Batterien aufgrund ihrer Reichweiten- und Ladebeschränkungen nicht geeignet sind.


Wasserstoffinfrastruktur

Die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoffspeichern hängt nicht nur von den Produktionskosten ab, sondern auch von der Entwicklung einer geeigneten Infrastruktur, einschließlich Transport und Verteilung.

 

Investitionen in Pipelines und Speicheranlagen: Damit Wasserstoffspeicherung und -nutzung wirtschaftlich werden können, müssen erhebliche Investitionen in Pipelines, Lagerstätten und Tankstellen gekauft werden. Einige Projekte sind bereits in Europa geplant, aber die großflächige Infrastrukturentwicklung wird bis 2030 und darüber hinaus dauern.

 

Netzintegration: Die Integration von Wasserstoff in bestehende Energiesysteme, etwa durch Power-to-Gas-Anlagen, die überschüssige erneuerbare Energie in Wasserstoff umwandeln, wird ebenfalls entscheidend sein, um Wasserstoffspeicherung wirtschaftlich zu machen.


Heino Zießnitz

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