GrowMotion: Schweizer Cannabis-Unternehmen im europäischen Medizinalcannabis-Markt
Autor: Thomas Feldhaus · Zuletzt aktualisiert: 21.04.26
Wirtschaft Finanzen · 10 Min. Lesedauer
GrowMotion ist ein Schweizer Medizinalcannabis-Unternehmen, das mit Vertical Farming und einer vollständig integrierten Produktionskette den europäischen Markt verändert. Seit der Cannabis-Teillegalisierung 2024 wächst die Nachfrage stark – und Unternehmen wie GrowMotion profitieren von kürzeren Lieferketten und pharmazeutischer Produktion in Europa.
GrowMotion und der Medizinalcannabis-Markt in Kürze:
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Pharma-Lizenz als Fundament - GrowMotion ist ein Schweizer Medizinalcannabis-Unternehmen mit Swissmedic-Lizenz für THC-Cannabis und baut eine vollständig vertikale „Seed-to-Sell“-Produktionskette auf – von der Mutterpflanze bis zur Apothekenpackung.
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Boommarkt Europa - • Boommarkt Europa - Der europäische Medizinalcannabis-Markt wächst seit der deutschen Teillegalisierung stark. Die Importmengen stiegen in 18 Monaten von 30 auf 200 Tonnen – wovon GrowMotion als europäischer Cannabis-Hersteller mit kurzen Lieferketten profitiert.
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Kapital für Kontrolle und Ausbau - Mit der geplanten digitalen Unternehmensbeteiligung im September 2026 will GrowMotion rund 8 Millionen Euro einsammeln, die Produktion ausbauen und die Wertschöpfungskette vollständig kontrollieren – mit dem Ziel, zu den margenstärksten Cannabis-Produzenten Europas zu gehören.
Am Allmendweg 4e im schweizerischen Zuchwil, einem unscheinbaren Industrieort im Kanton Solothurn, verbirgt sich hinter einer nüchternen Hallenfassade eine der modernsten Cannabis-Produktionsanlagen Europas. Auf drei Ebenen wachsen hier Pflanzen in vollständig klimatisierten Räumen, organisiert in mobilen Vertical-Farming-Racks und überwacht von einer lückenlosen Sensorik.
Betreiber ist die 2020 gegründete GrowMotion AG, die medizinisches Cannabis nach pharmazeutischen Standards produziert und über eine Betriebsbewilligung zum Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke verfügt. Eine GMP-Zertifizierung wird für 2027 angestrebt. Auf rund 6.000 Quadratmetern liegt die aktuelle Jahreskapazität bei bis zu 1,8 Tonnen, mit der Möglichkeit, die Produktion künftig deutlich zu skalieren.
GrowMotion ist ein Schweizer Unternehmen, das medizinisches Cannabis nach pharmazeutischen Standards produziert und eine vollständig integrierte „Seed-to-Sell“-Wertschöpfungskette aufbaut.
Gegründet von Hazir Baba-Shech und mit Benjamin Gutsch als Head of Cultivation sind Sorten wie «Tricho Jordan» (TJ27) und «Super Buff Cherry» (SBC24) bereits in deutschen Apotheken erhältlich. Für September 2026 plant das Unternehmen eine digitale Beteiligungsrunde, um rund 8 Millionen Euro einzusammeln und die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette zu sichern.
➡️ Der Anspruch ist dabei klar formuliert – auch als Spitze gegen etablierte Märkte: «Cali? No, Swissmade.»
Als einer der wenigen vertikal integrierten Cannabis-Hersteller Europas mit Swissmedic-Lizenz setzt GrowMotion neue Maßstäbe dafür, wie medizinisches Cannabis produziert, zertifiziert und direkt an Patienten geliefert werden kann — transparent, rückverfolgbar und kompromisslos nach pharmazeutischem Standard.
Als vertikal integrierter Cannabis-Hersteller mit Swissmedic-Lizenz kontrolliert GrowMotion die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion über die Zertifizierung bis zur Lieferung an Patienten – transparent, rückverfolgbar und nach pharmazeutischem Standard.
Medizinalcannabis in Europa: Ein Wachstumsmarkt
Der 1. April 2024 markiert eine Zäsur. Mit der Teillegalisierung und der Herausnahme von Cannabis aus dem deutschen Betäubungsmittelgesetz schnellte die Nachfrage in die Höhe – die Importmengen stiegen innerhalb von anderthalb Jahren von rund 30 auf etwa 200 Tonnen. Zugleich wurde die Anbaulizenz für Deutschland vom aufwändigen Ausschreibungsverfahren auf ein einfaches Antragsverfahren umgestellt, was erstmals eine Versorgung aus heimischem Anbau ermöglichte.
Dieser Wandel schafft einen wachsenden Bedarf an europäischen Produzenten mit stabilen Lieferketten. GrowMotion war in diesem Moment bereits mit einsatzfähiger Anlage, gültigen Zertifizierungen und etablierter Community positioniert – ein Vorsprung, den nur wenige Akteure vorweisen konnten.
Vorteil für GrowMotion:
- Produktion innerhalb Europas
- kürzere Lieferzeiten
- bessere Qualitätskontrolle
"Cali? No, Swissmade."
GrowMotion
Die 2020 gegründete GrowMotion AG mit Sitz in Zuchwil produziert und verarbeitet medizinisches Cannabis nach pharmazeutischen Standards.
Gründungsjahr
GrowMotion wurde 2020 von Hazir Baba-Shech im solothurnischen Zuchwil gegründet — ohne Branchenerfahrung, aber mit einer klaren Vision für pharmazeutisch hochwertiges Medizinalcannabis aus der Schweiz.
Produktionsanlage
Die Produktionshalle im Allmendweg 4e in Zuchwil umfasst 6.000 Quadratmeter Gesamtfläche und zählt damit zu den modernsten Cannabis-Produktionsanlagen in ganz Europa.
Jahresproduktion
Mit zwei aktiven Produktionsräumen auf rund 900 Quadratmetern erzeugt GrowMotion derzeit bis zu 1,8 Tonnen GACP-zertifiziertes Medizinalcannabis pro Jahr — bei einer Auslastung von lediglich 15 Prozent der verfügbaren Kapazität.
Zielkapazität
Durch das modulare Dreiebenen-System lässt sich die Jahresproduktion ohne Standortwechsel auf 6 bis 8 Tonnen hochskalieren, sobald die weiteren Produktionsräume aktiviert und die Baugenehmigungen vollständig ausgeschöpft sind.
Fundraising Ziel
Im September 2026 plant GrowMotion eine digitale Unternehmensbeteiligung mit dem Ziel, 8 Millionen Euro einzusammeln — Kapital, das in die eigene GMP-Lizenz, den Kapazitätsausbau und einen internen Liquiditätspuffer fließen soll.
Community
Über 65.000 Mitglieder verfolgen GrowMotion auf Discord und weiteren Social-Media-Kanälen, wo Head of Cultivation Benjamin Gutsch täglich ungefilterte Einblicke in Anbauverfahren, neue Sorten und den Produktionsalltag teilt — eine in der Pharmabranche einzigartige Markenbindung.
GrowMotion - Eine Gründungsgeschichte ohne Masterplan
Die Geschichte von GrowMotion beginnt nicht im klassischen Gründermilieu. Hazir Baba-Shech hatte bis zu seinem 26. Lebensjahr keinen Berührungspunkt mit Cannabis – bis ein Freund ihn mit CBD in Kontakt brachte. Was aus Neugier begann, entwickelte sich rasch zu echtem Unternehmergeist. Baba-Shech tauchte tiefer in die biologischen Grundlagen, den Anbau und das wirtschaftliche Potenzial der Pflanze ein und erkannte darin eine Chance, die er konsequent verfolgte.
Ein Produktionsstandort in Deutschland kam frühzeitig nicht infrage – die regulatorischen Anforderungen galten als wirtschaftlich kaum umsetzbar, etwa aufgrund baulicher Sicherheitsvorgaben. Stattdessen fiel die Entscheidung auf die Schweiz, wo liberalere Rahmenbedingungen einen schnellen Einstieg ermöglichten. Hazir Baba-Shech gründete das Unternehmen 2020 mit dem klaren Ziel, medizinisches THC-Cannabis zu produzieren. Der Einstieg über den CBD-Anbau war dabei eine bewusste strategische Entscheidung, er erlaubte es, die Anbauräume zu kalibrieren, das Team einzuspielen und die Produktion ohne große Hürden zügig hochzufahren – als solide Basis für den späteren Wechsel zur medizinischen Produktion.
Das Team von GrowMotion: drei Rollen, eine Vision
Hinter GrowMotion steht ein bewusst schlank aufgestelltes Team mit klar verteilten Rollen und einer gemeinsamen Vision: Hazir Baba-Shech, Gründer und Präsident des Verwaltungsrates, gilt als strategischer Kopf, der das Unternehmen ohne Branchenvorkenntnisse von Grund auf zu einer Swissmedic-lizenzierten Pharmafirma aufgebaut hat.
Für den Anbau zeichnet Benjamin Gutsch (auch Ben Green genannt) verantwortlich, der seit November 2020 als Head of Cultivation die Vision in eine GACP-zertifizierte Praxis überführt.
Komplettiert wird das Team durch Wasim „Massiv“ Taha, Mitgründer und früher Investor, der nicht als prominentes Aushängeschild fungiert, sondern unternehmerisch aktiv eingebunden ist.
Die Produktionsanlage: Vertical Farming auf pharmazeutischem Niveau
Was heute auf dem Gelände in Zuchwil steht, ist das Ergebnis einer von Anfang an konsequent verfolgten Strategie. Die Anlage wurde bereits bei ihrer Errichtung nach GACP-Standard geplant und aufgebaut – in dem Wissen, dass medizinisches Cannabis in Deutschland seit 2017 verschreibungsfähig ist und der Markt langfristig an Bedeutung gewinnen würde.
Die Teillegalisierung im April 2024 bestätigte diese Weitsicht. Mit dem Wegfall des Status als Betäubungsmittel wurde medizinisches Cannabis für Patienten deutlich zugänglicher – und der Markt öffnete sich spürbar. Dass die Anlage von Beginn an als GACP-konformes Vertical-Farming-System errichtet worden war, erwies sich nun als entscheidender Vorteil. Für die Lizenzierung waren keine grundlegenden baulichen Umbauten nötig; lediglich Sicherheitstechnik und Alarmsysteme mussten erweitert werden.
„Unser Ziel war es, eine effiziente Lösung zu finden, die unter den wirtschaftlichen Bedingungen der Schweiz rentabel ist.“
Gründer GrowMotion AG
Hazir Baba-Shech
Im Zentrum der Anlage stehen mobile Vertical-Grow-Racks aus 14-Gauge-Stahl, versehen mit einer doppelten Schutzschicht aus E-Coat und antimikrobieller Pulverbeschichtung. Über Pipp-Horticulture-Carriages lassen sich die Module flexibel bewegen und ermöglichen so eine extrem hohe Flächeneffizienz.
Besonderheiten der Anlage:
- dreistufiges Vertical-Farming-System
- mobile Grow-Racks für maximale Flächeneffizienz
- sensorbasierte Klimasteuerung
- energieeffiziente LED-Technologie
- datengestütztes Nährstoffmanagement
➡️ Ergebnis: Auf nur 157 Quadratmetern können bis zu 3.000 Pflanzen parallel kultiviert werden. Ergänzt wird das System durch sensorbasierte Klimasteuerung, energieeffiziente LED-Technologie und ein datengestütztes Nährstoffmanagement, das den Anbau präzise kontrollierbar macht.
Strategischer Weitblick: von CBD zu THC
Im September 2024 markierte eine erfolgreiche und beanstandungsfreie Auditierung durch Swissmedic den Wendepunkt: GrowMotion erhielt die Lizenz zur Produktion von medizinischem THC-Cannabis – ein Schritt, der das Unternehmen grundlegend neu ausrichtete. Derzeit sind rund 900 Quadratmeter in zwei Produktionsräumen in Betrieb, was etwa 15 Prozent der Gesamtfläche entspricht und eine Jahresproduktion von 1,5 bis 1,8 Tonnen ermöglicht.
Die Anlage ist von Beginn an auf Wachstum ausgelegt. Dank ihres modularen Aufbaus können bis zu sechs weitere Produktionsräume ohne größere bauliche Eingriffe integriert werden. Für zwei zusätzliche Einheiten liegen die Genehmigungen bereits vor, sodass eine nahezu Verdopplung der Kapazität innerhalb weniger Monate realisierbar wäre. Konkreter werden die Expansionspläne auf der für Mitte des Jahres geplanten Aktionärsversammlung, auf der auch die Pläne für den Bau eines neuen Raums vorgestellt werden.
Perspektivisch zielt GrowMotion auf eine Jahresproduktion von 6 bis 8 Tonnen. Parallel prüft das Unternehmen eine internationale Expansion, um unter eigener Kontrolle auch preissensiblere Marktsegmente zu erschließen.
Ausbauplan
Kapazitäten auf einen Blick
Heute
2 aktive Produktionsräume, ~900 m² Nutzfläche, ca. 15 % der verfügbaren Kapazität, 1,5–1,8 t pro Jahr.
Ende 2026
2 weitere Räume (Baugenehmigungen vorhanden) — Verdoppelung der Kapazität in kurzer Zeit möglich.
Mittelfristig
Zuschalten von bis zu 6 Modulen — Zielkapazität 6–8 t pro Jahr in der Schweizer Anlage.
Das Margenproblem und die «Seed-to-Sell»-Strategie
Trotz schwarzer Zahlen kämpft GrowMotion mit einem strukturellen Margenengpass, der die gesamte Branche betrifft. Vom Apothekenpreis von rund 5.000 bis 6.000 Euro pro Kilogramm verbleiben beim Produzenten derzeit oft nur 2.200 Euro — der Rest geht an externe GMP-Zertifizierungslabore und Großhändler.
Hinzu kommt ein gravierendes Liquiditätsproblem, vom Anbau bis zur Zahlung durch die Apotheke vergehen in der Regel zehn bis elf Monate. Da Banken im Cannabis-Sektor aufgrund regulatorischer Unsicherheiten kaum mitmachen, mussten bisher Zwischendhändler die Vorfinanzierung übernehmen — zu einem Preis, der die Margen weiter drückte.
Die Lösung trägt den Namen «Seed to Sell»: GrowMotion will die gesamte Wertschöpfungskette — vom Steckling bis zur abgabefertigen Apothekenpackung — selbst kontrollieren. Der Schlüssel dazu ist eine eigene GMP- und Großhandelslizenz, mit der das Unternehmen künftig Apotheken direkt beliefern kann.
Margenstruktur im Vergleich: Status quo und Perspektive nach Umsetzung des Seed-to-Sell-Modells
| Position | Heute | Ziel: Seed to Sell |
|---|---|---|
| Apothekenpreis pro kg | 5.000 - 6.000 € | 5.000 - 6.000 € |
| Externe GMP-Zertifizierung | abgegeben | intern |
| Großhandelsmarge | abgegeben | intern |
| Vorfinanzierungskosten | an Dritte | interner Puffer |
| Netto-Erlös GrowMotion | ~2.200 €/kg | signifikant höher |
Unternehmensbeteiligung: 8 Millionen Euro und 2.000 neue Aktionäre
Um diese Transformation zu finanzieren, geht GrowMotion einen Weg, der in der Branche noch selten beschritten wurde. Für September 2026 plant die GrowMotion AG eine Tokenisierung mit dem Ziel, 8 Millionen Euro einzusammeln. Der Aktionärskreis soll dabei von aktuell rund 158 auf bis zu 2.000 Personen erweitert werden — darunter Community-Mitglieder, die mit der Marke bereits vertraut sind und nun zu Mitinhabern werden sollen.
Das eingesammelte Kapital ist zweckgebunden auf drei strategische Engpässe: den Aufbau der eigenen GMP- und Großhandelslizenz, die Erweiterung der Produktionskapazitäten (ein neuer Produktionsraum kostet rund eine Million Euro) sowie den Aufbau eines internen Liquiditätspuffers.
Unternehmensbeteiligung
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Fundraising Ziel 8.000.000 €
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Zeitpunkt Emission September 2026
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Aktionäre Ziel 2.000
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Kosten neuer Produktionsraum ~1.000.000 €
Zwischen Pharma-Strenge und Street Credibility: das Communitymodell von GrowMotion
Was GrowMotion im europäischen Wettbewerb wirklich einzigartig macht, ist die Fähigkeit, zwei Welten zu verbinden, die sich traditionell fremd sind. Die Strenge des Pharmasektors und die Authentizität der Cannabiskultur. Das Marketing findet nahezu ausschließlich über Social Media statt. Auf Plattformen wie Discord, Instagram und YouTube gewährt das Unternehmen tiefe, ungefilterte Einblicke in die Produktionsanlage — vergleichbar mit einer «Live Cooking Show». Über 65.000 Community-Mitglieder verfolgen die Beiträge auf allen Kanälen.
"Wir haben in diesem Bereich eine der stärksten Brands in Europa aufgebaut", sagt Benjamin Gutsch, Head of Cultivation bei GrowMotion. Er ist dabei weit mehr als Anlagenchef, kommuniziert täglich direkt mit der Community, erklärt Anbauverfahren und baut das Vertrauen auf, das für ein Arzneimittel unerlasslich ist.
GrowMotion ist regelmäßig auf internationalen Branchenevents vertreten — darunter die ICBC Berlin und die Mary Jane in Berlin. Kooperationen mit Massiv (Wasim Taha) sind die logische Verlängerung dieser Strategie. Taha ist kein bloßes Werbegesicht, sondern Mitgründer und früher Investor – mit einem nachgewiesenen unternehmerischen Track Record.
GrowMotion kombiniert pharmazeutische Standards mit einer starken Community-Strategie.
- über 65.000 Mitglieder auf Discord und anderen Social-Media-Kanälen
- direkte Kommunikation durch das Team
- transparente Einblicke in Produktion und Prozesse
👉 Das schafft Vertrauen – ein entscheidender Faktor im Medizinalcannabis-Markt
„2026 ist das Jahr der Expansion und der Skalierung für GrowMotion. Bis jetzt haben wir die Strukturen aufgebaut. Jetzt wollen wir unser Business erfolgreich ausbauen.“
Gründer GrowMotion AG
Hazir Baba-Shech
Wettbewerbsvorteil: Eigene Cannabis-Genetiken
Ein häufig unterschätzter Aspekt des GrowMotion-Modells ist die eigene Sortenzüchtung. Während viele Produzenten auf zugekaufte Fremdgenetiken zurückgreifen, entwickelt GrowMotion eigene Sorten mit gezielt gestalteten Terpen-Profilen. Im medizinischen Kontext ist das ein messbarer Wettbewerbsvorteil. Reproduzierbare Wirkstoffmuster, dokumentierte Terpenzusammensetzungen und proprietäre Genetiken ermöglichen eine Produktdifferenzierung, die über den bloßen THC-Gehalt hinausgeht.
GrowMotion setzt nicht auf Standardprodukte, sondern entwickelt eigene Cannabissorten.
Vorteile:
- reproduzierbare Wirkstoffprofile
- gezielte Terpen-Zusammensetzung
- Differenzierung im Markt
Beispiele:
- Tricho Jordan (TJ27)
- Super Buff Cherry (SBC24)
➡️ Diese Sorten – bislang nicht von Grow Motion selbst selektiert – sind bereits über deutsche Apotheken sowie Plattformen wie Dr.Ansay und Nordleaf erhältlich. In einem nächsten Schritt will das Unternehmen auch mit eigenen Selektionen und Genetiken in den Markt eintreten.
Mit selbst entwickelten Genetiken baut Grow Motion ein eigenständiges, unverwechselbares Produktportfolio auf und positioniert sich damit auf Augenhöhe mit international etablierten US-Marken.
Chancen im Marktumfeld: Herausforderungen als Wettbewerbsvorteil
Wie jedes wachstumsstarke Unternehmen navigiert GrowMotion in einem dynamischen Umfeld – und ist dabei gut aufgestellt. Regulatorische Entwicklungen können neue Chancen eröffnen. Während Deutschland den Weg der Teillegalisierung eingeschlagen hat, plant die Schweiz eine vollständige Legalisierung von Cannabis auch für den Freizeitmarkt. Als bereits lizenzierter und zertifizierter Akteur wäre GrowMotion frühzeitig positioniert, um von dieser Marktöffnung zu profitieren – ein deutlicher Wettbewerbsvorteil gegenüber Neueinsteigern.
Der wachsende Wettbewerb durch internationale Konzerne und lokale europäische Produzenten ist zugleich ein Beleg dafür, dass der Markt funktioniert und reif für professionelle Strukturen ist – ein Umfeld, in dem das GrowMotion-Geschäftsmodell aus Swissmedic-Lizenz, international anerkannter GACP/GMP-Zertifizierung und authentischer Community-Bindung als klares Differenzierungsmerkmal wirkt. Das hat sich auch längst auf der anderen Seite des Atlantiks rumgesprochen – GrowMotion wird dort als bedeutendster europäischer Akteur auf dem Markt wahrgenommen.
✅ Chancen:
- steigende Nachfrage in Europa
- mögliche Legalisierung in der Schweiz
- wachsende Akzeptanz von Medizinalcannabis
✅ Risiken:
- regulatorische Änderungen
- zunehmender Wettbewerb
- Kapitalbedarf für Expansion
Fazit zu GrowMotion: Das Schiff ist auf Kurs
„Das Schiff wurde aus dem Risikobereich manövriert“ – diese interne Formulierung aus dem Umfeld von GrowMotion beschreibt die aktuelle Lage treffend. Das Unternehmen versteht sich längst nicht mehr als klassisches Startup, sondern als profitabler, Swissmedic-lizenzierter Pharmabetrieb mit skalierbarer Infrastruktur, eigener Markenarchitektur, einem gewachsenen Community-Netzwerk sowie einem klar definierten Pfad zur vollständigen Margenkontrolle.
Die für September 2026 geplante digitale Unternehmensbeteiligung gilt dabei als zentraler Prüfstein. Gelingt es, die angestrebten 8 Millionen Euro einzusammeln, eine eigene GMP-Lizenz zu sichern und die Belieferung der Apotheken weiter zu vertikalisieren, könnte GrowMotion demonstrieren, dass „Swiss Made“ im Medizinalcannabis-Segment mehr ist als eine Herkunftsbezeichnung – sondern ein Qualitätsversprechen, das nordamerikanische Importware strukturell herausfordert.
➡️ GrowMotion zeigt, dass medizinisches Cannabis auch in Europa wettbewerbsfähig produziert werden kann.
Mit Vertical Farming, eigener Wertschöpfungskette und einer klaren Expansionsstrategie hat das Unternehmen das Potenzial, sich langfristig als wichtiger Anbieter im europäischen Medizinalcannabis-Markt zu etablieren.
FAQ GrowMotion
Thomas Feldhaus
Chefredakteur | Wirtschaftsjournalist
Thomas Feldhaus macht sichtbar, was Wirtschaft antreibt – und was sie verändert. Journalismus trifft Content: präzise, relevant, auf den Punkt.