Energy Towers Erfahrungen: Neue Potenziale für industrielle Abwärme
Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 06.08.26
Nachhaltigkeit · 10 Min. Lesedauer
Die Energiewende braucht nicht nur zusätzliche Wind- und Solarenergie. Gefragt sind ebenso Technologien, die vorhandene Ressourcen effizienter nutzen und Strom möglichst unabhängig von Wetter, Tageszeit und großen Speicherlösungen bereitstellen können. Genau hier setzt die ENERGY TOWERS Holding AG an.
Das Unternehmen entwickelt ein modulares Kraftwerkssystem, das industrielle Abwärme mithilfe des archimedischen Auftriebsprinzips in elektrische Energie umwandeln soll. Luftgefüllte Arbeitskörper steigen dabei in flüssigkeitsgefüllten Türmen nach oben und übertragen ihre Bewegung auf einen Generator. Eine zentrale Innovation liegt in dem Verfahren, mit dem die Arbeitskörper energieeffizient in den Kreislauf zurückgeführt werden sollen.
Die bisherige Berichterstattung über Energy Towers fällt überwiegend positiv aus. Hervorgehoben werden insbesondere die Nutzung bislang unerschlossener Abwärmepotenziale, die angestrebte wetterunabhängige Stromerzeugung und die modulare Skalierbarkeit.
Mit dem geplanten Prototyp folgt nun der nächste wichtige Entwicklungsschritt: die Zusammenführung der bereits untersuchten Teilsysteme zu einer vollständigen Demonstrationsanlage.
Das Wichtigste in Kürze
-
Energy Towers entwickelt ein modulares Kraftwerkssystem, das industrielle Abwärme und weitere thermische Energiequellen für eine kontinuierliche Stromerzeugung erschließen soll. Vorgesehen sind Anlagen mit Leistungen von rund 100 Kilowatt bis fünf Megawatt, die sich zu größeren Verbünden kombinieren lassen.
-
Das Unternehmen strebt mindestens 8.000 Volllaststunden im Jahr an. Damit könnte die Technologie eine weitgehend wetterunabhängige Ergänzung zu Wind- und Solarenergie darstellen. Für zwei zentrale Teilsysteme liegen bereits positive Berechnungen vor: Genannt werden rund 68 Prozent Wirkungsgrad für das Hydrauliksystem und bis zu 87 Prozent für den Auftriebsturm.
-
Für das Gesamtsystem prognostiziert Energy Towers einen Wirkungsgrad von mehr als 25 Prozent. Der geplante Prototyp soll die Teilsysteme nun zusammenführen und belastbare Daten für den späteren industriellen Einsatz liefern. Die ausgewertete Fachberichterstattung bewertet sowohl das technologische Konzept als auch das adressierte Marktpotenzial überwiegend positiv.
Warum industrielle Abwärme zum strategischen Energiefaktor wird
In energieintensiven Betrieben entstehen erhebliche Wärmemengen. Ein Teil davon wird bereits genutzt, erhebliche Wärmemengen werden jedoch weiterhin über Kühlsysteme, Abluft oder Kühlwasser an die Umgebung abgegeben. Dabei stammt diese Wärme aus Energie, die Unternehmen zuvor für ihre Produktionsprozesse eingesetzt und bezahlt haben.
Eine bessere Nutzung kann deshalb gleich mehrfach Vorteile schaffen: Sie kann den externen Energiebezug reduzieren, die Energieeffizienz steigern, Emissionen senken und Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Klimaziele unterstützen.
Nach der SQUAREVEST-Darstellung wird das technisch nutzbare Abwärmepotenzial in Deutschland auf mehr als 200 Terawattstunden jährlich geschätzt. Für Europa werden rund 900 Terawattstunden genannt. Diese Größenordnungen verdeutlichen, weshalb Abwärme zunehmend als wertvolle energetische Ressource und nicht mehr nur als unvermeidbares Nebenprodukt industrieller Prozesse betrachtet wird.
Auch die regulatorische Entwicklung stärkt diesen Markt. Das Energieeffizienzgesetz rückt die Erfassung und Nutzung vorhandener Abwärmepotenziale stärker in den Mittelpunkt. Für Energy Towers entsteht daraus ein attraktives Umfeld: Das Unternehmen entwickelt eine Technologie für einen Bereich, der sowohl wirtschaftlich als auch energiepolitisch an Bedeutung gewinnt.
ENERGY TOWERS Holding AG
Die ENERGY TOWERS Holding AG entwickelt modulare Energieanlagen auf Grundlage des hydrostatischen Auftriebs. Das Ziel besteht darin, thermische Energiequellen wie industrielle Abwärme, Geothermie oder Biogas in einen kontinuierlichen mechanischen Prozess einzubinden und daraus elektrische Energie zu erzeugen.
Energy Towers verfolgt dabei bewusst keinen klassischen zentralen Großkraftwerksansatz. Die Anlagen sollen direkt an Industrie- und Verbrauchsstandorten eingesetzt und an den jeweiligen Energiebedarf angepasst werden können. Diese dezentrale Ausrichtung eröffnet Einsatzmöglichkeiten von kleineren Einzelmodulen bis zu leistungsstarken Anlagenverbünden.
Der Markteintritt ist zunächst im deutschsprachigen Raum vorgesehen. Für die spätere internationale Expansion plant das Unternehmen ein Partner- und Lizenzmodell. Bis 2030 strebt Energy Towers nach eigener Darstellung eine kumulierte installierte Leistung von mehr als 400 Megawatt an. Damit verbindet das Unternehmen seine technologische Entwicklung mit einer klar formulierten Wachstumsstrategie.
Wie funktioniert die Technologie?
Das physikalische Grundprinzip ist seit der Antike bekannt: Ein Körper erfährt in einer Flüssigkeit eine Auftriebskraft, die dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeit entspricht. Ist der Körper leichter als das verdrängte Medium, steigt er nach oben.
Bei Energy Towers sollen luftgefüllte Arbeitskörper in einer Flüssigkeitssäule aufsteigen. Ihre Bewegung wird über ein Ketten- oder Umlaufsystem auf einen Generator übertragen, der die mechanische Energie in Strom umwandelt. Die technologische Besonderheit liegt in der Rückführung der Arbeitskörper. Dafür setzt Energy Towers auf zwei miteinander verbundene Türme mit kommunizierenden Flüssigkeitssäulen. Wird auf einer Seite ein Arbeitskörper eingebracht, kann das verdrängte Flüssigkeitsvolumen in den zweiten Turm ausweichen. Dieser Druckausgleich soll den Energiebedarf des Schleusenprozesses deutlich reduzieren.
Ergänzt wird das Zwei-Turm-System durch ein patentiertes Schleusenverfahren, das thermische Energie aus industrieller Abwärme nutzt. Auf diese Weise soll ein kontinuierlicher Kreislauf entstehen, der bislang ungenutzte Wärme für die Erzeugung elektrischer Energie erschließt.
Das Konzept folgt den Grundsätzen der Energieumwandlung: Die Anlage benötigt eine externe thermische Energiequelle und wandelt diese über hydraulische und mechanische Prozesse in elektrische Energie um.
Was Energy Towers von anderen Verfahren unterscheidet
Industrielle Abwärme wird heute bereits für Heizsysteme, Fernwärmenetze und thermodynamische Stromerzeugungsverfahren genutzt. Viele dieser Lösungen stellen jedoch bestimmte Anforderungen an Temperaturniveau, Infrastruktur oder Standort.
Energy Towers ergänzt dieses Spektrum um einen mechanisch-hydraulischen Ansatz. Die Verbindung aus Auftrieb, Zwei-Turm-System, Druckausgleich und thermisch unterstütztem Schleusenprozess eröffnet nach Unternehmensdarstellung zusätzliche Möglichkeiten für die Nutzung vorhandener Wärmequellen.
Ein wesentlicher Vorteil könnte in der kontinuierlichen Stromerzeugung liegen. Solange eine geeignete Wärmequelle vorhanden ist, soll die Anlage unabhängig von Wind, Sonneneinstrahlung und Tageszeit arbeiten können. Mit mindestens 8.000 angestrebten Volllaststunden jährlich positioniert sich Energy Towers als mögliche grundlastnahe Ergänzung zu Wind- und Solarenergie.
Hinzu kommt die dezentrale Ausrichtung. Die Anlagen sollen direkt dort installiert werden, wo Abwärme entsteht und Strom benötigt wird. Dadurch können Wärmeverluste begrenzt, Transportwege verkürzt und bestehende Stromnetze potenziell entlastet werden.
Von erfolgreichen Teilsystemen zur vollständigen Demonstrationsanlage
Energy Towers hat wesentliche Komponenten des Kraftwerkskonzepts bereits untersuchen lassen. Für zwei von insgesamt fünf Teilsystemen liegen Berechnungen vor. Beim Hydrauliksystem wird ein Wirkungsgrad von rund 68 Prozent genannt, beim Auftriebsturm ein Wert von bis zu 87 Prozent.
Diese Ergebnisse schaffen eine wichtige technische Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt. Mit dem geplanten Prototyp sollen die einzelnen Komponenten erstmals zu einem vollständigen System zusammengeführt und unter realitätsnahen Bedingungen untersucht werden.
Auf Grundlage der bisherigen Ergebnisse prognostiziert Energy Towers einen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 25 Prozent. Der Prototyp soll insbesondere Daten zur elektrischen Nettoleistung, zum Eigenenergiebedarf, zum Dauerbetrieb, zur Wartung und zu den Stromgestehungskosten liefern. Damit bewegt sich das Projekt von der Entwicklung und Untersuchung einzelner Komponenten in Richtung industrieller Gesamtvalidierung. Erfolgreiche Betriebsdaten könnten die Grundlage für Referenzprojekte, Serienfertigung und internationale Skalierung schaffen.
Energy Towers Erfahrungen: Was die bisherige Entwicklung erkennen lässt
Da sich Energy Towers noch vor dem kommerziellen Serienbetrieb befindet, beziehen sich die bisherigen Erfahrungen vor allem auf die technologische Entwicklung, die untersuchten Teilsysteme, das Patentkonzept und die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens.
Positiv fällt auf, dass Energy Towers einen klar abgegrenzten technischen Ansatz verfolgt und den Entwicklungsweg nachvollziehbar beschreibt. Bereits vorliegende Untersuchungen einzelner Komponenten, die patentierte Technologie und die geplante Demonstrationsanlage geben dem Projekt eine erkennbare Entwicklungsstruktur.
Auch die Kommunikation des Unternehmens trägt zur positiven Wahrnehmung bei. Entwicklungsziele, prognostizierte Leistungsdaten und der nächste Schritt zum Prototyp werden voneinander unterschieden. Diese Transparenz ist gerade bei einer jungen Energietechnologie wichtig. Mit den Daten der vollständigen Demonstrationsanlage kann Energy Towers seine technologische Positionierung weiter festigen. Nachvollziehbare Messwerte zu Nettoleistung, Wirkungsgrad, Wartung und Kosten würden die Grundlage für Industriepartnerschaften und erste Referenzanlagen schaffen.
Modulares Geschäftsmodell mit internationaler Perspektive
Energy Towers plant zunächst den Bau und die Validierung eines vollständigen Prototyps. Anschließend sollen das System optimiert und die Voraussetzungen für eine spätere Serienfertigung geschaffen werden.
Vorgesehen sind Module mit Leistungen von rund 100 Kilowatt bis fünf Megawatt. Dadurch lässt sich das Konzept grundsätzlich auf unterschiedliche Einsatzorte und Anforderungen zuschneiden. Kleinere Einheiten könnten kompakte Industriestandorte versorgen, während mehrere Module zu leistungsstarken Anlagenverbünden kombiniert werden können.
Bis 2030 strebt Energy Towers nach eigener Darstellung eine kumulierte installierte Leistung von mehr als 400 Megawatt an. Für die internationale Verbreitung ist ein Lizenzmodell vorgesehen. Regionale Partner könnten Anlagen künftig nach einheitlichen technischen Standards fertigen, installieren und betreiben. Das Modell könnte internationales Wachstum unterstützen, ohne sämtliche Produktions- und Vertriebsstrukturen zentral aufbauen zu müssen.
Beteiligung an Energy Towers: An der Entwicklung einer neuen Energietechnologie teilhaben
Interessenten können sich an der weiteren Entwicklung und möglichen Markteinführung der Energietechnologie beteiligen. Das eingeworbene Kapital soll insbesondere in den Bau des Prototyps und die anschließende industrielle Weiterentwicklung fließen. Nach der SQUAREVEST-Darstellung sollen dafür rund acht Millionen Euro zusätzliches Kapital eingeworben werden. Darüber hinaus wird über einen außerbörslichen Handel der Aktien und eine später angestrebte Notierung im Freiverkehr berichtet.
Für Interessenten eröffnet sich damit die Möglichkeit, Energy Towers in einer entscheidenden Wachstumsphase zu begleiten. Gleichzeitig handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung an einem Technologieunternehmen im Entwicklungsstadium. Maßgeblich sind daher die aktuellen Beteiligungsunterlagen, die vorgesehene Mittelverwendung, die weiteren Finanzierungsschritte und die mit den Aktien verbundenen Rechte.
Wie bei Beteiligungen an jungen Technologieunternehmen bestehen Entwicklungs-, Finanzierungs- und Marktrisiken. Die Chance liegt im Gegenzug darin, frühzeitig an einer Technologie mitzuwirken, die einen großen und wachsenden Markt für industrielle Energieeffizienz adressiert. Entscheidend sind die jeweils aktuellen Beteiligungs- und Unternehmensunterlagen.
Marktchancen und nächste Entwicklungsschritte
Energy Towers trifft auf mehrere langfristige Entwicklungen gleichzeitig. Der Strombedarf steigt durch Elektrifizierung, Rechenzentren, künstliche Intelligenz, Elektromobilität und neue Industrieanlagen. Parallel wächst der wirtschaftliche und regulatorische Druck, vorhandene Energie effizienter zu nutzen.
Industrielle Abwärme besitzt dabei einen besonderen Vorteil: Sie ist an vielen Standorten bereits vorhanden. Energy Towers möchte diese bislang häufig ungenutzte Ressource für eine kontinuierliche und dezentrale Stromerzeugung erschließen.
Die modulare Bauweise kann den Einstieg über kleinere Anlagen erleichtern und spätere Erweiterungen ermöglichen. Für den Markterfolg kommt es nun darauf an, die positiven Ergebnisse der Teilsysteme in einer vollständigen Demonstrationsanlage zusammenzuführen.
Der Prototyp soll belastbare Daten zur Nettoleistung, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit liefern. Parallel gilt es, Produktionspartner, Finanzierung, Genehmigungen und erste Referenzkunden für die Markteinführung zusammenzuführen. Gelingt dieser Übergang, verfügt Energy Towers über gute Voraussetzungen, um ein neues Segment der industriellen Energienutzung zu erschließen.
Medienberichte
Technologische Innovation mit großem Anwendungspotenzial
Die SQUAREVEST-Analyse erläutert ausführlich, wie das Auftriebsprinzip, das Zwei-Turm-System und der patentierte Schleusenprozess zusammenwirken sollen. Hervorgehoben werden insbesondere die Nutzung industrieller Abwärme, die angestrebte Wetterunabhängigkeit und die modulare Skalierbarkeit.
Der geplante Prototyp wird als wichtiger nächster Schritt eingeordnet, um die bereits untersuchten Teilsysteme zu einem vollständigen Kraftwerkssystem zusammenzuführen.
Business Leaders: Abwärme entwickelt sich zum strategischen Energiefaktor
Business Leaders betrachtet Energy Towers vor allem aus wirtschaftlicher und strategischer Perspektive. Der Beitrag zeigt, wie steigende Energiekosten, Dekarbonisierungsziele und neue Effizienzanforderungen die Bedeutung industrieller Abwärme erhöhen. Energy Towers wird dabei als Technologieunternehmen in einem wachsenden Zukunftsmarkt positioniert.
Besonders relevant erscheinen das dezentrale Konzept, die mögliche kontinuierliche Stromerzeugung und die internationale Skalierbarkeit über Partner- und Lizenzmodelle.
SCOREDEX: Auftrieb für eine wetterunabhängige Energieversorgung
SCOREDEX hebt vor allem die angestrebte kontinuierliche Stromproduktion, die modulare Bauweise und die mögliche Ergänzung zu Wind- und Solarenergie hervor. Das erkennbare Marktpotenzial wird positiv bewertet.
Die patentierte Technologie und die geplante Demonstrationsanlage werden als wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung und spätere industrielle Anwendung eingeordnet.
Wie ist die Reputation einzuordnen?
Die ausgewertete Berichterstattung zeichnet ein überwiegend positives Bild. Hervorgehoben werden der nachvollziehbare physikalische Ausgangspunkt, die patentierte Technologie, die Nutzung eines großen Abwärmepotenzials, die modulare Ausrichtung und die mögliche Unabhängigkeit von Wetter und Tageszeit.
Energy Towers hat sich damit frühzeitig in einem Zukunftsmarkt positioniert, der industrielle Energieeffizienz mit dezentraler Stromerzeugung verbindet. Die bisherigen Untersuchungsergebnisse einzelner Komponenten, die klare Entwicklungsstrategie und das geplante Lizenzmodell stützen diese Wahrnehmung.
Mit der vollständigen Demonstrationsanlage steht nun ein wichtiger Schritt für die weitere technologische und wirtschaftliche Positionierung bevor. Erfolgreiche Betriebsdaten könnten das Vertrauen von Industriepartnern, Anlegern und potenziellen Kunden weiter stärken und die Grundlage für erste kommerzielle Projekte schaffen.
Entscheidend wird sein, die technologische Entwicklung weiterhin transparent zu dokumentieren und gemessene Ergebnisse nachvollziehbar zu veröffentlichen. Damit kann Energy Towers seine Position als innovativer Anbieter im Markt für industrielle Abwärmenutzung weiter ausbauen.
Wo Energy Towers besonderen Nutzen schaffen könnte
Besonders groß erscheint das Potenzial in energieintensiven Industrien. Stahl-, Zement-, Chemie-, Papier-, Glas- und Keramikbetriebe benötigen große Mengen Strom und erzeugen gleichzeitig kontinuierliche Wärmeströme. Energy Towers könnte einen Teil dieser bislang ungenutzten Energie direkt am Standort in Strom umwandeln.
Auch Müllverbrennungs- und andere Energieanlagen bieten interessante Voraussetzungen, weil dort dauerhaft Wärme verfügbar ist. Energy Towers könnte bestehende Systeme ergänzen und zusätzliche energetische Potenziale erschließen.
Bei Rechenzentren hängt die Eignung insbesondere vom Temperaturniveau der Abwärme ab. Mit dem wachsenden Ausbau von Rechenzentren steigen insgesamt auch Strombedarf und nutzbare Wärmemengen. Dadurch entsteht ein perspektivisch interessantes Anwendungsfeld.
Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen in Gigafactories, großen Produktionsstandorten und Industrieparks. Dort können mehrere Wärmequellen und Verbraucher miteinander verbunden werden. Die modulare Bauweise ermöglicht es, Anlagen schrittweise zu erweitern und an wachsende Anforderungen anzupassen.
Fazit: Energy Towers erschließt ein bislang wenig genutztes Energiepotenzial
Energy Towers greift eine der zentralen Fragen der Energiewende auf: Wie lässt sich bereits vorhandene Energie besser nutzen? In Industrie und Infrastruktur entstehen große Wärmemengen, die bislang häufig nur teilweise verwertet werden. Das Unternehmen möchte dieses Potenzial mit einem eigenständigen System aus Auftrieb, Druckausgleich und mechanischer Stromerzeugung erschließen.
Die ausgewerteten Beiträge bewerten den Ansatz überwiegend positiv. Anerkennung finden insbesondere die patentierte Technologie, die Nutzung vorhandener Abwärme, die modulare Bauweise und die angestrebte wetterunabhängige Stromerzeugung.
Für zentrale Teilsysteme liegen bereits vielversprechende Berechnungen vor. Der geplante Prototyp soll diese Komponenten nun zu einer vollständigen Anlage verbinden und belastbare Daten für den industriellen Einsatz liefern. Energy Towers hat damit ein nachvollziehbares Konzept für einen wachsenden Markt entwickelt.
Gelingt die Umsetzung der Demonstrationsanlage, könnte das Unternehmen eine wichtige Rolle an der Schnittstelle von industrieller Energieeffizienz, dezentraler Stromerzeugung und Energiewende übernehmen.
Quellenverzeichnis
- ENERGY TOWERS Holding AG – Unternehmenswebsite
- ENERGY TOWERS – Unternehmensdaten und Verantwortliche
Patente
- WIPO-/PCT-Veröffentlichung WO 2016/150412 A1
- Deutsche Patentveröffentlichung DE 11 2015 006 373 A5
- US-Patent US 11,486,347 B2
- ENERGY TOWERS: KIT-Berechnungen liefern wissenschaftliche Grundlage
- Forschungsbericht und Whitepaper
- ENERGY TOWERS: Expertenforum
- Wertpapier-Informationsblatt nach § 4 WpPG, Stand 1. September 2025
- ENERGY TOWERS: Informationen für Aktionäre und Interessenten
- ENERGY TOWERS: Investitionsportal
- „Der Archimedes-Code – Wie Energy Towers an der Energiewende arbeitet“ (Squarevest)
- „ENERGY TOWERS Holding AG: Wie industrielle Abwärme zum strategischen Energiefaktor werden könnte“ (Business Leaders)
- „Energy Towers AG: Auftrieb für die Energiewende“ (SCOREDEX)
Heino Zießnitz
...immer am Zahn der Zeit - und manchmal auch voraus...
Lesen Sie interessante Beiträge zu den Themen Finanzen, Immobilien und manchmal auch wichtige Daily-News aus anderen Rubriken...