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Cannabis ETF und Aktien

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 10.02.24

Börse/Aktien · 8 Min. Lesedauer

Cannabis ETF und Aktien - Titelbild

Cannabis als Anlageoption

 

Für was eignet sich Cannabis 2024? Geht es nach dem Willen der Bundesregierung eignet sich Cannabis als gesetzlich erlaubte Freizeit-Droge, um sich zu entspannen. Ist Cannabis auch bald als Anlageprodukt geeignet? Wir gehen der Frage nach, welche Auswirkungen die Legalisierung von Cannabis in Deutschland auf den deutschen und globalen Aktienmarkt haben könnte.

 

Während sich die Bundesregierung sich noch schwertut ein längst diskutiertes  Gesetz zu verabschieden, stehen die Erzeuger, Zulieferer und Vereine bereits in den Startlöchern. Auch die Anleger warten auf das endgültige Go der Ampelkoalition. Experten rechnen mit einer Signalwirkung innerhalb der Europäischen Union, wenn das Gesetz in Deutschland endgültig verabschiedet ist. Wahrscheinlich werden weitere Länder dem deutschen Vorbild folgen und Cannabis als legale Freizeitdroge einstufen. Analysten rechnen dann mit einer großen Nachfrage auf dem Cannabis-Aktienmarkt. Die Fachleute rechnen in den nächsten fünf Jahren mit einer Verdreifachung des Umsatzvolumens der Cannabis-Industrie.

Cannabis wird in Deutschland legalisiert

 

Nachdem Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nicht mehr öffentlich über Schutzmaßnahmen bei COVID19 in TV-Shows referieren kann, probierte er es mit Cannabis. Die Bürger verbinden nur noch ein Thema mit ihm. Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland.

 

Während sich im Bundeswahlkampf die Linke, die Grünen und die FDP klar zur Legalisierung von Cannabis bekannten war die SPD bei diesem Thema 2021 noch sehr zurückhaltend. Man wollte sich nicht dagegen, aber auch nicht dafür entscheiden. Die SPD kenne die gesellschaftliche Realität und wolle sich dem Thema nicht vollständig verschließen, so damals der Tenor der Partei. Die SPD plädierte im Wahlkampf 2021 für ein probeweises Modellprojekt.

 

Aber genau die Partei, die sich damals noch mit vorsichtiger Zurückhaltung übte, preschte mit Frontmann Karl Lauterbach mit diesem Thema voran. Gegen den Wiederstand von CDU/ CSU und der AfD musste Karl Lauterbach die positiven Aspekte der geplanten Legalisierung von Cannabis in Deutschland verteidigen.

 

2024, das Gesetz liegt seit einigen Monaten in der Schublade des Gesundheitsministers. Im August 2023 beschloss das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Legalisierung von Cannabis. Nach zahlreichen Debatten in Fachausschüssen hatte man sich dann über die Inhalte einigen können. Das Gesetz sollte Mitte Dezember 2023, dann am 1.Januar 2024 verabschiedet werden, doch daraus wurde wieder nichts.

 

Karl Lauterbachs Partei meldete jetzt erneute Bedenken an. Die SPD stellte plötzlich fest, dass ihr eigener Beschluss doch nicht der große Wurf war. Man müsse nachbessern. Die SPD-Fraktion blockierte erstmals Mitte Dezember 2023 die Verabschiedung des Gesetzes, im Januar 2024 habe man aufgrund der wichtigen Themen, wie Israel Krieg und Haushaltsplan, keinen Platz für eine Abstimmung gefunden. Nach jüngster Planung ist vorgesehen, dass das Gesetz zum 01.April 2024 inkraft treten soll.

 

Zweistufen-Modell für Cannabis geplant

 

Der Gesetzentwurf beeinhaltet Regelungen, wie der Verkauf von Cannabis organisiert werden soll. Dieser ist in zwei Stufen geplant. Zunächst soll nur Vereinen die Abgabe gestattet werden, später sollen Fachgeschäfte entstehen.

 

Das Cannabis Gesetz (CanG) sieht dazu folgendes vor:

 

  • jede erwachsene Privatperson darf 25 Gramm Cannabis straffrei besitzen
  • jede erwachsene Privatperson kann drei Cannabispflanzen für den Eigenbedarf anbauen
  • es können Cannabis-Vereine gegründet werden (maximal 500 Mitglieder)
  • für Vereinsmitglieder ist die Abgabe von maximal 25 Gramm Cannabis pro Person und Tag gestattet, im Monat maximal 50 Gramm pro Person
  • in einer zweiten Stufe des Gesetzes soll später lizensierte Fachgeschäfte den Verkauf übernehmen, auch Kioske und Apotheken sind im Gespräch

Cannabis Aktien in Deutschland: Ein Überblick

 

Wie und ob die Cannabis-Aktien in Deutschland erfolgreich werden können hängt maßgeblich der Ausgestaltung und Umsetzung des Gesetzes ab. Auch von den zu schaffenden Marktbedingungen geht eine Signalwirkung aus, ob die Aktien der großen Unternehmen nachgefragt werden.

 

Diese großen deutschen börsennotierten Unternehmen könnten von der Legalisierung von Cannabis profitieren:

 

  • SynBiotic SE
  • Cannovum AG
  • Cantourage

 

SynBiotic SE

SynBiotic ist die größte börsennotierte Unternehmensgruppe in Europa, die sich auf dem Cannabis-Sektor etabliert hat. Das Münchner Unternehmen kann von Anbau bis zum Handel die komplette Wertschöpfungskette abdecken. Von der Legalisierung erhofft sich SynBiotic große Unternehmenszuwächse. Man sehe in der Legalisierung von Cannabis einen Markt von 4 Milliarden Euro. Auch im Bereich der Cannabis-Forschung ist das Unternehmen aktiv. SynBiotic zählt heute auch zu den Big Playern in den Sektoren Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetik.

 

Die angekündigte Legalisierung von Cannabis befügelte die Aktie Anfang 2023 auf fast 13,00 Euro. Als die Pläne der Ampel detaillierter bekannt wurden, stürzte der Kurs im Mai 2023 auf 3,40 Euro. SynBiotic war bei der Planung davon ausgegangen, dass Cannabis ohne weitere Einschränkungen legalisiert werden soll. Das erwies sich als Fehleinschätzung, da die Bundesregierung von Modellprojekten und Cannabis-Vereinen sprach. Um ein, auch für Anleger, lukratives Geschäft mit Canabis zu etablieren benötigt SynBiotic eine bestimmte Produktionsmenge. Mit den gegebenen Bedingungen ließen sich die Expansionspläne von SynBiotic nicht vollständig umsetzen. Anleger reagierten mit dem Abverkauf. Die Aktie hat sich wieder stabilisiert und nimmt Fahrt auf. (7,86 €, Stand 09.02.2024)

 

Cantourage

Cantourage ist ein Berliner Unternehmen, welches sich zunächst nur auf die Herstellung und den Verkauf von medizinischen Cannabis-Artikeln spezialisiert hat. Gegründet wurde Cantourage als Start-Up im Jahr 2019. Im Novenber 2022 ging das Unternehmen an die Frankfurter Börse. Der Vertrieb wird größtenteils über eine onlie-Plattform abgewickelt. Dort werden Blüten, Dronabinol, Extrakte sowie Cannabidiol angeboten und gegen Vorlage einer ärztlichen Verordnung verkauft. Zudem wurde als weiterer Teil des Portfolios eine Partnerschaft zur Lieferung von medizinischen Cannabisprodukten mit der Gesundheitsbehörde von Gibraltar geschlossen.

 

Die Aktie von Cantourage musste nach einem Höhenflug von 14,50€ im August 2023 starke Rückschlöge in Kauf nehmen. Zu Jahresbeginn notierte der Aktienkurs von Cantourage bei 5,50€.

 

 

Cannovum AG

Seit dem 01.12.2022 ist die Aktie der Cannovum AG im Primärmarkt der Börse Düsseldorf im Handel. Cannovum ist im Besitz aller benötigten Lizenzen zur Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb von Cannabis, sowohl für medizinische Zwecke, als auch für den Freizeitbedarf. Die Cannovum AG produziert und vermarktet Cannabis für medizinische Zwecke. Den durch die Legalisierung von Cannabis entstehenden Markt schätzen die Experten von Cannovum auf 8 Milliarden Euro jährlich. Die Cannovum AG hat in Deutschland eine Anbau-Allianz ins Leben gerufen. Unter dieser Cannabis-Allianz sind zahlreiche Anbaubetriebe, Vertriebe, Forscher und Investoren tätig und miteinander vernetzt.

 

Notierte die Aktie im März 2023 noch 24,95€, so fiel sie am 27.10.2023 zeitweise auf 0,46€. In Erwartung der kommenden Verabschiedung des Cannabis - Gesetzes ist die Aktie wieder freundlicher und notierte zum Stichtag 09.02.24 bei 2,90 €, Tendenz weiter steigend.

 

 

Drei Newcomer mit Ambitionen zum Börsengang

 

Die Unternehmen Demecan, Cannamedical Pharma und Medicrops planen für 2024 bzw. 2025 ihren Börsengang. In der Cannabis Branche stehen viele Akteure in Warteposition, bis die Bundesregierung nun endgültig das Cannabis-Gesetzt verabschiedet. Viele Unternehmer planen zwar Expansionen in diesem Sektor, doch der Startschuss fällt für die meisten Investitionen erst mit Rechtskraft des Gesetzes. 

 

Der zu erwartende neue Markt der Cannabisprodukte wird von den Marktteilnehmern zwischen 4 und 8 Milliarden Euro pro Jahr bewertet, genug für alle.

 

Diese Unternehmen planen ihren IPO für 2024/ 2025:

 

  • Damecan
  • Cannamedical Pharma
  • Medicrops

 

Demecan GmbH

Demecan ist ein deutsches Unternehmen, welches sich seit 2017 von der Produktion bis zum Vertrieb eine geschlossene Wertschöpfungskette für medizinische Cannabisprodukte aufgebaut hat. Demecan ist die Abkürzung für Deutsches Medizinal Cannabis. 

 

Demecan ist momentan nur für den Sektor medizinisches Cannabis aufgestellt, baut aber seine Produktionskapazitäten für 10 Tonnen Cannabis pro Jahr aus. Sollte sich die erwartete Nachfrage auf dem Markt widerspiegeln, so wird Demecan bestimmt eine sehr beliebte Aktie auf dem Cannabis-Markt in Deutschland. 

 

Cannamedical Pharma GmbH

Die Cannamedical Pharma GmbH ist ein deutsches Unternehmen mit Standort Köln, das sich auf den Vertrieb von medizinischen Cannabis höchster Qualität spezialisiert hat. Die Rohware wird aus den Niederlanden, Australisen und Kananda importiert. Cannamedical Pharma ist mehrfach zertifiziert, genau wie alle angeschlossenen Partner. Cannamedical Pharma wirbt für medizinisches Cannabis bester Qualität. Der Marktanteil von medizinischem Cannabis in Deutschland beträgt ca. 25%. Der Gründer David Henn rechnet nach der endgültigen Legalisierung von Cannabis mit einer Umsatzsteigerung bis zu 1000%. Den IPO plant Cannamedical Pharma für 2024, spätestens 2025.

 

Medicrops

Medicrops ist das erste Schweizer Pharmaunternehmen, das eine Lizenz für den Vertrieb von medizinischen Cannabisprodukten in der Schweiz erhalten hat. Gründer und CEO Ivan Mestrangelo hat in mehreren Finanzierungsrunden rund ein 45 Millionen Schweizer Franken eingesammelt. Er baute in Ohrid (Nordmazedonien) die größte Cannabis-Fertigungshalle Europas. Das Ziel von Mediziner Ivan Mestrangelo ist es verschiedene Schmerzkliniken in Deutschland, Spanien und in der Schweiz zu bauen, wo seine Präperate für die Gesundung der Patienten wirkungsvoll eingesetzt werden. Der Arzt konzentriert sich mit Medicrops ausschließlich auf die medizinische Verwendung von Canabis. An Cannabis als Freizeitdroge hat Ivan Mestrangelo kein Interesse.

Was man noch über Cannabis wissen sollte

 

Cannabis oder Marihuana?

Was ist der Unterschied zwischen Cannabis oder Marihuana? Es gibt keinen.

Cannabis ist der wissenschaftliche Name, Marihuana ist die umgangssprachliche Bezeichnung von Cannabis.

 

THC und CBD

In Cannabis wurden ca. 500 chemische Bestandteile nachgewiesen. Einige Bestandteile sind Cannabinoide, also Substanzen, welche auf die menschlichen Cannabinoid-Rezeptoren wirken. Die bekanntesten Cannabinoide sind:

 

  • Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC)
  • Cannabidiol (CBD)
  • Casnnabinol (CBN)

 

Nur THC verändert das Bewußtsein.

 

Hanf

Hanf ist eine Cannabis-Sorte, welche einen hohen CBD-Gehalt und einen niedrigen THC-Gehalt. Hanf ist weit verbreitet zur Herstellung von Fasern, die z.B. zu Stoffen, Säcken oder Seilen weiterverarbeitet werden.

Cannabis ETFs

 

Cannabis-Aktien sind im Moment in aller Munde und überall gefragt. Betrachtet man die Entwicklung der Cannabis-Aktien stellt man atemberaubende Steigerungen fest. Aber die Experten warnen vor weiteren überhöhten Gewinnerwartungen. Cannabis kann irgendwann mal der große Börsentraum werden: Vergleicht man die Unternehmenswerte der Cannabis-produzierenden und -vertreibenden Unternehmen wird die Steigerung deutlich erkennbar.

 

Allerdings ist ein großes Investment in Cananabis-ETFs momentan noch nicht ratsam. Gemessen an der Gesamtwirtschaft nehmen die Cannabis-Aktien einen verschwindend kleinen Anteil ein. Die Cannabis-Branche ist noch sehr jung, entsprechend gering sind auch die Kapitalisierungen der ETFs. Vergleicht man Cannabis ETFs mit anderen Fonds, dann sieht man den Unterschied: Das Fondvermögen der Cannabis-Anlagen ist in den meisten Fällen vergleichsweise sehr gering. Große Gewinne sind also erstmal nicht zu erwarten. Aber die Zukunft der Sparte ist vielversprechend...

 

Lag der Wert aller Canabis-Unternehmen 2019 noch bei 12 Milliarden US-$, so erwarten Experten bis 2040 eine Steigerung um das fünfzigfache auf 630 Milliarden US-$.

 

Bei einer solchen Entwicklung geht immer die Frage einher: Bleibt das jetzt immer so? Klare Anwort: nein!

 

Die Aktien im Cannabis-Sektor werden in den kommenden Jahren noch für die eine oder andere Überraschung sorgen. In beide Richtungen versteht sich.

 

Wer sich als Anleger keinen großen Risiken von Einzelaktien aussetzen will, der setzt auf einen der bekannten Cannabis ETFs:

 

  • Han Medical Cannabis and Wellness UCITS ETF 
  • Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF 
  • ETFMG Alternative Harvest 
  • AdvisorShares Pure Cannabis 

 

Han Medical Cannabis and Wellness UCITS ETF (CBDX)

 

  • erster Cannabis-ETF, der in Europa gegründet wurde
  • gleichzeitig erster UCITS-konformer Marihuana-Fonds
  • CBDX umfasst Unternehmen, die sowohl in der Cannabis- als auch in der CBD-Industrie tätig sind
  • vier Unternehmen machen über 50 % des Gesamtgewichts von CBDX aus: HanETF’s Medical Cannabis and Wellness ETF, Scotts Miracle-Gro, Innovative Industrial Properties und GW Pharmaceuticals

 

Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF (FLWR)

  • investiert in die globale Life Science-Industrie zu Cannabis
  • konzentriert sich dabei auf Gesundheits- und Medizinprodukte, die aus Marihuana gewonnen werden
  • ETF wurde in Zusammenarbeit mit New Frontier Data, einem unabhängigen Cannabis-Forschungsunternehmen, gegründet
  • ist stark auf vier Unternehmen ausgerichtet. GW Pharmaceuticals, Scotts Miracle-Gro, Arena Pharmaceuticals und Cara Therapeutics machen mehr als 60 % der Gesamtbeteiligungen aus.

 

ETFMG Alternative Harvest (MJ)

  • war der erste börsengehandelte Fonds in den USA, der sich auf den globalen Marihuana-Sektor konzentrierte
  • größte Cannabis-ETF, mit dem derzeit gehandelt werden kann
  • Vermögenswert beläuft sich auf 726 Mio. $
  • MJ bildet den Prime Alternative Harvest Index nach, der 38 Unternehmen sowohl aus der medizinischen als auch aus der Freizeit-Cannabis-Industrie umfasst
  • wichtigsten Beteiligungen sind Canopy Growth, GW Pharmaceuticals, Tilray, Cronos Group und Aurora

 

AdvisorShares Pure Cannabis (YOLO)

  • wird aktiv von Dan Ahrens verwaltet
  • war der erste Cannabis-ETF seiner Art, der in den USA gegründet wurde
  • größten Beteiligungen von YOLO sind Innovative Industrial Properties, GW Pharmaceuticals, Valens GroWorks, Village Farms und Corbus Pharmaceuticals
  • diese fünf Beteiligungen entsprechen etwa 40% des Gesamtvermögenswerts des Fonds 

Cannabis Anlagestrategien

 

Obwohl Anlagen in Cannabis Produkte gerade "In" sind, empfehlen wir Anlegern maßvoll und zurückhaltend in diese Sparte zu investieren

 

Investment in Einzelaktien

Es ist wie bei allen Kapitalanlagen immer zuerst die Frage nach der eigenen Risikobereitschaft zu klären. Wer als Anleger bereit ist ein sehr hohes Risiko zu tragen und den Totalverlust nicht scheut, der sollte in Einzelaktien bei Cannabis-Produkten investieren. In der Vergangenheit gab es besonders in diesem Sektor die eine oder andere Überraschung, als einzelne Breakout-Aktien über Nacht zum Star wurden. Dann sind schwindelerregende Renditen die Belohnung für das hohe Risiko. Anleger in ETFs merken von solchen Erdbeben meist nicht viel, wenn 80-100 verschiedene Werte in einem Fonds liegen.

 

Langfristiger Anlagehorizont

Angesichts der Volatilität und des sich entwickelnden Trends auf dem Cannabis-Markt sollte man eine sehr langfristige Perspektive bevorzugen. Hierzu eignen sich Investitionen in Cannabis ETFs. Kurzfristige Schwankungen des ETF sollten Anleger in Kauf nehmen, was in der Regel aber das langfristige Wachstumspotenzial des ETF wenig beeinflusst.

 

Diversifikation

Obwohl ein ETF bereits eine gewisse Diversifikation innerhalb des Cannabis-Sektors bietet, sollten Anleger den Anteil an Cannabis-Anlagen im Gesamtportfolio diversifizieren. Da die Cannabisbranche noch relativ jung ist, erwachsen aus ihr auch zusätzliche Risiken. Legen Sie klare Grenzen für den Anteil Ihres Portfolios fest, den Sie bereit sind, im Cannabis-Sektor zu investieren. Wir empfehlen dazu ein Cannabis ETF in Höhe von maximal 5% des Gesamtportfolios.

 

Auswahl

Wählen Sie sorgfältig den oder die Cannabis ETFs aus, in die Sie investieren möchten.

Berücksichtigen Sie dabei Faktoren wie:

 

  • Performance-Historie
  • Kostenquote (TER)
  • das verwaltete Vermögen

 

Achten Sie auch auf die aktuelle rechtliche und steuerliche Situation der Ländern, in denen die im ETF enthaltenen Unternehmen operieren.

Cannabis Anlageoptionen: Ein Ausblick in die Zukunft

 

Der Ausblick auf die Legalisierung von Cannabis lässt die Umsatz- und Wachstumserwartungen der Akteure steigen. Auch wenn sich die Ampel in Detailfragen noch nicht einig ist,  kann man davon ausgehen, dass bis spätestens zur Jahresmitte 2024 das Cannabis-Gesetz verabschiedet ist. Doch was bedeutet das für Anleger in Cannabis-Produkte? 

 

Für internationale Branchenriesen ist der Markt Deutschland noch nicht offen. Die Bundesregierung hat bisher noch keine Entscheidung verlauten lassen, ob Deutschland für global agierende Unternehmen ohne Hürden zugänglich wird. Branchenkenner gehen davon aus, dass es ausländischen Anbietern schwer gemacht wird auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen.

 

Juristische und fiskalische Hürden werden nicht-deutschen Unternehmen den Zutritt zum deutschen Cannabis-Markt leicht leicht machen. Eine höhere Besteuerung oder Schutzzölle könnten ausländischen Anbietern das Geschäft vermiesen, wenn die Margen -aufgrund der zusätzlichen Kosten- nicht mehr interessant sind. Da Deutschland über ausreichend Unternehmen verfügt, die in die Cannabis-Produktion investieren wollen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Ampelkoalition den Zugang für Ausländer zum deutschen Markt erschweren wird. Das ist vielleicht einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Germany first!


Heino Zießnitz

Heino Zießnitz

...immer am Zahn der Zeit - und manchmal auch voraus...

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