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Batteriespeicher-Boom in Deutschland: Warum Green FOX Energy auf die richtige Infrastruktur setzt

Autor: Heino Zießnitz · Zuletzt aktualisiert: 27.09.26

Nachhaltigkeit · 10 Min. Lesedauer

Batteriespeicher-Boom in Deutschland: Warum Green FOX Energy auf die richtige Infrastruktur setzt - Titelbild

Der Markt für Batteriespeicher in Deutschland erreicht eine neue Phase. Der Ausbau von Photovoltaik und Windkraft allein reicht nicht mehr aus. Je größer der Anteil wetterabhängiger Stromerzeugung wird, desto wichtiger wird die Frage, wann der erzeugte Strom verfügbar ist und wie er ins Netz gelangt. Batteriespeicher entwickeln sich deshalb vom Ergänzungsprodukt zu einem zentralen Bestandteil der Energieinfrastruktur.

 

Für Projektentwickler wie Green FOX Energy verschiebt sich damit ebenfalls der Fokus. Neben neuen Erzeugungskapazitäten gewinnen Speicher, geeignete Standorte und vor allem verfügbare Netzanschlüsse an Bedeutung. Das Hamburger Unternehmen kombiniert bereits Photovoltaikprojekte mit Batterie-Energiespeichersystemen und entwickelt zusätzlich eigenständige Speicherprojekte. Damit trifft die Strategie auf einen Markt, der 2026 deutlich an Dynamik gewinnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bundesnetzagentur spricht von einem anhaltenden Boom bei Großbatteriespeicherprojekten. Ende 2024 lagen den Übertragungsnetzbetreibern rund 650 Anschlussanfragen mit zusammen 226 GW Leistung vor. 
  • Der Branchenverband BVES erwartet für Ende 2026 rund 5 GW installierte Großspeicherleistung und etwa 9 GWh Kapazität. 
  • Green FOX Energy entwickelt sowohl eigenständige Batteriespeicher als auch Co-Location-Projekte aus Photovoltaik und Batteriespeichern. 
  • Ein privater Heimspeicher kostet 2026 je nach Größe und Ausstattung grob 300 bis 800 Euro je kWh Speicherkapazität inklusive Installation. Bei Industrie- und Großspeichern sinken die spezifischen Kosten durch Skaleneffekte, allerdings können Netzanschluss und Projektentwicklung erhebliche Zusatzkosten verursachen. 
  • Für Projektentwickler wird deshalb nicht allein die Batterie entscheidend. Standort, Netzanschluss, Vermarktung und die Kombination mit vorhandener Erzeugung bestimmen zunehmend die Wirtschaftlichkeit.

Deutschland braucht mehr Speicher für Solar- und Windstrom


Im ersten Halbjahr 2026 stammten nach Angaben des Umweltbundesamtes rund 57 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien. Insgesamt wurden etwa 153 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Gleichzeitig kamen allein im ersten Halbjahr rund acht Gigawatt neue Photovoltaikleistung hinzu. 

 

Das ist grundsätzlich positiv, verändert aber die Anforderungen an das Stromsystem. Photovoltaikanlagen produzieren besonders viel Strom um die Mittagszeit, während der Verbrauch nicht immer gleichzeitig seinen Höchststand erreicht. Windstrom wiederum schwankt stärker mit den Wetterbedingungen.

 

Dadurch entstehen Zeiten mit sehr hoher erneuerbarer Erzeugung ebenso wie Stunden mit deutlich geringerem Angebot. Batteriespeicher können diese zeitliche Lücke teilweise schließen: Sie nehmen Strom auf, wenn viel Energie zur Verfügung steht, und geben ihn später wieder ab. Das Umweltbundesamt sieht deshalb neue Großbatteriespeicher ausdrücklich als einen Baustein für ein flexibleres Stromsystem. 

Batteriespeicher-Boom: BVES erwartet starke Expansion 2026


Wie dynamisch sich der Markt entwickelt, zeigt die BVES-Branchenanalyse 2026. Danach erreichten Großbatteriespeicher Ende 2025 rund 2,5 GW installierte Leistung und etwa 4 GWh Speicherkapazität.

 

Für Ende 2026 erwartet die Branchenanalyse bereits rund 5 GW Leistung und 9 GWh Kapazität. Als wichtige Wachstumstreiber nennt der BVES insbesondere Co-Location-Modelle – also die Kombination von Wind- oder Solaranlagen mit Batteriespeichern – sowie die Vermarktungsmöglichkeiten an den Strommärkten. Damit könnte sich die installierte Großspeicherleistung innerhalb kurzer Zeit erheblich erhöhen.

 

Die Zahlen verschiedener Quellen können allerdings voneinander abweichen. Die Bundesnetzagentur bezifferte den Bestand zum 15. Oktober 2025 auf rund 2,4 GW Bruttoleistung und 3,2 GWh nutzbare Speicherkapazität. Unterschiede ergeben sich unter anderem aus Stichtag, Datenbasis und Definition der betrachteten Anlagen. 

 

Diese Differenzierung ist wichtig: Marktprognosen, registrierte Projekte, Netzanschlussanfragen und tatsächlich betriebene Speicher sind nicht dasselbe.

400 Gigawatt Anschlussanfragen zeigen den Druck auf die Stromnetze 


Besonders spektakulär wirkt eine andere Zahl der Bundesnetzagentur: Ende 2024 lagen den deutschen Übertragungsnetzbetreibern rund 650 Anschlussanfragen für Großbatteriespeicher mit zusammen 226 GW Leistung vor. Dazu kommen weitere Anfragen bei Verteilnetzbetreibern. 

 

Doch die Zahl sollte nicht als zukünftige installierte Speicherleistung interpretiert werden. Eine Netzanschlussanfrage bedeutet zunächst lediglich, dass ein Entwickler Kapazitäten für ein mögliches Projekt prüft oder beantragt. Projekte können konkurrieren, mehrfach entwickelt, verändert oder später nicht umgesetzt werden.

 

Noch größer wird die Dimension beim Blick auf alle erfassten Netzebenen: Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden 2024 insgesamt 9.710 Anschlussanfragen für Batteriespeicher ab der Mittelspannungsebene gestellt. Zusammen entsprachen sie rund 400 GW Leistung und 661 GWh Speicherkapazität. Rund 3.800 Anschlusszusagen aus 2024 und Vorjahren umfassten dagegen etwa 25 GW Leistung und 46 GWh Kapazität.

 

Auch diese Anschlusszusagen sind allerdings nicht mit tatsächlich gebauten Speichern gleichzusetzen. Zwischen Netzanschlusszusage, Finanzierung, Genehmigung, Bau und Inbetriebnahme liegen weitere Projektschritte.

 

Kennzahl Größenordnung
Großspeicher laut Bundesnetzagentur, Stand 15.10.2025 ca. 2,4 GW
Nutzbare Kapazität ca. 3,2 GWh
Großspeicher laut BVES für Ende 2025 ca. 2,5 GW
BVES-Prognose Ende 2026 ca. 5 GW / 9 GWh
Anschlussanfragen bei Übertragungsnetzbetreibern Ende 2024 ca. 226 GW

Zahl dieser Anschlussanfragen

rund 650

Anschlussanfragen ab Mittelspannung 2024 insgesamt

9.710

Beantragte Leistung insgesamt

ca. 400 GW

Anschlusszusagen

ca. 25 GW

 

Die enorme Differenz zwischen Anschlussanfragen, Anschlusszusagen und tatsächlich betriebenen Anlagen zeigt, wo einer der entscheidenden Engpässe des Speicherbooms liegt: Nicht jede geplante Batterie erhält automatisch einen wirtschaftlich nutzbaren Netzanschluss.

Warum der Netzanschluss zum entscheidenden Standortfaktor wird


Bei einem klassischen Solarprojekt bestimmen vor allem Fläche, Sonneneinstrahlung, Genehmigung, Finanzierung und Einspeisemöglichkeit die Wirtschaftlichkeit. Bei großen Batteriespeichern kommt eine weitere Dimension hinzu. Ein Speicher muss Strom aus dem Netz aufnehmen und später wieder einspeisen können. Dafür werden Anschlusskapazitäten benötigt. Genau diese Kapazitäten sind jedoch regional begrenzt.

 

Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Batteriespeicher aufgrund ihrer Rolle als Verbraucher und Erzeuger bei der Netzplanung besonders betrachtet werden müssen. Ein physischer Netzanschluss bedeutet deshalb nicht automatisch, dass unbegrenzt Leistung aufgenommen und wieder eingespeist werden kann.  Damit wird Netzkapazität zu einem wirtschaftlichen Standortfaktor.

 

Wer frühzeitig geeignete Grundstücke, vorhandene Netzanschlüsse, Erzeugungsanlagen und Speicher zusammenführen kann, besitzt deshalb einen wichtigen Vorteil bei der Projektentwicklung.

Green FOX Energy setzt auf Photovoltaik plus Speicher


Hier wird die Strategie von Green FOX Energy interessant. Das Hamburger Unternehmen bezeichnet sich als unabhängigen Projektentwickler und Bestandshalter für Erneuerbare-Energien-Anlagen. Als Zieltechnologien nennt Green FOX Energy inzwischen ausdrücklich Photovoltaik, Wind und Speicher. Das Team gibt einen Track Record von mehr als 2,5 GW an und will das eigene Portfolio mittelfristig auf mehr als 1.000 MW ausbauen.

 

Relevant für den aktuellen Speichermarkt ist die Zusammenarbeit mit ON Energy. Im Januar 2026 meldeten Green FOX Energy und ON Energy die Veräußerung eines gemeinsam entwickelten Photovoltaikportfolios von rund 85 MWp. Die Projekte liegen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland.

 

Wichtig ist dabei ein Detail: Alle Solarparks sollen als Co-Location-Projekte mit Batteriespeichern realisiert werden. 

 

Warum Co-Location wirtschaftlich interessanter wird


Bei Co-Location werden Stromerzeugung und Batteriespeicherung am selben Standort oder innerhalb einer gemeinsamen Projektinfrastruktur verbunden. Das kann mehrere Vorteile haben. Ein Solarpark produziert während sonnenreicher Stunden große Strommengen. Ein Speicher kann einen Teil dieser Energie aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt bereitstellen.

 

Das kann dann relevant werden, wenn hohe Solarproduktion auf niedrige Börsenstrompreise trifft. Zudem können gemeinsame Flächen, Netztechnik oder Betriebsinfrastruktur Synergien schaffen. Allerdings gilt auch hier: Ein Batteriespeicher macht nicht automatisch jedes Solarprojekt wirtschaftlicher. Wichtig sind Speicherdauer, Leistung, Ladezyklen, Investitionskosten, Strompreisschwankungen, Netzanschlussbedingungen und die gewählte Vermarktungsstrategie.

 

Dass Co-Location nicht nur ein kurzfristiger Branchentrend ist, zeigt die BVES-Prognose 2026. Der Verband nennt die Kombination von Photovoltaik oder Windenergie mit Batteriespeichern ausdrücklich als einen zentralen Wachstumstreiber des Großspeichermarktes. 

Green FOX Energy: Batteriespeicher in Remscheid als konkretes Projekt


Neben kombinierten Solar-Speicher-Projekten entwickelt Green FOX Energy auch eigenständige Batteriespeicher. Gemeinsam mit Purpel Energy wurde in Remscheid-Luckhausen ein Speicherprojekt bis zur Baureife entwickelt. Green FOX Energy meldete im März 2026 den Baustart. Die Anlage ist mit 5,15 MW Leistung und 12,22 MWh Speicherkapazität geplant.

 

Im September 2026 hat das Projekt einen weiteren entscheidenden Schritt erreicht. Batteriespeicher und Transformator wurden nach Angaben von Green FOX Energy auf dem Baufeld positioniert, wesentliche Tief- und Hochbauarbeiten sind abgeschlossen. Als nächste Schritte folgen Verkabelung und technische Integration.

 

Der Vermarktungspartner Entrix teilte am 8. September 2026 mit, dass die Anlage noch im September den kommerziellen Betrieb aufnehmen soll. Entrix übernimmt anschließend die Vermarktung unter anderem im Day-Ahead- und Intraday-Handel sowie in den Regelenergiemärkten.

 

Die Relation zwischen Leistung und Kapazität entspricht einer Speicherdauer von rechnerisch rund 2,4 Stunden bei voller Leistung. Damit liegt das Projekt in einem Bereich, der insbesondere für kurzfristige Flexibilität, Strommarktoptimierung und die Verschiebung von Energie innerhalb eines Tages interessant sein kann.

 

Remscheid zeigt damit, wie sich das Geschäftsmodell von Green FOX Energy erweitert: Neben Erzeugungsanlagen wird Flexibilität selbst zum Infrastrukturprodukt.

Was kostet ein Batteriespeicher 2026?


Der enorme Ausbau wird auch durch deutlich gesunkene Batteriepreise begünstigt. Trotzdem unterscheiden sich die Kosten eines Heimspeichers erheblich von denen eines Industrie- oder Großspeichers.

 

Vor allem bei Großanlagen ist der reine Batteriepreis nur ein Teil der Gesamtinvestition. Netzanschluss, Leistungselektronik, Transformatoren, Fundament, Brandschutz, Steuerung, Genehmigung, Grundstück und Projektentwicklung können einen beträchtlichen Teil der Gesamtkosten ausmachen.

Batteriespeicher für Privathaushalte


Bei Heimspeichern ist die Preislage inzwischen relativ transparent. Die Verbraucherzentrale nennt für Systeme ab etwa fünf Kilowattstunden derzeit rund 300 bis 700 Euro je kWh Speicherkapazität inklusive Installation. Finanztip kommt anhand realer Angebote aus dem Jahr 2026 auf etwa 400 bis 800 Euro je kWh. 

 

Für einen typischen Speicher mit zehn Kilowattstunden ergibt sich damit häufig eine Größenordnung von etwa 4.000 bis 7.000 Euro. Finanztip empfiehlt als Wirtschaftlichkeitsorientierung, möglichst nicht mehr als rund 600 Euro je kWh zu zahlen. 

 

Speichergröße Grobe Orientierung 2026
5 kWh Heimspeicher etwa 300–700 €/kWh, kleine Systeme häufig relativ teurer
10 kWh Heimspeicher häufig ca. 4.000–7.000 €
15 kWh Heimspeicher stark abhängig von System und Ausstattung
Allgemeiner Richtwert etwa 300–800 €/kWh installiert


Die tatsächlichen Preise hängen unter anderem von Wechselrichter, Installation, Notstromfähigkeit, Energiemanagement und vorhandener Hauselektrik ab.

Was kostet ein Batteriespeicher für Gewerbe und Industrie?


Bei Gewerbe- und Industriespeichern ist eine pauschale Preisangabe deutlich schwieriger. Fraunhofer ISE hat für seine Wirtschaftlichkeitsberechnungen spezifische Investitionskosten einschließlich Installation angesetzt. Für Batteriespeicher bei größeren PV-Dachanlagen lagen die untersuchten Kosten bei 450 bis 800 Euro je kWh, bei Batteriespeichern an PV-Freiflächenanlagen bei 400 bis 600 Euro je kWh. Die Werte beziehen sich auf die Kostenbasis 2024 und dienen vor allem als technischer Vergleichsmaßstab. 

 

Seitdem sind insbesondere die reinen Batteriesystempreise weiter gefallen. Eine Marktübersicht von pv magazine ermittelte bereits 2025 für Batteriekomplettsysteme bis 100 kWh durchschnittlich rund 450 Euro je kWh und für Systeme im Multi-Megawatt-Bereich ungefähr 200 Euro je kWh. Wichtig: Diese Systempreise enthielten ausdrücklich keine Kosten für Flächen, Projektentwicklung oder Baukostenzuschüsse.

 

Die aktualisierte Marktübersicht vom Februar 2026 umfasst inzwischen rund 500 Produkte und Dienstleistungen. Sie zeigt zugleich, wie stark sich Gewerbespeicher und große Netzspeicher technisch auseinanderentwickeln. 

 

Für die Praxis bedeutet das:

 

Anwendung Typische Größenordnung Kosteneinordnung
Privathaushalt 5–15 kWh häufig 300–800 €/kWh installiert
Gewerbe ca. 30 kWh bis mehrere 100 kWh stark projektabhängig
Industrie mehrere 100 kWh bis mehrere MWh Skaleneffekte senken spezifische Kosten
Großspeicher mehrere MWh bis GWh Batteriehardware deutlich günstiger, Gesamtprojektkosten zusätzlich von Netz und Standort abhängig


Ein 1-MWh-Industriespeicher lässt sich deshalb nicht seriös aus dem Preis eines 10-kWh-Heimspeichers hochrechnen. Größere Systeme profitieren zwar von erheblichen Skaleneffekten bei Batteriehardware und Leistungselektronik. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Kosten für Transformatoren, Netzanschluss, Bau, Brandschutz, Steuerung, Planung, Genehmigung und gegebenenfalls Baukostenzuschüsse.

 

Für Industrie- und Großspeicher ist deshalb immer die Gesamtinvestition des Projekts entscheidend – nicht allein der Preis pro Kilowattstunde Batteriekapazität.

Wann rechnet sich ein Industriespeicher?

 

Für Unternehmen ist deshalb nicht allein entscheidend, was ein Batteriespeicher kostet, sondern welche Erlöse oder Einsparungen er über seine Lebensdauer erzielen kann.

 

Ein Industriebetrieb kann einen Speicher beispielsweise einsetzen, um Lastspitzen zu reduzieren und damit – abhängig vom individuellen Netzentgeltmodell – Kosten zu optimieren. Gleichzeitig kann eigener Solarstrom zwischengespeichert, Ladeinfrastruktur unterstützt oder Flexibilität am Strommarkt vermarktet werden.

Deshalb gewinnen sogenannte Multi-Use-Konzepte an Bedeutung.

 

Dabei erfüllt ein Speicher mehrere Funktionen gleichzeitig, beispielsweise Eigenverbrauchsoptimierung, Lastspitzenmanagement und Strommarktvermarktung. Je mehr wirtschaftlich sinnvoll kombinierbare Anwendungen vorhanden sind, desto besser kann sich die Investition auslasten.

Niedrige Batteriepreise lösen das Netzproblem nicht

 

Der Preisverfall der Batterietechnik schafft ein neues Paradox. Je günstiger Batteriespeicher werden, desto mehr Projekte können wirtschaftlich interessant werden. Gleichzeitig steigt der Wettbewerb um geeignete Netzanschlüsse. Die Batterie selbst könnte damit immer weniger zum Engpass werden – die verfügbare Netzkapazität dagegen immer mehr.

 

Die Dimension zeigen die Zahlen der Bundesnetzagentur: Allein 2024 wurden ab der Mittelspannungsebene Anschlussanfragen für rund 400 GW Speicherleistung gestellt. Dem stehen deutlich geringere Anschlusszusagen und eine nochmals wesentlich kleinere tatsächlich installierte Leistung gegenüber.

 

Für Projektentwickler wie Green FOX Energy wird deshalb die Fähigkeit wichtiger, Grundstück, Genehmigung, Erzeugungsanlage, Finanzierung und Netzanschluss frühzeitig zusammenzuführen.

Speicherboom bleibt Teil der deutschen Netzplanung
 

Auch die langfristige Netzplanung berücksichtigt diese Entwicklung inzwischen ausdrücklich. Im neuen Szenariorahmen Strom 2027–2040/2045 stellen die Übertragungsnetzbetreiber verschiedene Entwicklungspfade für das zukünftige deutsche Energiesystem dar.

 

Die Bundesnetzagentur formuliert dazu ausdrücklich, dass der Boom bei Rechenzentren und Großbatteriespeicherprojekten nach den Annahmen der Netzbetreiber anhält. Gegenüber dem vorherigen Szenariorahmen werden deshalb höhere Leistungen angesetzt.  Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 28. September 2026. Anschließend prüft die Bundesnetzagentur die eingereichten Annahmen und Stellungnahmen. 

Der Speicherboom birgt auch wirtschaftliche Risiken


Der wachsende Markt bedeutet nicht automatisch, dass jedes Speicherprojekt erfolgreich sein wird. Steigt die Zahl der Batteriespeicher stark, wächst gleichzeitig der Wettbewerb um profitable Handelsmöglichkeiten. Erlöse aus kurzfristigen Strompreisunterschieden oder Regelenergie können sich verändern, sobald immer mehr Speicher dieselben Märkte bedienen. Daneben spielen Regulierung und Netzentgelte eine erhebliche Rolle.

 

Auch der BVES nennt für 2026 regulatorische Unsicherheiten, flexible Netzanschlussverträge und Fragen zur Netzentgeltbefreiung als wichtige Faktoren für Investitionen in Großbatteriespeicher. Für einen Projektentwickler bedeutet das: Ein technisch guter Speicher ist noch kein gutes Projekt. Das Geschäftsmodell muss über viele Jahre hinweg tragfähig sein.

Warum der Ansatz von Green FOX Energy zum Markttrend passt


Green FOX Energy kommt zugute, dass das Unternehmen nicht erst mit der Batterie beginnt. Flächensicherung, Projektentwicklung, Projektfinanzierung, Bau, Betrieb und Netzanschluss gehören bereits zum Geschäftsmodell des Unternehmens. Speicher erweitern damit eine vorhandene Wertschöpfungskette. 

 

Gleichzeitig sind zwei unterschiedliche Ansätze sichtbar: Das Remscheid-Projekt steht für einen eigenständigen Batteriespeicher, während das gemeinsam mit ON Energy entwickelte 85-MWp-Portfolio auf Co-Location von Photovoltaik und BESS setzt.  Das entspricht der Marktentwicklung, die auch der BVES für 2026 hervorhebt.

 

Daraus lässt sich noch kein langfristiger wirtschaftlicher Erfolg einzelner Projekte ableiten. Entscheidend wird sein, welche Projekte tatsächlich Netzanschluss, Finanzierung, Bau und Betrieb erreichen.

 

Die strategische Richtung ist nachvollziehbar: Stromerzeugung, Speicherung und Netzinfrastruktur wachsen zunehmend zu einem gemeinsamen Geschäftsmodell zusammen.

Was Marktbeobachter bei Green FOX Energy verfolgen sollten


Bei Green FOX Energy wird deshalb weniger die Größe der angekündigten Projektpipeline allein interessant sein als deren tatsächliche Umsetzung. Relevant sind insbesondere erreichte Netzanschlüsse, Baustarts, Inbetriebnahmen, finanzierte Speicherprojekte sowie die Frage, welche Anlagen im eigenen Bestand bleiben und welche verkauft werden.

 

Auch die Größe der jeweils installierten Batteriespeicher wird aufschlussreich sein. Denn erst die Kombination von MW Leistung, MWh Kapazität und Vermarktungskonzept zeigt, welche Funktion ein Speicher wirtschaftlich erfüllen soll.

 

Damit werden Projekte wie Remscheid und die Co-Location-Anlagen von Green FOX Energy zu konkreten Indikatoren dafür, wie sich der allgemeine deutsche Speicherboom in tatsächlich gebaute Energieinfrastruktur übersetzt. Entscheidend sind dabei nicht angekündigte Megawatt allein, sondern erreichte Netzanschlüsse, Finanzierung, Baustart und Inbetriebnahme.

Fazit: Nicht die Batterie allein entscheidet

 

Deutschland erlebt derzeit keinen einfachen Batterieboom. Es entsteht eine neue Ebene der Energieinfrastruktur. Der Ausbau erneuerbarer Energien erhöht den Bedarf an Flexibilität, während sinkende Batteriepreise immer mehr Speicherprojekte wirtschaftlich interessant machen. Gleichzeitig werden Netzanschlüsse, geeignete Flächen und regulatorisch tragfähige Geschäftsmodelle zu entscheidenden Faktoren.

 

Hier setzt die Strategie von Green FOX Energy an. Das Unternehmen verbindet Projektentwicklung für erneuerbare Energien zunehmend mit Batteriespeichern – sowohl als eigenständige Projekte als auch über Co-Location mit Photovoltaik.

 

Der Wettbewerb der kommenden Jahre dürfte deshalb weniger darüber entschieden werden, wer möglichst viel Batteriekapazität ankündigt. Entscheidend wird sein, wer Speicher am richtigen Standort, mit verfügbarem Netzanschluss und einem tragfähigen Vermarktungsmodell tatsächlich realisiert.

 

Green FOX Energy verbindet hierfür klassische Projektentwicklung für erneuerbare Energien zunehmend mit Speichern und Co-Location-Konzepten. Ob daraus langfristig ein Wettbewerbsvorteil entsteht, wird sich daran messen lassen, wie viele dieser Projekte tatsächlich finanziert, gebaut, ans Netz angeschlossen und wirtschaftlich betrieben werden.


Heino Zießnitz

Heino Zießnitz

Unternehmenskommunikation · Kapitalmarkt · Unternehmensfinanzierung · Reputation · PR · Wirtschaft

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